Anders als andere Festivals

Das große tz-Fazit zu Rockavaria: Was gut war, was besser geht

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Die Seebühne ist ein Volltreffer.

München - Rockavaria ist so ganz anders als "klassische" Rockfestivals am Ring oder im Park: Die tz zieht nach drei Tagen das große Fazit.

Die Rockavaria.

Sie ist auch heuer wieder der zumindest größte Blickfang auf dem Festival: Die Rockavaria treibt auf dem Gelände ihr Unwesen und lässt sich tausendfach ablichten – für Fans und die Presse. Wie’s innen drin ausschaut (frei nach Lehárs Operette Land des Lächelns), geht allerdings keinen was an. Wir verraten’s Ihnen: heiß! Pro Tag ist Rockavaria drei Mal eine halbe Stunde unterwegs und grüßt aus einer Höhe von rund drei Metern auf ihre Rock-Untergebenen herab.

An Majestät gleich tut ihr’s heuer die neue Seebühne. Im Vorfeld wurde gemurrt, dass weder die Olympiahalle noch das schnuckelige Theatron bespielt würden. Das mit der Halle erklärt sich schon daran, dass man heuer rund ein Drittel weniger Bands hat (rund 40 statt 60 im Vorjahr) und man damit die massiven roten Zahlen auf eine schwarze Null senken will. Aber die Seebühne ist ein Volltreffer: Die Stimmung ist wunderbar friedlich, die Atmosphäre herrlich – was nicht heißt, dass es bei Punk-Monstern wie Betontod am Samstag zu später Stunde ruhig bliebe. Zudem hat man hier einen tollen Ausblick übers Gelände und kann die Sonnenuntergänge in vollen Zügen genießen.

Derzeit ist man in Planungen für die kommende Saison. Da wolle man, so Peter Schwenkow – er ist Chef der Deutschen Entertainment AG (DEAG) –, die Verluste der Start-Saison 2015 ausgleichen. Wer kommt, steht noch in den Sternen. Was der Veranstalter über die Zukunft preisgibt, steht unten.

Fakt ist: Rockavaria ist so ganz anders als „klassische“ Rockfestivals am Ring oder im Park. Wer auf Dosenbierduschen, 24-Stunden-Lärm und Zelte verzichten kann, mehr Musik als Party mag, der ist auf dem Olympiagelände genau richtig. Feilen darf man noch an den sanitären Anlagen (Dixie-Klos auf dem Gelände wären prima) und an etwas längeren Öffnungszeiten für ein After-Sound-Bier. Da ist München denn doch zu wenig Rockavaria.

M.B.

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Zum Anschauen und Freuen: Bilder vom Rockavaria-Samstag

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