Hereinspaziert

Zwei neue Lokale haben jetzt in Schwabing eröffnet

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Der Name des Wirtshauses ist Programm: Im Heimwerk gibt’s Essen aus der Heimat.

Schwabing war schon immer für spannende Lokale bekannt. Jetzt sind in der Hohenzollernstraße zwei neue hinzugekommen: ein Wirtshaus der neuen Art und eine kleine spanische Bar. Die tz hat das Heimwerk und die Bodeguita getestet:

Frisch & aufregend: Das Heimwerk

Das Heimwerk ist ein Wirtshaus der neuen Generation. Der Raum, in dem 20 Jahre lang das Egger daheim war, wirkt aufgeräumt, fast nüchtern – doch warme Farben schaffen Atmosphäre, und ein riesiger Spiegel über dem Gastraum sorgt für eine ganz besondere, mitunter verwirrende, auf jeden Fall anregende Optik. Neue Perspektiven bietet auch das Angebot. Der Name „Heimwerk“ deutet es schon an: heimatliche Kost in handwerklicher Zubereitung. Die Betreiber sind Förderer von Slow Food, der Vereinigung, die sich unter dem Slogan „gut, sauber, fair“ für nachhaltige Ernährung und verantwortungsbewussten Genuss einsetzt. Im Heimwerk sieht das so aus: kleine Auswahl, keine Convenienceund Tiefkühlprodukte, Fleisch aus artgerechter Tierhaltung, die meisten Lebensmittel stammen aus einem Umkreis von 200 Kilometern. Wer wenig Zeit mitbringt, bestellt sein Essen mit einer Gästekarte an der Kasse, ansonsten am Tisch. Die Speisekarte ist wie ein Baukasten aufgebaut: Da gibt es zum Beispiel ein paniertes Schweineschnitzel als Snack (4,20 Euro) oder als Mahl (7,90 Euro), was der Größe von zwei Snack-Portionen entspricht. Als Beiwerk stehen zur Wahl: Kartoffelsalat (3,50 Euro), Pommes (3,50 Euro) oder Salat (3,90 Euro). Nach diesem System können die Gäste auch Teller mit kälbernen Fleischpflanzerln (2,40 / 4,50 Euro), Bratwurst (2,60 / 4,80 Euro) oder vegetarischen Maultaschen (3,60/6,70 Euro) zusammenstellen. Den Kaiserschmarrn mit Apfelkompott gibt es konsequenterweise auch in zwei Größen (4,80 oder 9,50 Euro). 

Getränke werden am Tisch beim Service bestellt, die Halbe Helles von Spaten kostet 3,70 Euro, Franziskaner Weißbier 3,90 Euro. Die Cocktail-Karte listet zwei Dutzend Klassiker auf – von Negroni (8,50 Euro) bis Whisky sour (8,50 Euro). Originell und genau zur Heimwerk- Philosophie passend: der Bayerische Spritz (6,50 Euro) mit Aperol, Weißbier und Limonade.

Heimwerk Friedrichstr. 27/Ecke Hohenzollernstr., Schwabing Tel. 089/21 89 61 04 So. bis Do. 11 bis 23 Uhr, Fr., Sa. 11 bis 24 Uhr

Die kleine Bodega

Es ist der Spross der Bodega Dali: die Bodeguita hat neu eröffnet.

Die Bodeguita ist ein Spross der Bodega Dali, die man mit Fug und Recht als Münchner Institution bezeichnen kann. Anders als die Mama ist die kleine Bodega ein Platz für den ganzen Tag – zumindest für Spätaufsteher. Am Tresen gibt es einen klassischen Cafe Cortado (2,40 Euro), den spanischen Bruder des Cappuccino, ein Croissant (2,50 Euro) oder gegrillten Toast (ab 2,50 Euro). Auch für eine After-Work-Gläschen ist die Bodeguita ein erholsamer Platz: Sei es mit einem Carpano Antica Formula (5 cl für 5,50 Euro), einem Urvater der italienischen Bitters, einem Lillet blanc oder einem kultigen Paulaner Spezi (0,5 l für 3,40 Euro). Weil das alles Appetit macht, fällt der Blick auf die kalten und warmen Tapas (je 4 Euro) wie eingelegte Sardinen, Oliven oder Albondingas (Hackfleischbällchen). Und wenn der Magen richtig knurrt, gibt es eine Tortilla Española, das traditionelle Kartoffelomelette (5,80 Euro, mit Ziegenkäse 6,90 Euro). Beim Wein ist nicht alles spanisch, los geht’s glasweise mit einem Vina de Sopie (0,1 l, 2,90 Euro), einem Verdejo aus Rueda oder einem Grünen Veltliner Am Berg vom österreichischen Winzer Bernhard Ott (0,1 l für 4 Euro). Die Flaschenweinliste reicht bis zum Vina Tondonia Reserva blanco (60 €), einem weißen Rioja. 

Bodeguita Hohenzollernstr. 120, Schwabing Tel. 089/18 93 89 10 Dienstag bis Samstag von 11.30 bis 1 Uhr

jol

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