Gutscheine in der Zeitung

In diesen Innenstadt-Restaurants kriegen Sie mit der tz Rabatt

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Eine große Gaudi: Mägde und Knechte servieren das Schlemmermahl in der Welser-Kuche im Feldherrnkeller, gekocht und gespeist wird wie vor 450 Jahren

München - In der neuen Genuss-Serie stellt die tz täglich fünf Gasthäuser in der Innenstadt Münchens vor - und in denen winkt für die Leser ein Rabatt.

Leben und leben lassen ist einer dieser Münchner Sprüche. Und zum guten Leben gehört nun mal, gerade bei uns, ein ordentliches Essen – von der zünftigen Brotzeit bis zum erlesenen Menü. Das geht am Morgen los: In der Früh gibt’s für die Eiligen einen guten Kaffee und eine frische Auszogne auf die Hand. Wer Muße hat, sucht sich einen Platz in den Cafés am Marienplatz für ein ausgedehntes Frühstück. Lieber süß, kontinental, gesund oder bayerisch? In München ist alles da. Sie starten beispielsweise mit Weißwurst und Weißbier im Franziskaner in der Residenzstraße. Mittags gibt es vielleicht einen Flammkuchen in der Pfälzer Residenz Weinstube oder gar einen Saumagen. Oder Sie schlemmen sich im Brenner mit Spezialitäten vom Grill durch. Am Nachmittag locken herzhafte Brotzeiten wie Nürnberger Rostbratwürste oder einem Orangen-Ingwer-Strudel in Schuhbecks Orlando. Und am Abend? Da lärmt es fröhlich aus den Münchner Wirtschaften. Man tafelt beim rustikalen Mittelaltermahl in der Welser-Kuche im Feldherrnkeller.

Klingt gut, gell? Das Besondere an unserer Gastronomie ist ihre Vielseitigkeit. Und weil München ja auch nicht gerade das billigste Pflaster ist, laden Sie die tz und 30 Münchner Innenstadtwirte in der kommenden Woche ein, jeden Tag nach Lust und Laune zu genießen und dabei Geld zu sparen. Denn ab Samstag stellen wir jeden Tag fünf Gasthäuser in der Innenstadt vor. Für jedes Lokal gibt es einen 5-Euro-Gutschein in der Zeitung, den Sie Ihrer Rechnung beilegen können – gültig bis zum 4. April. Pro Person kann nur ein Gutschein eingelöst werden. Es gelten nur die in der tz gedruckten Gutscheine (E-Paper ist ausgeschlossen).

1. Welser-Kuche im Feldherrnkeller: Hier schlemmen Sie wie im Mittelalter

Das gibt’s kein zweites Mal in München: Beim mittelalterlichen Schlemmermahl in der Welser-Kuche im Feldherrnkeller genießt man an einer großen Tafel ein opulentes Menü mit Honig-Met im Kuhhorn, Geflügelpastete in Pflaumensoße oder andere Vorspeisen wie Fladenbrot mit Griebenschmalz. Bei den Hauptspeisen wird’s deftig: Hochrippe aus der Salzkruste, dazu Schupfnudeln oder Kalbshaxe mit Eierspätzle und gemischtem Gemüse. Der Hirsch wird mit Spätzle, Blaukraut und Dunstäpfeln serviert. Zum Spanferkel gibt es einen Serviettenknödl, Schwarzwurzeln und Weißkraut.

Gekocht wird wie vor 450 Jahren nach alten Rezepten der Augsburger Patriziertochter Philippine Welser. Für Stimmung während der Gaumen-Gaudi sorgen Gaukler und Musikanten. Die Mägde und Knechte der Welser-Kuche (anderswo Service geheißen) wachen zudem mit viel Charme und Witz darüber, dass sich die Tischgesellschaft ja auch an die mittelalterlichen Sitten und Gebräuche hält.

Wer sich etwa egoistisch verhält und seinen Becher zu oft alleine hebt, ohne mit seinen Tischnachbarn anzustoßen, muss womöglich in die Schandgeige …

Der Gast kann in der Welser-Kuche zwischen einem kleinen (sechs Gänge, 44,50 Euro) und einem großen Welser Mahl (zehn Gänge, 49,50 Euro) wählen. Kinder bis 10 Jahren sind frei, bis 14 Jahre zahlen sie den halben Preis.

