Fruchtfeuer

Schuhbecks Rezepte: Zwetschgendatschi mit Ingwer

In der tz verrät Alfons Schuhbeck heute ein ganz besonders würziges Kuchenrezept: Zwetschgendatschi mit Ingwer.

Jetzt ist die beste Zeit für einen Zwetschgendatschi. Die Früchte sind richtig reif und saftig. Für den Teig gibt es ja etliche Varianten und der Streit zwischen Mürbteig- und Hefeteigfreunden wird so bald nicht beigelegt werden. Ich habe mir eine besonders würzige Variante überlegt: Ich überziehe den Kuchen mit Ingwerkonfitüre.

Zutaten für Zwetschgendatschi mit Ingwer

Zutaten für eine Springform mit 26 Zentimetern Durchmesser:

200 g weiche Butter 
100 g Puderzucker 
Mark von 1/2 Vanilleschote abgeriebene Schale von
1/2 unbehandelten Zitrone 
Salz 
2 Eigelb 250 g Mehl

Butter für die Form
2 EL Weißbrotbrösel
500 g Zwetschgen
1 EL Zimtzucker
1 Glas Ingwerkonfitüre (150 g)
Außerdem: Eine Springform mit 26 Zentimeter Durchmesser

Für den Mürbteig verknete ich die weiche Butter, den Puderzucker, das Vanillemark, die Zitronenschale sowie eine Prise Salz in einer Schüssel mit den Knethaken des Handrührgeräts oder ich verarbeite ihn mit der Teigkarte zu einer glatten Masse. Wichtig ist dabei, dass die Eigelbe nacheinander dazugegeben werden und die Masse dabei nicht schaumig geschlagen wird. Zuletzt füge ich das Mehl dazu und knete den Teig wirklich nur so lange, bis er glatt ist. Ich forme ihn zu einem flachen Ziegel, wickle diesen in Frischhaltefolie und lege ihn für zwei Stunden in den Kühlschrank. Wenn es so weit ist, streiche ich die Springform mit weicher Butter ein, die Seitenwand nur im unteren Drittel. Den Teig knete ich auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kurz durch, rolle ihn zu einer runden Teigplatte von etwa 30 Zentimetern Durchmesser aus und lege diese so in die Springform, dass ein Rand von eineinhalb bis zwei Zentimetern Höhe entsteht. Den Teig bestreue ich mit den Weißbrotbröseln und stelle die Form noch mal in den Kühlschrank, so lange, bis ich die Zwetschgen vorbereitet habe. Bevor ich mit den Früchten weitermache, heize ich noch den Backofen auf 180 Grad vor. Die Zwetschgen werden gewaschen und die Stiele entfernt, bevor ich sie halbiere und die Kerne entferne. Wer einen Zwetschgenentkerner benutzt, macht das natürlich andersherum. Die Zwetschgenhälften lege ich von außen nach innen dachziegelartig dicht auf den gekühlten Mürbteigboden. Noch Zimtzucker drüberstreuen und ich kann den Datschi für etwa 40 Minuten auf mittlerer Schiene ins Backrohr schieben.

In der Zwischenzeit koche ich die Ingwerkonfitüre mit 2 EL Wasser auf und lasse sie einige Minuten köcheln, bis sie etwas dicker wird. Den frisch gebackenen Datschi bestreiche ich noch heiß mit der Ingwerkonfitüre und serviere ihn lauwarm oder kalt – am besten mit cremig geschlagener Sahne.

Gutes Gelingen und guten Appetit wünscht

Ihr Alfons Schuhbeck

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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