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Biancas Foodblog: Meine liebsten Burger in München

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Foodbloggerin Bianca Murthy.

München - Einmal rechts abgebogen - ein Burgerladen. Noch einmal abbiegen - noch ein Burgerladen. So schaut's in München aus. Ich möchte euch fünf meiner liebsten Anlaufstellen nennen, die vielleicht nicht jeder kennt.

1. CA BA LU

Richtig gute Burger gibt's im CA BA LU. Und davon nicht wenige. Mehr als 20 verschiedene Variationen warten hier in dem direkt an der U-Bahnstation „Lehel“ gelegenen Burgerladen auf euch. Der klassische Hamburger liegt bei angemessenen 8,50 Euro in der kleinen Variante, der preislich am höchsten angesetzte Burger ist der „Wagyu Burger“ mit in Trüffelöl gebratenem Wagyufleisch, Tomaten, Zwiebeln, Gurke, Salat, Jalapenos und hausgemachter Spezialsauce für 19 Euro.

Zu allen Burgern werden Rosmarienkartoffeln und Coleslaw serviert. Das Fleisch im CA BA LU ist feinstes Aberdeen Angus Fleisch und kann entweder in der 142-Gramm- oder 228-Gramm-Variante für den Burger eurer Wahl - täglich frisch und qualitativ hochwertig - bestellt werden. Das Tüpfelchen auf dem i ist in dem kleinen Restaurant ganz klar der super-nette Service.

Die jahrelange Erfahrung für Spitzen-Qualität beim Fleisch und bei der Frische der Zutaten schmecke ich hier schon beim ersten Bissen heraus. Vegetarier werden im CA-BA-LU (das heißt übrigens „CAfe-BAr-LUnch“) auch satt mit dem „Vegetarianburger“ samt Gemüsebratling und hausgemachter Spezialsauce (ab 8,50 Euro).

Mein Tipp: Der "Surf & Turf"-Burger mit Rinderhackfleisch, gebratenen Scampis und hausgemachter Spezialsauce ab 13,50 Euro.

Thierschpl. 5, 80538 München | http://www.ca-ba-lu.de/

2. Henry's Deli

Das Henry's Deli fing an als kleiner immer etwas zu stark nach Essen riechender Laden beim Münchner Elisenhof und gilt inzwischen - sowohl im Zentrum als auch in den Pasing Arcaden - als beliebte Anlaufstelle für gute Burger zu fairen Preisen. Neben Suppen, Salaten, Curry und Currywurst sind Burger die einzigen Speisen auf der Karte und für mich zugleich der Hauptgrund, in dem gemütlichen - inzwischen komplett frei von Essensgerüchen - Deli vorbeizuschauen. Bei Henry's kann zwischen Vollkorn- und Weizenbrot gewählt werden und einer von neun unterschiedlichen Varianten - immer inklusive Fritten. Mehr als 8,90 Euro zahlt ihr hier für keine der Kreationen und gerade mal faire 2,50 Euro kommen on Top, wenn ihr großen Hunger habt und einen Double-Burger bestellt. Als Veganer oder Vegetarier seid ihr mit dem „Green Mile Burger“ für 6,90 Euro gut bedient.

Für die Fleischfans wäre mein Tipp der "Italian Stallion"-Burger mit Rindfleisch, Rucola, hausgemachtem roten Pesto, Tomate und Mozzarella (für 7,90 Euro).

Pasinger Bahnhofsplatz 5, 81241 München oder Prielmayerstr. 3, 80335 München | http://henrys-deli.de/

3. Drunken Cow Bar und Grill

Die Drunken Cow Bar in der Maxvorstadt gibt es noch nicht allzu lange, hat sich aber schon jetzt etabliert. Der Fokus liegt nicht nur auf guten Burgern, sondern auch auf frischen, saftigen Steaks vom Lavasteingrill. Dennoch lohnt sich hier auch ein gezielter Besuch zum Burgeressen. Das Fleisch wird dafür vom Züchter aus Uruguay bezogen, täglich frisch gewolft und wie die Steaks auch auf dem Lavastein-Grill zubereitet.

In der Drunken Cow Bar gefällt mir besonders gut, dass man zwischen verschiedenen Buns (Broten) auswählen kann - Weizen-, Vollkorn- und sogar glutenfreies Burgerbrot werden angeboten. Auch die unterschiedlichen Beilagen (getrüffelter Kartoffelstampf!) und außergewöhnliche Spirituosen-Vielfalt locken mich hier immer wieder an.

Die Drunken Cow Bar gehört im Übrigen den gleichen Betreibern wie das CA-BA-LU. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass auch hier die Burger super-gut schmecken, dass das Fleisch auf den Punkt genau und wie gewünscht angebraten ist, und dass ebenfalls eine Vielzahl von verschiedenen Varianten angeboten wird. Für einen Euro zusätzlich können Bacon, Röstzwiebeln, Guacamole, extra Käse oder Jalapenos dazubestellt werden.

Mein Tipp: Der Bison-Burger mit 180 Gramm Bisonhackfleisch und Cheddarkäse für 18 Euro oder auch der Halloumi-Burger mit gebratenem 250-Gramm-Halloumi, hausgemachter Guacamole und Honey-Mustard-Sauce für 12,50 Euro.

