Food-Reise

Thai, Italienisch, Spanisch: Die beliebtesten Küchen der Welt

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Pizza ist vielseitig und gibt es mit vielen Belägen - ganz nach Gusto.

Pizza, Pasta, Tapas – oder lieber Sushi? Wer gerne essen geht, der hat meist die Qual der Wahl. Letztlich geht man doch zum Italiener um die Ecke. Die Redaktion stellt Ihnen hier die beliebtesten Speisen der Welt vor.

Heutzutage hat man eine große Auswahl an internationalem Essen. Da gibt es den Lieblings-Italiener um die Ecke, das All-you-can-eat-Sushi-Restaurant drei Straßen weiter oder die edle Tapas-Bar in der Innenstadt: Während der eine jeden Abend Pizza essen könnte, mag es der andere lieber gemütlich und geht in die nächste Burgerbude.

Pizza, Paste e Amore

Eingelegtes Gemüse, Schinken und Oliven: Tapas ist für Feinschmecker und diejenige, die kleine Portionen bevorzugen.

Italien gehört zu den liebsten Urlaubsländern der Deutschen. Laut einer Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen unter 4000 Bundesbürgern, fahren etwa 17 Prozent gerne in den Mittelmeerstaat. Auch das gute Essen hat es uns angetan. Pizza, Pasta, Gnocchi und als Dessert Tiramisu oder das leckere Gelato – jedes Mal, wenn man in eines der italienischen Ristorante geht und den Gitarren-Klängen lauscht, kommt wieder Urlaubsfeeling auf. Doch was kaum einer weiß: Heute beanspruchen zwar die Einwohner Neapels die Erfindung der Pizza für sich, doch Fladenbrote, die urspünglichste Form der Pizza, war schon lange vorher im Vorderen Orient bekannt. Bereits die Etrusker haben laut OverBlog.de 800 vor Christus angeblich Fladenbrot auf heißem Stein gebacken und diesen dann mit Zutaten belegt. Die im Süden Italiens wohnenden Griechen hatten erstmals die Idee, den Teig vor dem Backen zu belegen und als Hauptspeise zu servieren.

In Italien wie auch in Spanien ist es üblich, vor dem Hauptgang eine kleine Vorspeise zu essen. Während sie in Ersterem als Antipasti bezeichnet werden, heißen sie auf Spanisch hingegen Tapas (zu deutsch „Deckel“ oder „Abdeckung“). Diese Häppchen werden in Spanien üblicherweise in Tapas-Bars, oder auch Bodegas genannt, im Stehen verzehrt. Eingelegte Auberginen und Artischocken, Chorizo (=eine feurige Salami) und Aceitunas (=Oliven) und Gambas (=Garnelen) in Olivenöl - meist wird der ganze Tisch mit den kleinen Schälchen voller Köstlichkeiten eingedeckt und dazu ein kräftiger Rotwein wie Rioja serviert. Wer schon einmal beim Spanier essen war, weiß: Das temperamentvolle Völkchen kocht nur allzu gern mit viel Öl. Ein international bekanntes und beliebtes Reste-Essen stellt in Spanien die Paella dar: Fleisch, Meeresfrüchte, Reis und Gemüse wird alles in eine Pfanne zusammengeworfen und mit Safran und anderen Gewürzen kräftig gewürzt. Buen provecho!

US-amerikanische Küche: XXL-Versuchungen

Die US-amerikanische Küche hat dagegen seine eigenen Klassiker, die auch international schon Berühmtheit erlangt haben, wie Pfannkuchen mit Erdnussbutter, New York Cheesecake oder XXL-Burger. Kein Wunder, dass viele Urlauber mit ein paar Kilo mehr auf den Hüften in die Heimat zurückkehren. Fastfood-Ketten reihen sich in den Straßen nacheinander – und überdimensionale Portionen werden meist billiger angeboten als die kleineren Menüs. Der US-amerikanische Dokumentarfilmer Morgan Spurlock hat 2004 einen Film mit dem Titel "Super Size Me" darüber gedreht. Darin zeigte er in einem Selbstexperiment auf - in dem er 30 Tage lang nur Fastfood aß und rasant zunahm – wie die US-amerikanische Esskultur für das steigende Übergewicht der Bevölkerung verantwortlich ist. Auch bei uns ist US-amerikanisches Fastfood wie Burger, Pommes, Cola & Co. schon längst angekommen. Doch allmählich findet sogar ein Umdenken bei den Ketten statt. So bietet beispielweise McDonald’s seit neuestem fair angebauten Kaffee, Bio-Milch und sogar Burger-Fleisch von glücklichen Rindern an.

