Weinführer Gault&Millau

Auszeichnung "Winzer des Jahres" geht an die Saar

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Julia Bertram wurde von den Kritikern des Gault Millau WeinGuide Deutschland 2016 zur "Entdeckung des Jahres" gekürt. Foto: Susann Prautsch

Es ist wie ein Ritterschlag für die deutschen Winzer: Die Preisvergabe des Gault&Millau. Hoch nervös sitzen sie jedes Jahr vor der Verkündung im Saal. Eine Familie von der Saar jubelte in diesem Jahr besonders.

Mainz (dpa) - Die begehrte Auszeichnung "Winzer des Jahres" des Weinführers Gault&Millau geht für 2017 an die Saar. Hans-Joachim und Dorothee Zilliken aus dem rheinland-pfälzischen Saarburg freuten sich überschwänglich über den Preis, der ihnen nun überreicht wurde.

"Für mich ist diese Auszeichnung quasi der Ritterschlag", sagte Hans-Joachim Zilliken, der den Keller in diesem Jahr an seine Tochter übergab. Dorothee Zilliken sagte, es sei schön, dass nicht nur die trockenen, sondern auch fruchtige Weine, wie ihre Familie sie produziere, wieder Beachtung bekämen. Die Experten des Weinguide Gault&Millau Deutschlands 2017 testeten mehr als 13 000 Weine von 1200 deutschen Weingütern.

Chefredakteur Joel B. Payne erklärte zu dem Weingut: "Ein beeindruckend tiefer Keller mit fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit, darin perfekt gepflegte Holzfässer, in denen die brillantesten aller Saarweine heranreifen." Die Weine besäßen "wahrlich zeitlose Größe, fernab jedes Modetrends".

Der Titel "Kollektion des Jahres" geht an Ulrich Mell vom Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan im pfälzischen Deidesheim. "Aufsteiger des Jahres" ist das Weingut Jakob Schneider an der Nahe.

Die "Entdeckung des Jahres" kommt von der Ahr: Die frühere Deutsche Weinkönigin Julia Bertram. Mit dem Titel "Sommelier des Jahres" kann sich Marco Franzelin, Restaurantchef im Vendôme in Bergisch Gladbach in Nordrhein-Westfalen, schmücken.

Damit gehen in diesem Jahr - bis auf den Sommelier - alle Titel nach Rheinland-Pfalz, wo zwei Drittel des deutschen Weins angebaut werden. Auch die Siegerweine und -sekte des Jahres kommen überwiegend aus dem Bundesland, in dem gleich sechs Weinanbaugebiete liegen.

Insgesamt loben die Tester den Jahrgang 2015. In der Geschichte des Gault&Millau habe es noch nie eine derartige Fülle an großartigen edelsüßen Weinen gegeben. Gleich viermal vergaben die Tester bei diesen Gewächsen die Höchstnote von 100 Punkten - in anderen Jahren erreicht dies gar keiner.

Der Name Gault&Millau geht auf die Journalisten Henri Gault und Christian Millau zurück, die 1969 in Frankreich erstmals ihren Feinkost-Führer herausbrachten. Die Redaktion des Gault&Millau Weinguide hat den Anspruch, dass kein Wein und kein Weingut von Bedeutung darin fehlen sollen.

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