Ein wahrer Gentleman

Mann prellt Zeche in Münchner Bar - sein Brief ist unbezahlbar

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Aus den USA schickte der Zechpreller einen Entschuldigungsbrief mit einer großen Überraschung.

Ein Mann will mit seinen Freunden in der Münchner Bar Zephyr einfach Spaß haben. Als er bemerkt, dass er kein Geld mehr hat, verlässt er die Bar, ohne zu bezahlen. Doch zu Hause plagt ihn sein schlechtes Gewissen. Er schickt der Bar eine Entschuldigung - die alle begeistert.

Die Zeche zu prellen, ist kein Kavaliersdelikt. Schließlich bleibt dann ja der Wirt auf den Kosten sitzen.

Kürzlich allerdings hat ein junger Mann, Charlie W. aus den USA, im Zephyr in der Baaderstraße in München Geburtstag gefeiert, getrunken und Spaß gehabt. Als es dann um das Zahlen der Rechnung ging, merkte er, dass er kein Geld mehr hatte. Auch am Automaten nebenan versuchte er vergebens, Geld abzuheben. Da bekam er Panik.

Was dann passierte, beschreibt Charlie W. in seinen eigenen Worten. In einem Brief an die Zephyr Bar entschuldigt sich der US-Amerikaner auf eine sehr charmante Art. Ein Mitarbeiter der Bar namens Lukas Motejzik postete den Brief auf seiner Facebook-Seite:

"Sehr geehrte Damen und Herren, ich verließ Ihre Bar in der Nacht vom 23. März ohne zu bezahlen. Ich hatte kein Geld bei mir, und meine Karte würde am Geldautomaten nicht funktionieren. Ich geriet in Panik, so dass ich lief weg. Es tut mir sehr leid. Bitte verzeih mir. Eingeschlossen in diesem Brief ist 120 Euro. Sie sollte die 2 Gin Getränke und 6 Schüsse decken, die ich bestellt habe. Ich hoffe, eines Tages zurückzukehren, und ich hoffe, Sie begrüßen mich zurück. Und ich werde Geld beim nächsten Mal bringen! Entschuldigung. Charlie Worsham"

Mitarbeiter Lukas war von dieser Geste so berührt, dass er noch eigene Worte ergänzte: 

"Das klingt jetzt vielleicht ein wenig abgenutzt, aber es ist die Wahrheit: Wir leben in einer Welt aus Nachrichten voll von Menschen, die nicht aufeinander achtgeben. Aber eines Tages schaust du in deinen Briefkasten und erhältst einen Umschlag mit einer Entschuldigung und einem ziemlichen Batzen Geld. Ein ganz großartiger Kerl verließ die Zephyr Bar, ohne die Rechnung zu begleichen, nachdem er eine Gruppe von Leuten zu einigen Shots zu seinem Geburtstag eingeladen hatte. Der Grund dafür war, dass man bei uns nur bar bezahlen kann, und er hatte kein Bargeld mehr. Auch seine Bankkarte funktionierte am Automaten nebenan nicht. Also bekam er Panik und ging einfach. Aber jetzt kommt das Wunderbare: Als er zurück in den USA war - weit weg von München, auf der anderen Seite des Ozeans - fühlte er sich so schuldig, dass er beschloss, an uns eine Karte zu schreiben - auf Deutsch. Um sich zu entschuldigen, schickte er ein wirklich großzügiges Trinkgeld mit. Er hätte es auch einfach auf sich beruhen lassen können - hat er aber nicht. Daher: Charlie, wenn du mal wieder ins Zephyr kommen solltest, bist du herzlich willkommen, und dieses Mal gehen die Drinks auf uns. Danke an einen wahren Gentleman!"

Bleibt zu hoffen, dass die Worte Charlie in den USA erreichen und es zu einem freudigen Wiedersehen kommt.

Der Zechpreller mit dem rührendem Brief ist übrigens ein bekannter Musiker aus den USA.

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