In der Frauenstraße

Gasthaus Braunauer Hof neu eröffnet: So sieht es aus

München - Knapp drei Monate haben Kristina und Mario Klaric den Braunauer Hof renoviert. Seit kurzem ist er wieder offen. Die tz war zu Besuch und findet: Schön ist es geworden.

Schön ist es geworden! – Komplimente dieser Art bekommen Kristina und Mario Klaric am laufenden Band. Nach gut drei Monaten Renovierungszeit haben die Wirtsleute jetzt den Braunauer Hof eröffnet. Der Schreck war groß, als Ende vergangenen Jahres die Runde machte, dass Burgi und Rudi Plabst nach Jahrzehnten in den Ruhestand gehen würden. Wo soll man jetzt Kälberfüß und Knöcherlsulz essen? Die Antwort der Paulaner-Brauerei: bei den Nachfolgern.

„Für uns war von Anfang an klar: Der Braunauer Hof ist und bleibt ein echtes Münchner Wirtshaus“, sagt Paulaner-Geschäftsführer Andreas Steinfatt. „Deshalb haben wir viel Geld und Herzblut in den Umbau gesteckt.“ Steinfatt hat den Eichenboden ausgesucht, der neben der dunklen Vertäfelung zur Gemütlichkeit beiträgt. „Wir sind überzeugt, dass das Wirtshaus langjährige Stammgäste überzeugen und neue Freunde finden wird.“

Es gibt zweierlei Stammgäste

Wobei es zweierlei Stammgäste gibt: die vom alten Braunauer Hof und solche aus der Nymphenburger Straße, wo die Klarics nach acht Jahren das Lokal franzjosef aufgaben, weil die CSU-Zentrale umzog. Letztere Gäste seien besonders überrascht, berichtet Kristina Klaric, „denn die kennen den Gastgarten nicht“ – eine Oase im Innenhof.

Die Küche des geborenen Münchners Mario Klaric ist bodenständig und traditionsbewusst. Spezialisten finden hier den gebackenen Kalbskopf (wieder), ebenso saures Lüngerl mit Semmelknödel (10,90 Euro) oder gebackene Briesmilzwurst mit Kartoffelsalat (12,50 Euro). Auf der Tageskarte steht auch mal gebackener Kalbsfuß (12,50 Euro). Nicht fehlen darf natürlich der Schweinsbraten (10,90 Euro), hier kommt er mit Dunkelbiersoße, Kartoffelknödel und Krautsalat. Das täglich wechselnde Mittagsgericht kostet 7,90 Euro.

Auch Vegetarier kommen auf ihren Genuss

Wer’s mit dem Fleisch nicht so hat, bekommt etwa ein knusprig gebratenes Zanderfilet mit Rahmsauerkraut und Butterkartoffeln (16,90 Euro), und Vegetarier müssen auch nicht darben – sie können zwischen Ratatouille-Reispfanne (9,80 Euro), Käsespätzle (10,80 Euro) und Ofenkartoffel mit Kräuterquark (9,80 Euro) wählen.

Das thailändische grüne Gemüse-Curry mit Spargel und Jasminreis (14,80 Euro) ist sogar vegan. Halt! Thaicurry? Darf das sein? Auf jeden Fall. Mario Klaric hat zwar sein Handwerk bei renommierten Adressen mit bayerischer Küche gelernt, aber auch zehn Jahre in Thailand gearbeitet. Im Wirtshaus im Braunauer Hof liegt die Halbe Helles bei 3,90 Euro, ab 17 Uhr kommt es aus dem Holzfass und kostet 30 Cent mehr.

Jossi Loibl

Wirtshaus im Braunauer Hof, Frauenstr. 40, Tel. 089/22 36  13, Montag bis Samstag von 10 bis 24 Uhr, Sonntag von 10 bis 23 Uhr

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