Toleranz: Fehlanzeige

Es ging um die Wurst: Fleischattacke auf veganes Café

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Mit Grillfleisch und Würsten haben Unbekannte angeblich ein veganes Restaurant in der georgischen Hauptstadt Tiflis attackiert. Die Betreiber des Kiwi-Cafés ordneten die Angreifer einer rechtsgerichteten Gruppierung in der Kaukasus-Republik Georgien zu.

„Sie holten Grillfleisch, Würste und Fisch heraus, fingen an zu essen und uns damit zu bewerfen. Schließlich rauchten sie auch noch“, schrieben die Betreiber auf Facebook.

Weder die Polizei noch die Nachbarn hätten den Angestellten geholfen. Dafür erfuhr das Kiwi-Café bis Mittwoch viel Zuspruch im Internet. Veganer von Deutschland bis Irland, von Australien bis zu den USA erklärten ihre Solidarität nach dem Überfall vom Sonntagabend.

Die Ex-Sowjetrepublik Georgien entwickelt sich immer mehr zum hippen Touristenziel, deshalb gibt es in Tiflis viele alternative Einrichtungen. Gleichzeitig ist das orthodox-christliche Land sehr konservativ. Die Betreiber des veganen Restaurants berichten von großem Misstrauen der Nachbarn gegen die neue Mode aus dem Westen. Vegane Ernährung kommt völlig ohne tierische Produkte aus.

dpa / sca

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