Maxvorstadt und Marstallplatz

Zwei neue Top-Adressen zum Essen in der Stadt

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Spice Bazaar am Marstallplatz.

Zwei sehr spannende Neueröffnungen sorgen für Aufmerksamkeit in Münchens Gastronomie-Szene: Im ehemaligen Eisbach, später Refettorio, ist wieder Leben, und das ungewöhnliche Steakhouse-Konzept des Grill and Grace eröffnet nun an einer weiteren Adresse. Jossi Loibl

Betreutes Grillen

Selbst grillt der Gast – kaum jemand hätte gedacht, dass diese Idee so einschlägt. Nun gibt es schon ein zweites Grill and Grace. Ihren Anfang nahm die Erfolgsgeschichte in der Gul­deinstraße (Schwanthalerhöhe), die Fortsetzung wird in der Maxvorstadt geschrieben. So funktioniert’s: Zuerst wird das passende Stück Fleisch (ab 17 Euro) ausgesucht, dazu Beilagen und Saucen. Während man sein Steak am Herzstück des Lokals, dem Lavasteingrill gart, kümmert sich die Küche um das Weitere. Für Vegetarier ist eine mediterrane Grillschale mit verschiedenem Gemüse und Halloumi-Käse (14 Euro) im Angebot. Wer nicht selbst grillen mag, kann nach der Karte aus sieben Gerichten wählen, die komplett von der Küche zubereitet werden, zum Beispiel einen Cheeseburger (12 Euro), oder eine der Salatvariationen (ab 11 Euro). ★

Grill and Grace

Gabelsbergerstr. 97,

Maxvorstadt

Tel. 089/52 22 97

Sonntag bis Donnerstag von 17.30 bis 23 Uhr, Freitag, Samstag von 17.30 bis 1 Uhr

Der Orient liegt hinter der Oper

Einer der schönsten Orte der Stadt ist wieder belebt: Am Marstallplatz hat das Spice Bazaar eröffnet. Ein bekanntes Gesicht ist auch wieder dabei: Peter Bleyle hat 15 Jahre lang das Eisbach betrieben, bevor das Refettorio mit seinem unausgegorenen Italien-Konzept einen Millionenflopp hinlegte. Das Betreiber-Trio, zu dem noch Küchenchef Antonio Wanner und Gastgeber Patrick Fischbacher gehören, hat ganze Arbeit geleistet: Warme Farben und dezente Ornamente schaffen eine Wohlfühl-Atmosphäre, die ganz ohne Orient-Kitsch auskommt. Hinter der langen Fensterfront liegt der Gast-raum auf zwei Ebenen. 

Die große Terrasse, weitab vom Straßenlärm, war zu Eisbachzeiten eine der beliebtesten der ganzen Stadt. Die Gewürze des Orients sind das Leitmotiv auf der Speisekarte, die einen Bogen vom Mittelmeer bis Persien schlägt. Unter Snacks ist ein klassisches Hummus zu finden, die typische Kichererbsencreme (5,90 Euro) des Vorderen Orients, aber auch eine modernere Variante mit Dattelsirup und Sumach (6,90 Euro), einem säuerlichen Gewürz aus den Früchten des Sumach-Baums, das von Griechenland bis zum Hindukusch verwendet wird. 

Aus Italien stammt die Idee für den Brotsalat (Panzanella, 10,50 Euro) mit Nüssen und Blattspinat. Die Fleisch-und Fischgerichte sind unterteilt in roh mariniert, wie Seafood-Ceviche mit Granatapfelsirup und Koriander (19,50 Euro), kurz gegrillt, zum Beispiel Köfte (Hackfleischbällchen) von Rind und Lamm (15,50 Euro) und langsam gegart wie Kalbshachse in Safran-Tomaten-Anis-Fond (19,50 Euro). Sämtliches Fleisch sowie Eier stammen aus ökologischer Aufzucht. Da macht es noch mehr Freude, Gerichte wie süßsaure Geflügelleber (14,50 Euro) zu bestellen. Mittags sind neben einer Reihe von Gerichten aus der Abendkarte zwei Sa-bikh-Varianten im Angebot. In diesem orientalischen Burger stecken in der vegetarischen Variante Burrata, ein mit Sahne gefüllter Verwandter des Mozzarella, sowie Gemüse (10,50 Euro) beziehungsweise Pulled Pork (geschmortes Schwein) mit Gemüse (12,50 Euro). Ein Dutzend Weine wird glasweise ausgeschenkt, der Espresso (2,20 Euro) ist ein italienisches Original.★ 

Spice Bazaar 

Marstallplatz 3 

Tel. 089/25 54 77 77 

Mo. bis Fr. 11.30 - 15 Uhr und 18 bis 1 Uhr 

Sa. 12 - 1 Uhr, So. 12 - 22 Uh

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