Gesundes Fast Food

In den Fünf Höfen hat das „BiteDelite“ eröffnet

Waren beruflich viel unterwegs und wollten sich trotzdem gesund ernähren: Christina Botschen und Julian Schramm haben sich im Ausland inspirieren lassen und nun in München einen Imbiss für „gesundes Fast Food“ eröffnet.
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Waren beruflich viel unterwegs und wollten sich trotzdem gesund ernähren: Christina Botschen und Julian Schramm haben sich im Ausland inspirieren lassen und nun in München einen Imbiss für „gesundes Fast Food“ eröffnet.

München - Das „BiteDelite“ ist ein schicker Imbiss, der gestressten Großstädtern „gesundes Fast Food“ anbietet.

Christina Botschen, 27, trägt eine rosa-gemusterte Bluse zu weinrot lackierten Fingernägeln. Ihr Freund Julian Schramm, 30, hat zum Anzug ein weißes Hemd an. Die beiden Münchner mögen Fast Food. Aber sie denken beim „schnellen Essen“ nicht an Burger und Softdrinks. Sie arbeitete als Marken-Managerin, er als Unternehmensberater – stressige Jobs, bei denen nicht viel Zeit fürs Mittagessen blieb. Beide lebten zeitweise in England, sonst eher bekannt für Fish and Chips. Aber ausgerechnet dort gebe es viele Läden, die „gesundes Fast Food“ anbieten, erzählen sie. Nach diesem Vorbild hat das Paar nun das „BiteDelite“ in den Fünf Höfen eröffnet. Christina Botschen sagt: „So etwas hat in München noch gefehlt.“

Morgens Coffeeshop, mittags Salatbar – so könne man den Laden wohl am ehesten beschreiben, sagt die junge Geschäftsführerin. Christina Botschen kommt aus der Modebranche und interessiert sich für Trends, auch beim Essen. Und wie es sich für einen trendigen Laden gehört, gibt es im BiteDelite zum Frühstück keine schnöden Semmeln und Croissants, sondern: „Açai Bowls“ (6,45 Euro), „Quinoa Porridge“ (5,75 Euro) und „Oat Porridge“ (4,75 Euro). Also Müsli mit Beeren sowie Haferschleim – nur dass man das 2016 nicht mehr so nennt.

Die Açai-Beere zählt genauso wie der Quinoa (auch „Inkaweizen“ genannt) zu den sogenannten Superfoods, die angeblich supergesund sind. Vor allem aber: superteuer. Doch die Nachfrage ist da, also auch das Angebot. Genauso en vogue: Green Smoothies, püriertes Obst mit Gemüse. Auch das bieten Botschen und Schramm in ihrem Imbiss-Laden an. Im „Frog Kiss“ (5,95 Euro) etwa stecken Spinat, Avocado, Banane, Spirulina-Algen, Agavendicksaft und Mandelmilch. Manch einer ersetzt mit dem sättigenden Saft eine ganze Mahlzeit.

Christina Botschen betont aber: „Ich möchte Herrn Müller aus der Bank“ – sie zeigt auf ein benachbartes Bürogebäude – „genauso ansprechen wie die Superfood-Mädchen, die sich ihre Smoothies holen.“ Denn neben all den supergesunden Mittagsgerichten – Linsensalat mit Rind, Gemüsesalat mit Lachs, Karotten-Ingwer-Suppe – liegt im Kühlregal mit den „To go“-Sachen auch: ein Sandwich mit Pulled Pork – zartem, gerupftem Schweinefleisch. Nicht nur Veganer und Vegetarier sollen hier fündig werden, auch Fleischliebhaber, erklärt Christina Botschen.

Wichtig ist ihr, dass die Qualität stimmt. „Ich habe mir jeden Hof angeschaut, von dem wir unsere Produkte beziehen“, erzählt sie. „Bei uns wird alles selbst gemacht, und es sind keine Konservierungsstoffe drin oder so ein Mist.“ Eineinhalb Jahre hat sie zusammen mit ihrem Freund an dem Konzept gefeilt. Beide sind so überzeugt davon, dass sie ihre gutbezahlten Jobs für den Laden aufgegeben haben. „Ganz oder gar nicht“, sagt sie und lacht.

Das „BiteDelite“

in den Fünf Höfen, Maffeistraße 6, hat montags bis freitags von 7.30 bis 19.30 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 19.30 Uhr.

Janina Ventker

Janina Ventker

E-Mail:janina.ventker@merkur.de

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