Gabelsbergerstraße 58, 80333 München | http://www.drunkencow.de/

4. Effe & Gold

Effe & Gold gibt es insgesamt dreimal in München beziehungsweise dem Münchner Umland. Zumindest im innerstädtisch gelegenen Effe & Gold beschränkt sich das Angebot auf Currywurst, Steaks, Hot Dogs und Burger. Dafür sind letztere umso vielseitiger, was Belag und Zusammenstellung angeht. Schon beim Brot des Burgers kann zwischen fünf verschiedenen Brotsorten, darunter auch eine glutenfreie Low-Carb-Variante, ausgewählt werden. Hier gefällt mir vor allem „Der Burgermeister“-Burger mit Rindfleisch, hausgemachter Soße, Salat, Tomaten, Essiggurke und roten Zwiebelringen (ab 7,50 Euro). Wahlweise ist er zum „Oberburgermeister“ aufzustocken mit einzelnen Extras ab 0,60 Euro wie zum Beispiel Cheddar-Käse, Bacon, doppelt Fleisch (für 3,80 Euro) oder auch Jalapenos oder Spiegelei.

Zusätzlich gibt es noch elf weitere Burger-Kreationen, drei davon für Veganer und Vegetarier mit Süßkartoffel-Quark-, Rote-Linsen- oder Kichererbsen-Bratling (ab 8,20 Euro). Fleisch und Gemüse kommen im Effe & Gold aus der Region, die Burgersemmeln sind handgemacht und alle Dips, Saucen und Dressings sind ebenfalls hauseigene Kreationen. Alle Burger können im Übrigen auch mit Putenfleisch bestellt werden.

Hier im Lokal ist's zwar etwas eng und wenig geräumig, zum Burgergenießen reicht der Platz aber. Ruft vorab auf jeden Fall an, um euch einen Platz zu sichern.

Mein Tipp: Es muss nicht immer Fleisch sein. Probiert mal den „Waikichi-Royal“ mit Kichererbsen-Bratling, gegrilltem Halloumi, Rucola, Avocado-Tomaten-Creme, Salatgurke und hausgemachter Burgersoße (für 8,90 Euro) und stoßt mit einem Ingwersirup „Inge“ aus München an. Lasst euch außerdem auf keinen Fall die Beilage entgehen und ordert euch die Süßkartoffel-Würfel mit Pesto (für 4,90 Euro).

Herzogstraße 86, 80796 München | http://www.effe-gold.de/

5. JULEPS New York Bar & Restaurant

New-York-Feeling in Haidhausen? Na klar! Auf in die JULEPS Bar mit echtem New-York-Flair. Hier esse ich nicht nur gerne Burger von der Karte, sondern auch Steaks und Salate. Immer wieder verschlägt es mich hierher, wenn mir nach köstlichen Burgern ist. Bis vor einer Weile gab es noch den Burgersaturday im JULEPS, da die Nachfrage aber auch nach Steaks immer größer wurde, gibt es nun ersatzweise einen Burger & Steak Sunday. An diesem kostet beispielsweise der „Chickenburger“ mit würzigem Hähnchenbrustfilet und Dijon-Senf-Dip nur 8,50 Euro anstelle des regulären Preises von 10,30 Euro.

Zu jedem Burger - unabhängig vom Wochentag - werden Pommes, Salat, Zwiebelringe, Tomatenscheiben und Gewürzgurken serviert und ihr könnt euch euren Burger - bis auf Fleisch und Käse zwischen der Semmel - selbst zusammenlegen. Mehr als 15,40 Euro kostet keiner der insgesamt elf Burger auf der bunt gemischten Speisekarte. Hierfür bekommt ihr zum Beispiel einen "Dry Aged"-Burger mit 150 Gramm saftigem "Dry Aged"-Rinderhackfleisch im Brioche-Brötchen.

Mein Tipp: Nutzt den Burger (& Steak) Sunday aus, an dem jeder Burger der reduzierten Burgerkarte nur 8,50 Euro kostet und motzt euch euren Burger für jeweils einen Euro zusätzlich mit extra Käse, gebratenen Champignons, kross gegrilltem Speck oder auch Gorgonzola-Käse (1,50 Euro) ordentlich auf. Kommt am besten zwischen 17 und 20 Uhr zur JULEP´S Happy Hour, denn dann gibt's auch noch feine Cocktails zum Anstoßen für rund 6,50 Euro.

Breisacher Straße 18, 81667 München | http://www.juleps-munich.de/

Biancas Foodblog

Bianca bloggt ab sofort für Merkur.de und tz.de über Münchens Gastronomie. Mehr zu Bianca und ihrem Blog erfahren Sie hier. Ihre Restaurant-Checks und Tipps gibt auf unserer Themenseiten "Biancas Foodblog"

Weitere zahlreiche Restauranttests liest du auf Biancas Website unter www.biancas-blog.de.

Ist der Edel-Burger-Hype in München bald vorbei?

Münchner verweigern sich zunehmend den Fast-Food-Ketten. Schnell, billig zusammengeklatschte Burger mögen sie nicht. Läden wie „Hans im Glück“ passt das ins Konzept. Aber ist der Hype bald vorbei? Wir haben mit Food-Trend-Forscherin Hanni Rützler gesprochen.

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Bianca Murthy

Bianca Murthy

Food-Bloggerin, Restauranttesterin, gebürtige Münchnerin – das bin ich: Bianca J. Murthy (30).

E-Mail:info@merkur.de

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