Für Münchner Suppenliebhaber

Urban/Soup: Hochwertiges Fastfood in Suppenform

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Im Frühjahr 2015 entstand sie, die Idee zu Urban/Soup. Zwei der Gründer des neuen Münchner Suppenladens, Tim Maiwald und Daniel Schmel, im Interview.

Der Wunsch, die Welt - wenn auch nur teilweise - von ungesunder Ernährung zu befreien und eine köstliche Alternative zu bieten, die einem Energie für das schnelle Großstadtleben gibt. Das ist die Vision von Urban/Soup: Frische, gesunde und nachhaltig produzierte Suppen für ein eindrucksvolles Kundenerlebnis.

Die Gründer von Urban/Soup im Interview

Seit wann gibt es Urbansoup, wann war die Eröffnung?

Die Gründer von Urban/Soup: Tim Maiwald, Daniel Schmel und Michael Schmel 

Tim Maiwald: Die Idee entwickelte sich im Frühjahr 2015. Ich selbst war es, der sich die Grundzüge von Urban/Soup ausgesponnen hat. Gelangweilt vom aktuellen Fastfood-Angebot und getrieben von schlechter Presse rund um die Qualität bekannter Fastfood-Ketten entwickelte sich der starke Wunsch nach gesundem, zeitgemäßem und qualitativ hochwertigem Fastfood. Da ich seit vier Jahren Marketing studiere und mich hierbei sehr auf Markenmanagement konzentriere, war die Marke Urban/Soup geboren.

Daniel Schmel: Dann kam der Beginn vom professionellen Arbeiten am Konzept. Nach kurzer Anfangsskepsis konnte Tim mich von Urban/Soup begeistern und wir setzten uns gemeinsam unser erstes Ziel: Die Eröffnung einer Location in der Münchner Innenstadt. Eine intensive Konzept- und Entwicklungsphase, zwei weitere "ins Boot geholte" Mitgründer und viele durchzechte Nächte später, hatten wir ein durchdachtes, systemgastronomisches Konzept und konnten Mitte November 2015 mit unserem ersten Concept Store im Herzen Münchens an den Start gehen.

Und wie lange hat die Entwicklungsphase konkret bis zur Eröffnung gedauert?

Urbansoup
Rumfordstr. 7
80469 München

Web: www.urbansoup.de
Öffnungszeiten: Mo. bis So., 12:00 bis 22:00 Uhr

Maiwald: Ich arbeitete zu Beginn sehr designfixiert an Urban/Soup. Die groben Grundzüge der Idee standen sehr schnell: Untergrund-Stores, aus denen die Biker starten, und Suppen in der ganzen Stadt an Hungrige verteilen. Knapp zwei Monate später sah die Idee nicht mehr nur nach einem bloßen Traum aus, sondern nach etwas wirklich Umsetzbarem. Gemeinsam mit Daniel konnte ich daraus ein schönes Konzept bauen. Während ich nämlich von uns der kreative Träumer bin, ist Daniel derjenige, der hinterfragt, der konzeptionell denkt, der gute Argumente braucht, um sich überzeugen zu lassen - und nicht nur schicke Zeichnungen von Personen, die Suppen aus Zylinderflaschen trinken. Er durchblickt die Finanzen, versteht komplexe Zusammenhänge und vollendet meine Visionen mit passenden Strategien. Ich halte sehr viel von seinem Einsatz.

Schmel: Und ich wiederum von Tims Einsatz. Diese Symbiose ist genau das, was uns als gutes Team ausmacht. Um unser theoretisches Konzept mit Knowhow und Manpower zu stärken, haben wir uns nach knapp vier Monaten unsere jeweils älteren Brüder mit ins Boot geholt. Robert Maiwald, Tims Bruder, ist ein Gourmetkoch aus der Schweiz und für die ausgefallenen Rezepte verantwortlich. Und Michael, mein Bruder. Er ist in der Hotelgastronomie aufgewachsen und der "Umsetzer" im Team, der uns bei allen operativen Fragen den Rücken frei hält. Wir vier haben insgesamt acht Monate gebraucht, um die Idee Urban/Soup mit Leben zu füllen und unser erstes Baby in München zu starten.

Zwei Geschwisterpaare – Kann das nicht auch schwierig werden?

Schmel: Nein, niemals. Manchmal. Na okay, es ist immer eine große Herausforderung! Wir lernen von Tag zu Tag dazu. Wichtig ist immer, dass man Persönliches mit Betrieblichem nicht vermischt und klare Grenzen zieht. Wir lernen gegenseitig voneinander und gerade die komplett verschiedenen Ansichten sind meistens ausschlaggebend, damit wir uns weiterentwickeln.

Maiwald: Daraus entstehen sachliche, zielorientierte Gespräche. Nachts beim Gin dann schon auch mal kreative, emotionale und persönliche Diskussionen. Wir pushen uns gegenseitig. Wir reflektieren oft gemeinsam. Und wir respektieren die verschiedenen Meinungen im Team.

Auf jede Erstbestellung über Deliveroo gibt's bei uns 10€ (!!!) mit dem Code: URBANSOUP.

Posted by Urban/Soup on Mittwoch, 16. März 2016

 

Gibt es bei Urban/Soup noch mehr als nur Suppen, was Euer Angebot von anderen Suppenläden absetzt?

