Rezept für Apfel-Meerrettich-Soße

Meerrettich: Scharfe Wunderwaffe und gesunder Genuss

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Hans Hollweck vom Viktualienmarkt schwört auf Meerrettich in der Winterzeit.

München - Schmeckt gut – und ist schön scharf: Meerrettich. Das sollten Sie über die Wurzel wissen! Und wir haben ein schmackhaftes Rezept für eine Apfel-Meerrettich-Soße für Sie.

Er wird als Gemüse oder Gewürz verwendet, ist reich an Mineralien und Vitaminen und eine Wunderwaffe bei Erkältungen! Bei Hans Hollweck auf dem Viktualienmarkt gibt es frischen Meerrettich aus Franken (100 g, 0,80 Euro). Das sollten Sie über die Wurzel wissen:

Gesunde Wurzel

Meerrettich wurde bereits in der Antike als Heilpflanze verwendet. Die Wurzel der Meerrettichpflanze enthält sehr viel Vitamin C, ätherische Öle und durch den antibiotischen Wirkstoff Singrin regt sie den Kreislauf an, belebt die Sinne, stärkt das Immunsystem, aktiviert den Stoffwechsel, fördert die Verdauung und weckt die Lebenskräfte. „Im Winter sollte jeder stets ein Stangerl Meerrettich im Kühlschrank lagern“, empfiehlt Hans Hollweck, Küchenmeister und Sterne­koch, vom Stand Rottler am Viktualienmarkt. Denn die Senföle in der Wurzel wirken antibakteriell und bekämpfen schädliche Krankheitserreger in unserem Körper. Das ist gut gegen Erkältung. Hat es einen schon erwischt, putzt die Schärfe Rachen, Bronchien und Nase frei.

Meerrettich statt Antiobiotika? Die Bäuerin Irene Hamburger in Mitterbuch (Landkreis Erding) mischt seit über zehn Jahren Meerrettich ins Futter ihrer Schweinezucht. Das Ergebnis: Die Schweine sind widerstandsfähiger, erkälten sich weniger, sind lebhafter und gesünder. Hamburger, die das scharfe Wurzelgemüse im eigenen Garten anbaut, ist Heilpraktikerin – für Menschen und Tiere. Sie ist überzeugt: Was ihren Tieren gut tut, das kann auch dem Mensch nicht schaden…

Saison und Herkunft

Die Ernte ist im Herbst, aber da Meerrettich ziemlich frostresistent ist, kann sie bis weit in den Winter hinausgezögert werden. Der Bayerische Meerrettich oder auch Kren genannt ist übrigens EU-weit als geschützte geografische Angabe eingetragen. Das bedeutet, dass er ausschließlich in Bayern angebaut und hergestellt werden darf. Geeignete Böden für Meerrettich sind insbesondere in Mittel- und Oberfranken zu finden.

In der Küche beliebt

Die scharfe Wurzel ist in der Küche sehr beliebt: Mit Meerrettich lassen sich Fleisch, Fisch und Gemüse würzen (siehe auch Rezept rechts). Die Wurzel ist hart, deshalb braucht man eine gute, am besten auch feine Reibe. Beim Reiben werden die gesunden scharfen Senföle freigesetzt. Am besten lagert man Meerrettich draußen in einem Eimer, eingebuddelt mit feuchtem Sand, oder friert ihn ein. Dann aber auf jeden Fall darauf achten, dass er ungereinigt ist, damit er nicht austrocknet.

Apfel-Meerrettich-Soße

Wer sich einmal Apfel-Meerrettich-Soße selbst frisch zubereitet hat, greift nie wieder zu fertigen Produkten. Hier finden Sie ein Rezept, das schnell geht und zu Tafelspitz, Roastbeef, geräucherter Forelle, Lachs und kaltem Braten passt.

Zutaten: 2 Äpfel, 2 EL Apfelsaft, 1 EL Zitronensaft, 50 g Meerrettich, 2 EL Öl, 2 EL Apfelessig, Salz, ­Zucker, 1 Beet Gartenkresse

Zubereitung: Schälen Sie die Äpfel und reiben Sie sie bis zum Kerngehäuse auf einer feinen Haushaltsreibe. Um zu verhindern, dass die geriebenen Äpfel braun werden, mischen Sie sie sofort nach dem Reiben mit Zitronen- und Apfelsaft. Der Meerrettich wird ebenfalls fein gerieben und umgehend mit dem Apfelessig vermischt.

Dann vermengen Sie Apfel- und Meerrettich-Masse gut miteinander und schmecken das Ganze mit Salz und Zucker ab. Abschließend rühren Sie den Apfel-Meerrettich mit dem Öl ab und heben die vom Beet geschnittene Kresse unter. Fertig! Guten Appetit!

Tina Layes

Tina Layes

Tina Layes

E-Mail:Tina.Layes@tz.de

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