Und eine Sache, die du nie machen solltest

Mitgründer von Aqua Monaco: 6 Dinge, die du für deinen Erfolg tun solltest

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Timo Thurner, einer der Chefs von Aqua Monaco. 

München - Timo Thurner hat das Start-up Aqua Monaco zu einer erfolgreichen Marke gemacht. Anderen Exisitenzgründern nennt er in seinem Gastbeitrag sechs Dinge, die sie für ihren Erfotun sollten - und eine Sache, die sie nie machen sollten. 

1. Lasse dir Zeit.

Du solltest wirklich von deiner Idee überzeugt sein und sie in einem Satz erklären können. Wenn du dir deine Idee selbst zurechtlegen musst, damit sie Sinn macht, ist sie noch nicht fertig. 

Wir haben uns damals von der Idee bis zur ersten Abfüllung unseres Mineralwassers ungefähr zwei Jahre Zeit gelassen. Wir hatten unsere Hochs und Tiefs, manche Details packten wir zurück in Schubladen, weil wir sie zum Beispiel zu kompliziert fanden. Durch den ständigen Diskurs haben wir unsere Idee im Team weiterentwickelt, vorangebracht. Der Ratschlag, sich zu zwingen, seine Vision des Unternehmens in nur einem Satz auf den Punkt zu bringen, ist wichtig. Sich zu sagen „Klappt schon irgendwie“, funktioniert nicht. Es muss zu Ende gedacht sein, überzeugend klingen. Und die Reaktion der anderen hilft zu entscheiden, ob es wirklich sinnvoll ist, ein solches Start-up zu gründen.

2. Sei anders.

Sich stark vom Umfeld zu unterscheiden, ist immer ein Risiko - aber auch die einzige Chance auf echten Erfolg. 

Ich behaupte, dass es keine Firma gibt, die gleichberechtigt Mineralwasser und Mixer herstellt. Das zeichnet uns aus. Andere Unternehmen vermarkten Wasser als Gesundheitsgetränk, als Zusatz für ein anderes Getränk oder als Sportgetränk. Wir bringen uns dagegen stark in dem Bereich Kultur und Design ein. Aqua Monaco vermarktet Wasser (zusätzlich zum offensichtlich gesundheitlichen Nutzen) als Soft-Getränk. Wir stellen Mineralwasser in den gleichen zeitgenössischen Kontext wie eine Cola.

3. Suche dir Partner.

Nimm dir genügend Zeit und finde gute, langfristige Partner. 

Du brauchst ein Netzwerk, in dem du arbeitest – Partner aus den Bereichen Logistik, Vertrieb und so weiter. Gehe ehrlich mit diesen Partnern um, wenn du weiterkommen willst. Denke nicht nur an dich, denke an euch.

4. Fokussiere Dich.

Konzentriere dich auf deine Kern-Ideen und arbeite Schritt für Schritt. 

Wir haben im ersten Jahr nur Mineralwasser hergestellt, dann kam eine kleine Serie an Limonaden dazu. Vieles blieb für immer in der Schublade. Zum Beispiel hatten wir einen Energy-Drink fertig entwickelt – ihn aber eingemottet, weil wir die Idee verworfen haben.

5. Erschaffe eine Kultur.

Ein Unternehmen ist viel mehr als ein Produkt. Eine gelebte Kultur, zum Beispiel im Team, vereinfacht vieles und ist Quelle der Innovation.

Am Anfang steht deine Vision. Sie beeinflusst dein ganzes Leben. Und es ist schön, wenn du deine Leute auch für diese Vision begeisterst. Wenn wir mit unserem Aqua-Monaco-Team für drei Tage nach Österreich fahren und nicht nur über die Arbeit sprechen, ist das gut. Jeder bei uns soll das Gefühl haben, sich einbringen zu dürfen. Das tut einer Firma gut, wenn sich die Leute, die mit dir und für dich arbeiten, mit der Marke identifizieren.

6. Überprüfe deine Entwicklung.

Im Alltag bleibt wenig Zeit für Evaluation. Nimm Sie dir und korrigiere den Kurs, falls nötig. 

Die Details wirst du sicher häufig nachjustieren. Im Großen änderst du hoffentlich wenig. Es hilft dir, in Ruhe auf Zahlen und Entwicklungen zu schauen. Gönne dir diese Pausen. Blicke nicht nur nach vorn, auch zurück. Denn wenn du das nicht tust, stehst du plötzlich da, wo du gar nicht hinwolltest.

Diese eine Sache solltest du auf keinen Fall machen

Vergiss nie, dass es eine Welt jenseits deiner Firma gibt: Wenn man sich zu sehr in seinen eigenen Unternehmungen verfängt, verliert man den Blick für das Wesentliche. Die Welt lebt gut ohne deine Unternehmung - deine Unternehmung lebt schlecht ohne die Welt.

Ein Gastbeitrag von Timo Thurner, einem der drei Aqua-Monaco-Geschäftsführer

Vier Mitglieder aus der noch größeren Aqua-Monaco-Familie.

Die Markengeschichte von Aqua Monaco liest sich so: Das Mineralwasser in den Flaschen mit einem Schwan auf dem Etikett stammt aus der Münchner Schotterebene und war vor mehr als 10.000 Jahren reines Gletscherwasser. Seit August 2011 wird Aqua Monaco aus der Silenca-Quelle der Privatbrauerei Schweiger in Markt Schwaben bei München aus etwa 150 Metern Tiefe gewonnen und abgefüllt. Weil mit diesem Brunnenwasser die Münchner Biere gebraut werden, kamen Thurner und seine Freunde beim Mittagessen in einem Biergarten auf die Idee, dass ihrer Stadt eine eigene Mineralwassermarke gut stehen würde. Thurner und Mitgeschäftsführer Florian Breimesser gaben später ihre Jobs als Grafikdesigner und Anwalt auf, ihr Kollege Robert Graenitz arbeitet noch als Gastronom. Aquqa Monaco verkauft neben Mineralwasser auch Tonics und Limonaden. 

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