Wie Gott in Frankreich speisen

So tierfreundlich geht es bei den Franzosen nicht immer zu. Nicht jeder ist wohl von den berühmt-berüchtigten „Delikatessen“ der französischen Küche begeistert: Froschschenkel, Weinbergschnecken oder die ethisch umstrittene Gänsestopfleber sind nicht jedermanns Geschmack. Doch Baguette, Crèpes und viel Käse – das ist ohnehin meist das Erste, was einem spontan einfällt, wenn man an Frankreich denkt. Mit seiner Vielzahl an Gewürzen und teils exotischen Gerichten gehört die französische Küche zu einer der besten und beliebtesten der ganzen Welt. So ist es auch kein Wunder, dass es laut restaurant-ranglisten.de bereits 28 Restaurants in Frankreich gibt, die mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet sind. Im Vergleich: In Deutschland sind es elf Spitzen-Gastronomien. Doch Essen gehen in Frankreich ist nicht gerade billig. Besonders für Studenten gehen beliebte Städte wie Paris ganz schön ins Geld. Wer allerdings nach einem Sightseeing-Tag rechtzeitig einkehrt, der kann sich ziemlich günstig ein Abend-Menü, auch genannt „formule“, in eines der zahlreichen kleineren Restaurants der französischen Hauptstadt zusammenstellen. Man hat schließlich die Wahl zwischen Vorspeise und Hauptgang oder Hauptgang und Dessert.

Bei Sushi ist auf frische Qualität zu achten - schließlich besteht bei rohem Fisch Salmonellengefahr.

In der indischen Küche dagegen duftet es – in kaum einer Kochkunst der Welt gibt es so viele Gewürze, die die Gerichte dominieren. Eines der bekannteren Gerichte ist Curry. Egal, ob veganes, Hühnchen oder Fischcurry – man nehme einfach gekochten Reis, Kokosmilch oder Joghurt, Curry-Gewürz, viel Gemüse und die jeweilige Hauptzutat. Exotische Obstsorten wie Mango, überbacken als Dessert oder als Smoothie mit Joghurt (=Lassi), versüßen den Hauptgang. Besser ist es allerdings, die Karte genau zu studieren: Indisches Essen ist oft sehr fettig oder sehr scharf gewürzt – wer das nicht verträgt, fragt einfach nach einer weniger scharfen Variante.

Asiatisch kulinarisch: Von der Rolle

Die asiatische Küche ist sehr vielseitig - doch eines haben sie alle gemeinsam: Die Liebe zu Fisch und Reis. In Japan ist daraus Sushi (zu deutsch „sauer schmeckend“) entstanden. Die kalorienarmen Rollen aus Algenblättern, rohem Fisch und klebrigem Reis sind bei den Hollywood-Promis sehr beliebt wegen der hohen Dichte an gesunden Omega-3-Fetten und Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Eisen. Allerdings besteht wegen des rohen Fischs Salmonellengefahr, weshalb der Fisch bei der Herstellung stets frisch zubereitet werden muss, warnt das Fisch-Informationszentrum (FIZ) in Hamburg. Wer allerdings Vegetarier ist, kann sich an Sushi mit Frischkäse oder frittiertem Ei versuchen. Es gibt verschiedene Wickelarten – und die hergestellten Rollen haben unterschiedliche Namen wie Maki, Nigiri oder (ohne Reis) Sashimi. Ein interessanter Nebenfakt: Wer schon immer mal wissen wollte, wie man die leckeren Seetang-Rollen traditionell herstellt, der muss erst mal bei einem Sushi-Meister in die Lehre gehen. Und viel Zeit mitbringen: Laut Foodblogger Lars Westerhausen dauert die Ausbildung zum Sushi-Koch etwa zehn Jahre, drei davon werden allein zum richtigen Reiskochen aufgewandt. Der Grund: Reis wird oft als Grundzutat in asiatischen Gerichten verwendet.

Statt Reis sind in der thailändischen Küche zudem auch einzelne Gerichte mit Reisnudeln oder Glasnudeln zubereitet. Viele der Speisen sind sehr scharf und/oder basieren auf Suppen und Eintöpfen. Als weitere Zutaten dienen verschiedene Soßen aus Fisch oder sogar Erdnüssen. Doch auch hier sollte man besser vorsichtig die angebotene Speise probieren – der Schärfegrad ist oftmals nicht ohne. Dennoch ist die thailändische Küche sehr abwechslungsreich und für Neugierige ein ungewöhnlicher Gaumenschmaus.

Von Jasmin Pospiech

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