Gesundheitsaspekte

Zum Tag der gesunden Ernährung: Minister kritisiert Kantinen

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Ernährung ist einer der wichtigsten Aspekte für die Gesundheit. Der „Tag der gesunden Ernährung“ am 7. März soll genau darauf aufmerksam machen. Doch gleich zwei Minister in Bayern sehen da Probleme.

München - Bayerns Ernährungsminister Helmut Brunner hat das Essen in Kantinen und Großküchen im Freistaat als „nicht gut genug“ bezeichnet. „Gerade bei Betriebskantinen und Seniorenheimen gibt es noch erheblichen Verbesserungsbedarf“, sagte der CSU-Politiker anlässlich des „Tages der gesunden Ernährung“ am 7. März laut einer am Sonntag in München verbreiteten Mitteilung. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) riet davon ab, Kindern ausschließlich pflanzliche Lebensmittel zu geben. „Kinder haben im Wachstum einen besonderen Nährstoffbedarf und brauchen eine ausgewogene Kost“, sagte sie. Eine rein vegane Ernährung könne zu Mangelzuständen führen.

Laut einer Studie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und des Bayerischen Kompetenzzentrums für Ernährung richten nur 26 Prozent der bayerischen Betriebskantinen und 46 Prozent der bayerischen Seniorenheime ihr Angebot an Qualitätsvorgaben wie Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung oder den Bayerischen Leitlinien für die Betriebsgastronomie aus. Die Wissenschaftler hatten landesweit rund 1200 Einrichtungen mit Mittagsverpflegung befragt.

Der Freistaat zählt etwa 9100 Betriebskantinen und etwa 1400 Seniorenheime. Sie liefern täglich rund eine Million Mittagessen. Brunner forderte qualitativ hochwertigere und gesündere Angebote. Aus Sicht des Ministers werden viele Kantinen und Großküchen ihrer wachsenden Bedeutung für die Ernährung der Menschen nicht gerecht. Schließlich sei eine ausgewogene, bekömmliche und gesundheitsförderliche Ernährung in allen Lebensphasen wichtig. „Wer sich gesund ernährt, ist aktiver und leistungsfähiger“, so Brunner.

Ministerin Huml erklärte, beim Verzicht auf tierische Lebensmittel könne es etwa zur Unterversorgung von Nährstoffen wie Vitamin B12 kommen. Dieses sei besonders wichtig für die Zellteilung, die Blutbildung und für die Funktion des Nervensystems. „Eine ausgewogene Ernährung in jungen Jahren wirkt sich nicht nur wesentlich auf Wachstum, Entwicklung und Leistungsfähigkeit aus, sondern beeinflusst auch die spätere Gesundheit als Erwachsener“, so Huml.

dpa

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