Warum nur eine Medaille für München?

Bestes Helles Deutschlands prämiert - Es kommt aus Oberbayern

Beste Stimmung und freudestrahlende Gesichter bei der Preisverleihung: Gerhard Ilgenfritz (Präsident Private Brauereien Bayern e.V.), die Auerbräu Braumeister Karl-Heinz Silichner, Thomas Frank, Folkert Kupferer und Detlev Projahn (Präsident Private Brauereien Deutschland e.V.)

Rosenheim - Beim European Beer Star 2016 wurden die besten Biere durch einen Blindtest ausgezeichnet. Es ging nur eine Medaille nach München - aber das beste Helle Deutschlands kommt aus Bayern.

Über eine der weltweit renommiertesten Auszeichnungen für herausragende Bierqualität darf sich das Rosenheimer Unternehmen Auerbräu freuen: Das Rosenheimer Hell wurde bei Europas größtem Bier-Wettbewerb, dem European Beer Star 2016, in der Kategorie „German-Style Helles / Lager“ mit der Silber-Medaille ausgezeichnet und ist somit das beste Helle in ganz Deutschland. Gold ging an die Ottakringer-Brauerei aus Österreich.

In der Kategorie "German-Style Festbier" lag am Ende das Erlkönig-Festbier aus Geiselhöring vorn, gefolgt vom Spezialbier Edel aus Kaufbeuren und dem Flötzinger Wiesn Märzen.

Nur eine Medaille ging nach München

Etwas enttäuschend: Nach München ging nur eine Medaille. Für die Hacker-Pschorr Sternweiße gab's in der Kategorie "South German-Style Hefeweizen Bernsteinfarben" Bronze. Die ganze Gewinnerliste gibt's hier.

Die beiden erfolgreichsten deutschen Vertreter beim European Beer Star waren laut Bericht auf private-brauereien.de die Brauerei Gold Ochsen (Ulm, Baden-Württemberg) und Erl-Bräu (Geiselhöring, Bayern). Die Niederbayern, erstmals beim European Beer Star unter den Gewinnern, wurden auch noch für ihren Hellen Doppelbock mit Gold ausgezeichnet; die Ulmer führen die Kategorien Export und Mildes Lager an.

2.103 Biere nahmen teil 

"So schwer wie in diesem Jahr war es noch nie, beim European Beer Star eine Medaille zu erringen“, bilanziert Oliver Dawid, Geschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern. Mit 2.103 Bieren aus 44 Ländern verzeichnet einer der begehrtesten Preise der internationalen Brauwelt einen neuen Teilnehmerrekord. 

„Der Preis freut uns natürlich ganz besonders“, betont Auerbräu-Braumeister Thomas Frank bei der Preisverleihung auf der BrauBeviale in Nürnberg, „denn das Urteil dieser fachkundigen Jury zeigt deutlich, dass wir mit unserer Politik, auf Qualität und hochwertigste Rohstoffe zu setzen, absolut richtig liegen.“ 

Bei Blindverkostung ausgewählt 

Die hohe internationale Reputation bezieht der European Beer Star – die Champions-League der Biere – aus der 124-köpfigen Fachjury, die in einer Blindverkostung die Biere nach den gleichen, rein sensorischen Kriterien bewertet, wie der Konsument: Farbe, Geruch, Geschmack, Aromaprofil und Gesamteindruck. 

Zur Jury zählten in diesem Jahr Braumeister, Biersommeliers und ausgewiesene Bierkenner aus 30 Ländern. Der European Beer Star Award würdigt besonders authentische, charaktervolle Biere, die geschmacklich und qualitativ überzeugen und die Sortenkriterien am besten erfüllen.

Auch unsere User haben über das beste Bier abgestimmt. Und wussten Sie eigentlich, wer der Typ auf dem Augustiner-Logo ist?

Und apropos Blindtest: Kürzlich mussten sich 21 Cola-Mix-Getränke in München einem solchen unterziehen.

pm/lin

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