Maiwald: Der Style. Die Atmosphäre. Das Gefühl. Passende Beats und hippe Leute. Und einen Apfel als gesunden und leckeren Nachtisch, frisch vom Viktualienmarkt. Unsere Kernkompetenz ist die Suppe im Glas. Das indiziert unser Name Urban/Soup. So wird es auch bleiben. Ein Burgerladen sollte Burger anbieten. Ein Sushiladen Sushi. Viel zu oft sind wir doch mit komplexen Speisekarten konfrontiert und fragen uns, warum zum Teufel man bei manchen Asiaten von Sushi über Pizza bis hin zur gebackenen Ente alles bekommen kann. Das ist nicht authentisch. Wir haben maximal acht unterschiedliche Suppen gleichzeitig im Angebot, aufgeteilt in drei Kategorien. Urban, Premium und Exclusive. That's it.

Bieten Sie auch Catering an?

Schmel: Wir waren bisher auf Betriebsfeiern, Abendevents und sogar einmal auf einer großen Babyparty. Außerdem haben wir zunehmend mehr Mittagslieferungen für Büros und Kindergärten. Momentan erarbeiten wir ein Konzept speziell für Businesskunden, damit wir noch mehr Menschen mit gesundem Essen versorgen können. Dabei wird der Bestellprozess sehr einfach sein, wir liefern auf Termin und im Büro fällt nichts an dreckigem Geschirr an.

Was kann man bei Euch denn so essen?

Maiwald: Die leckersten Suppen der ganzen Welt. Als ganze Mahlzeit inklusive einem Krustenbrötchen. Immer frisch zubereitet, warm und direkt verzehrfertig im Glas. Perfekt also, um die Suppe z.B. an den Gärtnerplatz mitzunehmen und in der Sonne zu trinken. Noch viel besser: Wir bieten die Möglichkeit, dass bei uns per Whatsapp bestellt wird. Wer also gemütlich an der Isar liegt, sendet uns seinen Standort und nach nur kurzer Zeit bringt einer unserer Fahrradkuriere leckere Süppchen vorbei. Im Moment bieten wir lediglich eine Größe an: Die 550ml Version. Im nächsten Monat kommt noch eine 380ml Version dazu, für den kleineren Hunger.

Haben Sie auch einen "Klassiker" oder "Bestseller", der das Konzept von Urban/Soup besonders gut verkörpert?

Maiwald: Absoluter Bestseller ist der Apfel. Rein statistisch. Immerhin geht mit jeder Suppe, egal welcher, ein Apfel aus dem Laden. Somit verlässt kein anderes Produkt öfter den Laden als die runde, fest-fleischige, aromatisch schmeckende Frucht mit Kerngehäuse. (lacht) Spaß beseite. Wir sind sehr stolz auf unsere derzeitigen Premiumsuppen, den Himalyan Dhal, die Tom’s Tasty Chorizo Sensation und die Shiny Shrimp. Alle drei leisten sich ein rasantes Kopf an Kopf Rennen. Ein absoluter Klassiker und gar nicht mehr wegzudenken ist aber die Smoky Vienna: Eine sehr gehaltvolle Kartoffelsuppe mit Wiener, Muskat und dezentem Raucharoma. Wir entwickeln laufend neue Suppen in unseren kreativen Forschungslaboren. Dabei ist stets ein sehr großer Fokus auf die Trinkbarkeit der Suppen gelegt. Das schränkt uns teilweise ein und macht die Entwicklung zu einem sehr harten Job.

Wie soll es mit Urban/Soup weitergehen? Sind weitere Filialen geplant?

Schmel: Wir arbeiten mit Hochdruck an einem Franchise-System. Die Nachfrage nach neuartigen, durchdachten Konzepten ist riesig. Wir erhalten momentan fast täglich Anfragen von möglichen Kooperationen und potentiellen Franchisenehmern. Unser Ziel ist es, ein hochwertiges und vor allem erfolgreiches Konzept zu entwickeln, damit wir unseren zukünftigen Partnern ein einwandfrei funktionierendes System bieten können.

Tim: Next Step ist die vollkommene Standardisierung aller Prozesse und jeglicher Außendarstellung, also von den Menüs an der Wand bis hin zu den verwendeten Stühlen an der Bar. Wir sind gerade in der Bewertungsphase für Standorte weiterer eigener Filialen in München. Sobald unser Konzept bei den neuen Stores erprobt ist, lassen wir es frei. Der Verbreitung in Deutschlands Großstädten und darüber hinaus auch im Rest der Welt, ist damit dann keine Grenze mehr gesetzt.

Was ist die Unternehmens-Philosophie?

Maiwald: Sip, sip, sip. And repeat.

Zu guter Letzt: Warum sollte man im Urban/Soup speisen?

Schmel: Wenn man einmal die Nase voll von Pizza, Pasta und Burgern hat und sich eigentlich einfach nur einmal gesund ernähren möchte, ohne schlechtes Gewissen und dennoch mit besagten Geschmacksexplosionen, dann sollte man in jedem Fall bei uns in der Rumfordstr. 7 vorbeischauen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Geheimtipp für Leser

Ein kleines Extra für die Leser: Mit dem Codewort “Tasty” bekommen Sie zu jeder Suppe ein kleines Glas mit der neuesten Suppen-Kreation gratis dazu.

Das Team von Urban/Soup

Visionär und kreativer Tagträumer: Tim Maiwald (25) studiert BWL, schreibt gerade seine Bachelorarbeit und ist für die Außendarstellung, Marketing und Design zuständig.

Der Mann für den Geschmack: Robert Maiwald (33) kocht seit über 10 Jahren für VIPs in der Schweiz, kennt sich mit Suppen aus und weiß wie man Geschmacksexplosionen verursacht.

Umsetzungsstarkes Arbeitstier: Michael Schmel (27) ist professioneller Einkäufer und besitzt die gastronomische Erfahrung, die nötig ist.

Finanzgenie: Daniel Schmel (25) studiert Technology and Management, schreibt gerade seine Masterarbeit und ist verantwortlich für Finanzen und Strategie.

Von Simona Asam

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