Maxvorstadt

Alles neu: Das „Schmock“ ist Geschichte

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Will einen Richtungswechsel: Wirt Florian Gleibs hat das „Schmock“ an der Augustenstraße geschlossen.

Das Restaurant wechselt seinen Namen und seine Ausrichtung – nicht mehr Koscheres, sondern Kost aus Laos sollen im "Schmock" in der Münchner Maxvorstadt auf der Karte stehen.

Das „Schmock“ in der Maxvorstadt gibt es seit einer gefühlten Ewigkeit. Bekannt geworden ist das Kult-Lokal vor allem wegen der israelisch-arabischen Küche und der koscheren Weine. Manche trafen sich aber auch nur auf ein Getränk und zum Ratschen an der Bar. Oder saßen draußen an den Tischen auf dem Gehweg an der Augustenstraße – neben Autos und den vielen kleinen Läden.

Seit 16 Jahren betreibt Florian Gleibs das „Schmock“ mittlerweile. Doch jetzt soll damit Schluss sein: Wie der 45-Jährige am Freitag unserer Zeitung verriet, macht das Restaurant für immer dicht. Und etwas Neues öffnet. Bereits im Juli habe das „Schmock“ schon vorübergehend geschlossen, wie der Wirt berichtet. „Ich bin erst einmal in die Sommerpause gegangen“, sagt er heute – für ein wenig Bedenkzeit. „Weil ich mir überlegt hab’, ob ich zumache – ja oder nein.“ Inzwischen stehe sein Entschluss: „Der Laden ist super, und ich möchte ihn behalten. Aber ich möchte eine Gastronomie, die jedem gefällt.“

Eine Neueröffnung sei für Mitte Oktober geplant. Innen werde vorher umgebaut. „Vu Tang Kitchen“ solle das neue Lokal an der alten Adresse heißen, das nur abends und von Montag bis Samstag offen haben werde. „Es wird ein laotisches Restaurant“, verriet Florian Gleibs zudem. Die Zwillingsbrüder und Gastronomen Dung und Huy Vu wolle er mit ins Boot holen. Dann seien sie also zu dritt, „im Schmock war ich allein“. Zu essen gebe es „Laotisches“, aber auch einige asiatische Klassiker. Ein Angebot von der Frühlingsrolle bis zum „Sticky Rice“. Die Gäste müssten zudem nicht zwingend an den Tischen sitzen, erklärt der Münchner Wirt das neue Konzept. „Es gibt auch eine große Bar, wo die Leute einen Gin Tonic trinken und eine scharfe Suppe dazu essen können.“

Das Publikum dürfe gern gemischt sein, sagt er. Vom Student bis zur Oma wolle er gerne alle hier begrüßen, und sowieso die Gäste von früher aus dem „Schmock“, sowie alle „Neugierigen“. Vor allem jüngeres Publikum dürften wohl die neuen Wände ansprechen, die in knalligen Farben und in Pop-Art-Optik gestaltet werden sollen, „mit asiatischen Symbolen von Drachen bis zu Geistern“. Abends gebe es auch Musik; bis um 1 Uhr nachts habe das neue Lokal geöffnet.

Längst hat sich Gleibs mit anderen Lokalen einen Namen gemacht. Anfang des Jahres öffnete er mit Jürgen Grap das Restaurant „Meschugge“ neben dem Volkstheater. Und im Vorjahr das In-Restaurant Helene in Schwabing mit dem gleichnamigen Club im Keller an der Occamstraße, wo früher das Albatros war.

Auf den Neustart an der Augustenstraße freue er sich. „Das Asiatische liegt im Trend“, sagt er. Und dass Gastronomie Spaß machen solle. Und der war beim „Schmock“ zuletzt offenbar ein wenig zu kurz gekommen. Er sei dauernd auf das Thema Israel angesprochen worden, sagt der 45-jährige Münchner, dessen Familie von dort stammt. Gerade auch bei den Gerichten. Davon habe er genug, sagt er. Eine Frühlingsrolle hingegen esse jeder – ohne dies zu hinterfragen.

Von Anne Hund

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