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Smoothies: Ideale Resteverwerter

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Fast jedes frische Obst und Gemüse eignet sich dafür, püriert zu werden. Selber machen ist sehr viel billiger als fertig kaufen. Außerdem fällt der Plastikflaschen-Müll weg.

Der Begriff Smoothie stammt aus dem Englischen. „Smooth“ heißt so viel wie fein, gleichmäßig, sämig. Käufer der verlängerten Obst- und Gemüsebreie scheinen den schnellen Schluck zu schätzen, vielleicht auch nur, um innerhalb von Sekunden das Gewissen zu beruhigen.

Das Smoothie-Geschäft boomt. Doch Vorsicht: Noch gibt es keine rechtlichen Bestimmungen über die Inhaltsstoffe und das Erhitzungsverfahren von Smoothies.

Das Produkt kann durchaus nur aus Saft oder Saftkonzentraten bestehen. In dieser Form unterscheidet es sich inhaltlich kaum von gewöhnlichen Fruchtsäften. Ein sogenanntes Ganzfruchtgetränk klingt nach mehr, aber hier wird die Frucht von der gehaltvollen Schale befreit und entkernt, püriert und mit Wasser, Säften, Konzentraten oder Fruchtstücken vermengt. Als Basis dient meist Banane, die dem Gemisch eine cremige Konsistenz verleiht. Haltbar wird das Ganze meistens durch Erhitzen. Das dient der Konservierung und dem Abtöten möglicher Keime. Doch die Vitamine leiden. Auch Zucker als Zusatz ist möglich. Was der Hersteller verwendet, muss er auflisten. Wie immer lohnt auch hier ein Blick auf die Zutatenliste. Letztlich belasten die Kunststoffflaschen die Ökobilanz negativ. Mit Preisen von 35 bis 75 Cent pro 100 Milliliter ist das Fertigprodukt meist teurer als Frischware.

Smoothies: Gesund und lecker

Die Vorteile von grünen oder bunten Mixturen liegt darin, auf einfachem Wege eine große Menge Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Das heißt aber nicht, dass der Körper die enthaltenen Vitamine auch gänzlich aufnehmen kann. Einige Vitamine werden durch Proteine im Körper transportiert. Kommen zu viele gleichzeitig an, können sie möglicherweise nicht alle weitergeleitet werden. Überschüssiges wird dann ausgeschieden. Und unser Organismus ist durchaus in der Lage die Nährstoffe aus groben Obst- und Gemüsestücken optimal aufzunehmen. Dazu bringt das Frische meist mehr Sättigung bei weniger Kalorien.

Ideal ist es, wenn frisches Obst und/oder Gemüse der Saison, auch Gemüseblätter und Stiele sowie frische Kräuter und Salat entsprechend vorbereitet, aber möglichst mit „Haut und Haaren“ gemixt werden. Viele sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe liegen nahezu ausschließlich in und direkt unter der Schale. Fast alle Früchte und Gemüsesorten eignen sich zur kreativen Kombination. Ist der Mixer stark genug, schafft er sogar Karottenstücke und Fenchel. Lediglich Bananen, Ananas und grüne Kiwis sollten geschält werden. Gelbe Kiwis haben eine ganz feine Haut, die leicht mitessbar ist. Bananen sorgen für Süße und Sämigkeit, etwas Zitronensaft bringt noch mehr Vitamin C und erhält die frische Farbe. Ein Tropfen hochwertiges Pflanzenöl, ein Schuss Milch oder ein paar Löffel Naturjoghurt garantieren die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine. Einmal in Pürierlaune, lässt sich das Zuviel portionsweiße einfrieren und später pur löffeln, mit Saft oder Milch verlängern, unter Joghurt oder Quark rühren oder als Eis essen.

Würziger Smoothie

(2 Personen)

Zwei Selleriestangen in Stücken, eine Birne, eine kleine Banane, ein Stück Ingwer, eine halbe Avocado geschält, grob gewürfelt, Saft einer halben Zitrone, fünf Blättchen Basilikum, zwei Tropfen Rapsöl, eiskaltes Wasser

Alle Zutaten mixen, mit Wasser auffüllen und auf zwei Gläser verteilen.

Gehaltvoll und cremig: Im weißen Smoothie ist Fett erlaubt

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