Reservierungen sind unbedingt notwendig unter: info@welser-kuche.de.  Telefonisch können Sie unter 08231 / 96 11 0 und 089/29 65 65 reservieren. Weitere Infos gibt’s unter www.welser-kuche.de

Welser-Kuche im Feldherrnkeller, Residenzstraße 27, täglich 19 bis 24 Uhr, Telefon: 089/29 65 65

2. Franziskaner: Moderne Traditionen

Als Christoph Kolumbus 1492 Amerika entdeckte, stand der Franziskaner schon längst fest verwurzelt im Herzen Münchens. Und das in heilig-guter Nachbarschaft zum Franziskanerkloster, das bis 1805 auf dem Platz vor dem heutigen Nationaltheater stand. Das Franziskaner wurde 1363 gegründet und ist damit die älteste Traditionsgaststätte der Stadt.

Weder Kriege noch Inflation, Bombenschäden und die folgende Betriebsunterbrechung (1944 bis 1950) konnte der Beliebtheit der Wirtschaft bei den Münchnern etwas anhaben.

Genau seit April 1966 regiert im Franziskaner die Familie Reinbold. Eduard Reinbold und seine Söhne Ludwig und Mathias (30, Foto), die heutigen Chefs, sorgen mit rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der 25-köpfigen Küchenbrigade für das leibliche Wohl der Gäste.

Weißwurst-Oase: Im Franziskaner lassen sich die Gäste gern Traditionelles schmecken.

Die gelungene Mischung verschiedener Stile hat das Franziskaner zu einem Treffpunkt für Kenner gehobener Küche, für lokale und internationale Prominenz, Geschäftsleute und Liebhaber einer gepflegten Brotzeit gemacht. Und natürlich Opern-Besucher, die nach der Aufführung hier einkehren.

Neben dem berühmten Franziskaner Weißbier (5,10 Euro der halbe Liter), dem Hellen von Löwenbräu (4,80 Euro) sind vor allem die hausgemachten Weißwürste (3,40 pro Stück) und der Franziskaner Senf sowie das Spanferkel (19,70 Euro, geschnitten aus der Hochrippe) als Spezialität des Hauses bekannt. Mittags gibt es stets ein täglich wechselndes Gericht wie Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat und Bratensoße für 6,90 Euro.

Zum Franziskaner, Residenzstr. 9, täglich bis 24 Uhr, Telefon: 089/23 18 120

3. Pfälzer Weinstube: Ein Stückchen Pfalz in der Residenz

Als der Landesverband der Pfälzer in Bayern im Jahr 1950 im Einsäulensaal der Residenz die Weinstube eröffnete, ging es um nichts Geringeres als die Rückgliederung der Pfalz an Bayern. Münchner Exil-Pfälzer sollten mit Pfälzer Schmankerln für das Volksbegehren 1956 in der Pfalz auf Linie gebracht werden. Zwar scheiterte das Volksbegehren trotzdem, aber inzwischen hatten die Münchner trotzdem Gefallen gefunden an der „Resi“, wie Stammgäste die Pfälzer Residenz Weinstube nennen. „Mittlerweile ist es das größte Weinlokal Deutschlands“, sagt Ursula Männle, die als Landesverbandsvorsitzende zugleich die Wirtin der Resi ist.

Beste Lage: Der Eingang in die Pfälzer Weinstube liegt direkt in der Residenz.

60.000 Flaschen lagern in den Kellergewölben, dem ältesten Teil der Residenz. Ein wahrlich königliches Ambiente umfängt den Gast im meterhohen Viersäulensaal der Pfälzer Residenz Weinstube. Das Lokal ist aber vor allem für seine preiswerten und guten Weine bekannt, die freilich alle aus der Pfalz stammen und hervorragend zu den bodenständigen kulinarischen Spezialitäten der Region passen, die man hier serviert: Flammkuchen (8,90 Euro), Saumagen (gebraten oder gebrüht, mit Sauerkraut, 7,90 Euro) oder die zahlreichen Wurstspezialitäten (ein Paar Cervelat, 8 Euro) schmecken dem internationalen Publikum. Auch die Mittagsangebote bis 15 Uhr haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zum Beispiel gibt’s den kleinen Schweinebraten mit Blaukraut und Kartoffelknödel für 6,20 Euro.

