Ungesunde Ernährung

Obelix, Garfield und Co.: Comic-Stars sind viel zu dick

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Homes Simpson liebt es, zu essen - aber was sagt sein Körper dazu?

Fast jeder ist mit geliebten Comicfiguren groß geworden. Doch es zeigt sich: Auch sie haben ein Manko. Manche von ihnen sind viel zu dick und ernähren sich überwiegend ungesund.

Bei all der Liebe zu den gezeichneten Helden ist es an der Zeit, sich Sorgen um den ein oder anderen zu machen. Denn der knuddelige, kugelrunde Winnie Puuh, der Donut-liebende Homer Simpson oder Obelix mit seiner Vorliebe für Wildschein - sie haben handfeste Ernährungsprobleme.

Chia-Samen, Goji-Beeren und Macha-Pulver: Diese "Super Foods" sind aktuell sehr gefragt und versprechen Gesundheit und Gewichtsreduktion. Während sich viele Menschen bewusst ernähren, verfolgen ihre Kindheitshelden nach wie vor ihre bisherigen, ungesunden Ernährungsgewohnheiten - mit drastischen Folgen.

Das Portal MeinBauch.net hat zusammen mit Ernährungsexperte Philipp Dötsch die Essgewohnheiten der Comic-Stars genauer untersucht und Tipps für eine gesündere Lebensweise entwickelt.

Homer Simpson: "Nur ein Tortenstück entfernt"

Viele kennen es selbst aus dem Bürojob: Homer Simpson, bekannt aus der Comic-Serie "Die Simpsons", verbringt durch seinen Job als Sicherheitsinspektor des Kernkraftwerks von Springfield seinen Arbeitsalltag überwiegend sitzend. Und auch die Freizeit wird eher in der Horizontalen auf der Couch verbracht, als sich sportlich zu betätigen. Außerdem liebt Homer Simpson Fast Food, Donuts und Duff Bier.

Homer müsse seinen Lebensstil dringend ändern, so der Ernährungsexperte Philipp Dötsch. "Er lebt viel zu ungesund und ist stark diabetesgefährdet." So führe der ständige Verzehr eines Donuts mit 450 Kalorien und 27 Gramm Zucker zu einem sehr hohen Körperfettanteil. Der hohe Blutzuckerwert lässt zudem den Insulinspiegel ansteigen. Die Folge: Eine hohe Diabetesgefahr.

Die Kombination von Bewegungsmangel und schlechter Ernährungsgewohnheiten sorgen schnell für einen ausgeprägten Bierbauch und schlechte gesundheitliche Verfassung. In einer Folge der Simpsons geht Homer auf seine Ernährungsprobleme sogar selbst ein: Er sei "nur ein Tortenstück entfernt, seinen rechten Fuß durch Diabetes zu verlieren", sagt er darin. Und das ist berechtigt: Bei einer Körpergröße von 1,83 Metern wiegt Homer etwa 108 Kilo. Das ergibt einen BMI von 32,2 und macht Homer Simpson zu einem stark übergewichtigen Mann.

 

Obelix: Wildschweinbraten und Ziegenmilch

Der übergewichtige Gallier arbeitet als Hinkelstein-Lieferant - wenn er nicht gerade Römer verprügelt. Zudem ist er der beste Freund von Asterix. Trotz seines Bauchumfangs würde Obelix sich selbst nie als dick bezeichnen - Vorsicht: er wird sogar richtig sauer, wann das jemand zu ihm sagt. Obelix ist zwar körperlich aktiv, allerdings ist seine Ernährung sehr einseitig: Seine Leibspeise ist Wildschweinbraten – dazu trinkt er gerne Ziegenmilch. Ein guter Ansatz: Wildschwein ist im Vergleich zu anderem Schweinefleisch etwas kalorien- und fettärmer, zudem ernährt sich er nach dem Low-Carb-Prinzip, also wenig Kohlenhydrate.

Das Problem dabei: Durch den ungezügelten Wildschweinkonsum nimmt Obelix viel zu viele Kalorien zu sich. "Ein Wildschwein schlägt mit etwa 96.000 Kalorien zu Buche. Das ist mehr als ein Grundumsatz von etwa 2.000 Kalorien am Tag", so der Ernährungsexperte Dötsch. Davon könne eine vierköpfige Familie ungefähr zehn Tage leben. "Sein Bauchfett könnte Obelix durch Ausdauersport verlieren. Krafttraining ist bei Obelix zu vernachlässigen, da er als Kind in den Zaubertrank gefallen ist", meint der Experte.

