Oft mit Pflanzengiften belastet

Krebsgefahr durch Kamillentee

München - Von wegen gesund – Kamillentee ist mit krebserregenden Pflanzengiften belastet! Das ist das Ergebnis einer Stichprobe des ZDF-Magazins "WISO".

In 10 von insgesamt 15 Kamillentee-Sorten konnten sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PAs) nachgewiesen werden – teilweise in geringen, aber auch in hohen Mengen. Laut Bundesamt für Risikobewertung (BfR) kann dieses Pflanzengift den Organismus schädigen und bei langer und hoher Dosierung Lebertumore verursachen. WISO hat 15 Kamillen- und 15 Fencheltees aus dem Handel unabhängig testen lassen. Besonders Babys, Kinder und Stillende seien gefährdet. Ein Risiko für Erwachsene bestehe laut BfR erst ab einer Ration von fünf Teebeuteln pro Tag.

Ein normaler Konsum von Kräutertee und Tee sei weiterhin bedenkenlos möglich, betonte derweil der Teeverband Hamburg. Die giftigen Pyrrolizidinalkaloide befinden sich nicht in den Teekräutern selbst, sondern in Pflanzen wie dem Jakobskreuzkraut. Dieses wächst als Unkraut zwischen den Teekräutern – und kann so leicht in die Ernte gelangen.

tz

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