Biergärten in München

Idyllische Insel mit Streichelgewässer: Die "Insel Mühle"

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Die „Insel Mühle“ liegt direkt an der Würm. Drumherum ist es ziemlich grün. Im Hintergrund sieht man den Kinderspielplatz, vorne erahnt man das vom Fluss abgetrennte Barben-Streichelbecken.

Sommerzeit ist Biergartenzeit. Und wie es so ist, zieht es einen meist in die Gärten im eigenen Umfeld oder in die großen Biergärten dieser Stadt. Wir stellen in einer Serie unbekanntere Biergärten vor, die einen Besuch lohnen. Zum Auftakt: Die „Insel Mühle“ in Untermenzing.

Schließt man die Augen, hört man die Blätter im Wind rascheln, vernimmt das rauschende Wasser und hat den Geruch von Sonnencreme in der Nase. Nein, die Seele baumelt hier nicht auf einer Südseeinsel. Sondern auf einer Münchner Insel, der „Insel Mühle“ in Untermenzing. Hier schlagen nicht die salzigen Wellen des Südpazifiks ans Ufer, sondern die süßen Wogen der Würm. In der Bucht tummeln sich keine Kugelfische sondern Barben.

Süße Versuchung: Verkäuferin Chamaina Agtsch zeigt, was man sich an der „Süßen Insel“ holen kann.

Der Fluss, der den Biergarten der „Insel Mühle“ vom dazugehörigen Hotel trennt, macht den besonderen Charme des Schankgartens aus. Stammgäste bezeichnen den Ort gerne als die „kühlende Oase von Untermenzing“. Diesen Titel verdankt der Biergarten neben den schattenspendenden Kastanien der kühlenden Wirkung der Würm. Besonders dann, wenn die Temperaturen die 30 Grad überschreiten. Der Biergarten bietet seinen Gästen etwa 600 Plätze. Auf der einen Seite erwartet Kinder ein großzügig angelegter Spielplatz mit Klettergerüst und Schaukeln. Spannend sind für die jungen Gäste auch die Mühlbarben in der Biergartenbucht, die gefüttert und gestreichelt werden dürfen. Vorsichtig sollten Eltern aber sein, damit ihre neugierigen Lieben nicht ins Wasser stürzen und pitschnass werden.

Auf der anderen Seite geht es noch ruhiger zu. Dort nehmen viele Stammkunden aus Allach, Ober- und Untermenzing Platz und genießen das sanfte Plätschern des Flusses. Nicht nur die schöne Umgebung wissen die Gäste zu schätzen, sondern auch das vielseitige Angebot an Gerichten. Wer Brotzeit machen möchte, kann etwa Pfefferbeißer (4 Euro das Paar), Biergartenradi (3,50 Euro) oder bayrischen Wurstsalat (6,10 Euro) verzehren. Gegen den großen Hunger gibt es diverse warme Gerichte, unter anderem Mini-Schnitzel mit Pommes, Kartoffelknödel oder Maultaschen mit Kraut. Dazu gibt es wechselnde Tagesangebote.

Am Holzbrett serviert: Eine Portion Spareribs kostet 11,50 Euro, dazu gibt es BBQ-Sauce.

An einem seperaten Stand wird Steckerlfisch angeboten. Kein Grund zur Gram für die feinfühligen Gäste: Die Mühlen-Barben landen nämlich nicht auf dem Grill der „Fisch-Insel“, sondern dürfen sich gefahrlos im von der Würm abgezwackten Streichelbecken tummeln. Der absolute Renner im Biergarten sind die Spareribs (11,50 Euro). Etwa zwölf Tonnen knabbern die Biergarten-Gänger laut dem Biersommelier Robert Kovalek pro Saison. Bei solch einem deftigen Mahl dürfen Erfrischungen nicht fehlen. Und die Seele eines Biergartens ist? Natürlich das Bier. Ausgeschenkt wird Augustiner Hell für 7,80 Euro die Mass, zum selben Preis Paulaner Weißbier. Radler und Russen gibt es in der Insel Mühle auch als Halbe, was besonders die weiblichen Besucher freuen dürfte. Ein bisserl teurer als Bier sind die Saftschorlen. Die gibt es für 4,50 Euro.

Für süße Sünder hält der Biergarten auch was bereit: Am Stand „Süße Insel“ gibt es unter anderem frische Auszogne, Mandeln und Crêpes. Während der großen Turniere kommen auch Fußballbegeisterte in der Insel Mühle zum Zug. Zur Fußball-Europameisterschaft war eine große Leinwand aufgebaut. Wer nicht nur im Biergarten sitzen will, kann an der Würm entlangspazieren oder der Blutenburg einen Besuch abstatten. Abkühlen kann sich der Gast nach seinem Biergartenbesuch im Langwieder See. Auch wenn man sich bei den etwa 4,5 Kilometern Entfernung eher auf eine kleine Wanderung als auf einen längeren Spaziergang einstellen sollte.

Von Hannah Kittel

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