Pfälzer Residenz Weinstube, Residenzstraße 1, täglich 10 bis 0.30 Uhr, Telefon: 089/22 56 28

4. Brenner Restaurant: International und spannend

„Ein Lokal mit einem großstädtischen Flair und einem sehr spannenden, internationalen Publikum“, so beschreibt Rudi Kull, Wirt vom Brenner, seinen Laden. Vor allem die Münchner Medien- und Geschäftswelt ist hier gern zu Gast. Gekonnt und mit viel Sinn für Details wurde hier die Architektur der alten höfischen Pferdehalle mit lichtdurchfluteten modernen Elementen verbunden.

Großstädtisch: Das Restaurant Brenner befindet sich in den Maximilianhöfen

Das Brenner ist unterteilt in die Bereiche Bar, Pasta und das Herzstück, der Grill. An diesem wird das Fleisch (zum Beispiel Entrecote vom argent­inischen Black Angus, 280 g, 21,50 Euro) und der Fisch (zum Beispiel Seezunge aus dem Nordatlantik, 29,50 Euro, circa 450 g) pur – ohne Würzmischung oder Marinade, dafür mit Zitrone, Olivenöl, etwas Meersalz, schonend über Buchenholzkohle gegrillt. Und wer gar das Glück hat, einmal einen Sommerabend unter den Olivenbäumen auf der Terrasse des Brenner zu verbringen, zweifelt nie mehr daran, dass München wirklich die nördlichste Stadt Italiens ist. Mittags werden täglich verschiedene Tagesspezialitäten mit einem kleinen Salat und hausgemachtem Brot für 11, 90 Euro serviert.

Der vielseitige Gastronom Rudi Kull (47) holte sogar die Goldene Palme nach München: Der Leaders Club hat Rudi Kull für seine Grill Pasta Bar – Brenner mit dem Award für das innovativste neue Gastro-Konzept ausgezeichnet.

Brenner Restaurant, Maximilianstr. 15, Küche 11.30 bis 23.30 Uhr, Telefon: 089/45 22 880

5. Schuhbeck’s Orlando: Ein schöner Platz am Platzl

Seit mehr als hundert Jahren wird im Orlandohaus am Platzl gegessen und getrunken, geratscht und getratscht. Seit 2007 führt Bayerns wohl bekanntester Koch, Alfons Schuhbeck (66), diese Tradition mit seinem Orlando fort. Goldstuck an den mächtigen Deckenbögen, opulente Kronleuchter, Marmorfußböden, die lebendige Terrasse – in Schuhbecks Orlando erlebt man noch immer die Wirts- und Kaffeehauskultur vergangener Zeiten. Die Gäste sitzen in der Sonne bei einem Platzl Sprizz (Prosecco, Holundersirup, Soda Minze, 7,50 Euro) und schauen dem bunten Treiben aufm Platzl zu. Zum Beispiel den Chinesen, Amerikanern und Russen, die in Massen in das benachbarte Hofbräuhaus strömen.

Ein schöner Platz am Platzl: Schuhbecks Orlando.

Zu essen gibt’s in Schuhbecks Orlando internationale Küche – etwa Schuhbecks Currywurst (mit hausgemachtem Ketchup und Pommes, 9,90 Euro) für den kleineren Hunger oder das Böfflamott – in Rotwein geschmortes Rind und rosa Kalbsfilet mit Rahmwirsing und getrüffelter Kartoffelterrine (20,90 Euro), wenn es etwas festlicher sein darf. Am Nachmittag locken dann die köstlichen Kuchen aus der hauseigenen Patisserie und auch das Eis (eine Kugel kostet 2 Euro) wird – wie es sich für ein Lokal von Alfons Schuhbeck gehört – natürlich selbst gemacht.

Schuhbecks Orlando, Platzl 4, täglich von 9 bis 24 Uhr, Telefon: 089/21 66 90 330

Tina Layes

Tina Layes

Tina Layes

E-Mail:Tina.Layes@tz.de

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