 

Winnie Puuh: Dicker Bauch durch zu viel Honig

Mit seinen Freunden erlebt Winnie Puuh regelmäßig spannende Abenteuer. Dabei besonders wichtig: Ein großer Topf Honig. Was Winnie Puuh wohl nicht weiter stört: 100 Gramm Honig enthalten über 300 Kilokalorien und stolze 82 Gramm Zucker. Winnies fülliger Bauch kommt also nicht von ungefähr. "Als Hauptnahrungsmittel eignet sich Honig natürlich nicht – auch nicht für hungrige Bären", so Dötsch. "Zwar haben Bären ohnehin einen stämmigen Körperbau, doch könnte Winnie Puuh mit einer etwas gesünderen Ernährung auch ein paar Pfunde schlanker sein. Ich rate ihm dringend dazu, seinen Honigkonsum einzuschränken, da der viele Zucker selbst für einen Bären auf Dauer nicht gesund ist."

Ähnlich wie Zucker lasse Honig den Insulinspiegel ansteigen. "Über verschiedene Waldbeeren und Lachs frisch aus dem Fluss könnte er wichtige Nährstoffe aufnehmen, die wirklich sättigen", rät Dötsch. "Außerdem sollte er unbedingt Kräftigungsübungen machen, die ihm zu einer besseren Körperhaltung und mehr Ausdauer beim Klettern verhelfen."

 

Garfield: "Orangefarbener Speckkloß mit Streifen"

Der bekannte Kater liebt zwei Dinge ganz besonders: Schlafen und Lasagne. Was er dagegen gar nicht mag, sind Montage. So weit, so nachvollziehbar. Was Garfield jedoch auch wenig leiden kann, ist Bewegung. Während der Kater sein Gewichtsproblem verdrängt, erfasst sein Besitzer Jon dieses ganz gut, indem er ihn als "orangefarbenen Speckkloß mit Streifen" bezeichnet.

"Eine Portion Lasagne schlägt mit ganzen 500 Kalorien zu Buche, das ist wahrlich eine Kalorienbombe", so Dötsch. Durch seine geringe Bewegung und die einseitige Ernährung sei es nicht verwunderlich, dass Garfield Gewichtsprobleme habe. "Ich würde ihm zu einem ausgeglichenen Speiseplan mit Fisch und Gemüse sowie täglicher Bewegung raten. Mit gezielten Übungen kann Garfield seine Sprungkraft verbessern - was für Katzen unerlässlich ist."

 

Popeye: Mehr Schlägereien durch übermäßigen Spinatkonsum

Der Seemann mit der Pfeife im Mundwinkel ist für seinen hohen Spinatkonsum bekannt. Durch ihn bezieht er auch seine enorme Kraft für seine zahllosen Prügeleien. Spinat enthält tatsächlich den Stoff Beta Ecdysteron, der den Muskelaufbau fördert. Viele Sportler und Bodybuilder schwören darauf. Spinat ist zudem sehr gesund und enthält nur wenige Kalorien. Ernährungsexperte Philipp Dötsch rät nicht unbedingt zu einer Einschränkung des Spinat-Konsums: "Popeye sollte allerdings auf eine ausgewogene Ernährung achten. Um die Kraft seiner Unterarme zu unterstützen, sollte er auch seine Oberarmmuskulatur fördern. Eine optimale Kraftverteilung erreicht er durch Bizeps-, Trizeps- und Schulterübungen."

Der Glaube an den hohen Eisengehalt in Spinat geht allerdings auf eine falsche Schlussfolgerung zurück: Der Wert wurde zwar richtig bestimmt, doch bezogen sich die Angaben auf 100 Gramm getrockneten Spinat. Später wurde der Eisenwert auf frischen Spinat übertragen, der aber wegen seines hohen Wassergehalts wesentlich schwerer ist. 100 Gramm frischer Spinat enthalten daher "nur" etwa 3,5 Milligramm Eisen.

 

Von Simona Asam

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