Fans im Zenith sind begeistert

The BossHoss: Aufgesattelt zur Country-Rock-Party

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Alec Völkel (r) alias Boss Burns von The BossHoss neben dem Gitarristen Russ T. Rocket.

München - The BossHoss haben ihre Fans beim Auftritt im Zenith begeistert. Hier gibt's die Konzertkritik.

Punkt 21 Uhr fällt der Vorhang, Gitarren heulen auf, das doppelte Schlagzeug knallt los – und im Nebel erscheinen Alec „Boss Burns“ Völkel und Sascha „Hoss Power“ Vollmer. Über ihnen fallende Lichttropfen, vor ihnen das seit Langem ausverkaufte Münchner Zenith. Aufgesattelt zur Country-Rock’n’Roll-Jubiläumsparty der Berliner Großstadtcowboys von The BossHoss.

Seit nunmehr zehn Jahren ziehen die sieben weißbehüteten Kerle ihr Ding durch, cool und sukzessive kommerzieller sowie familientauglicher. Diesmal haben sie in der Satteltasche wieder ein erfrischendes Bläsertrio und ihr voll bepacktes Doppelalbum Dos Bros, mit dem sie erstmals auf Platz eins der deutschen Album-Charts ritten. CD 2 erinnert an ihre Anfänge mit gecoverten Songs. Darauf: ihr aktueller Radiohit Jolene. Den Dolly-Parton-Klassiker singen sie live leider ohne The Common Linnets – sie fehlen. Wie auch alle anderen Künstler, die The BossHoss auf dem Album unterstützen. Der Sound ist ebenfalls nicht der Beste. Und trotzdem: Die Jungs heizen solide ein, dass sogar gestandene Mannsbilder im Publikum ihre kräftigen Hüften zum Schwingen bringen. So geht Bullentanz. Kein Wunder, dass die Band doppelt Echo-nominiert ist.

Die Frontmänner suchen immer wieder den Kontakt zum Familien-Publikum, fragen, woher es kommt, und animieren zum Mitmachen. Sie sprechen endlich größtenteils Deutsch, haben ihr anfänglich albernes Nuschel-Englisch abgelegt. Zu My Personal Song rücken alle am Bühnenrand noch näher zusammen. Zur ersten Single Hey Ya aus dem Jahr 2005 lässt sich Jungpapa Völkel auf Händen der Fans tragen. Das ist der Auftakt zum furiosen Finale: mit dem größten Hit von The BossHoss Don’t Gimme That samt Konfettiregen und dem Titeltrack der Jubiläumsplatte. Die erste Zugabe, die Pianoballade Lady JD zum Durchschnaufen, geht etwas in einer allgemeinen Aufbruchstimmung unter. Der Rest ist Party mit weiblichen Fans auf der Bühne.

Marco Mach

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