Retrospektive

Filmmuseum beweist: Romy Schneider war mehr als nur Sissi

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Romy Schneider ist auch heute immer noch beliebt.

München - Sie verkörperte Kaiserin Sissi von Österreich-Ungarn und erlangte so internationale Aufmerksamkeit. Romy Schneider wird nun mit einer Retrospektive im Filmmuseum geehrt.

Sie ist ein unsterblicher Mythos und nicht wegzudenken aus der deutschen Filmgeschichte. Das ist wohl auch auf ihren frühen Tod am 29. Mai 1982 zurückzuführen, um den die Presse damals heftige Spekulationen anstellte. Für das große Publikum war Romy Schneider immer Sissi. Die Trilogie, in der sie an der Seite von Karlheinz Böhm spielte, führte 1955 bis 1957 zu ihrem Durchbruch.

Das Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum (St.-Jakobs-Platz 1) zeigt ab Donnerstag, 8. September, bis zum 18. Dezember eine Auswahl von 30 der wichtigsten Werke der Schauspielerin. Sie kämpfte lange darum, mit internationalen Regisseuren wie Luchino Visconti, Claude Sautet und Orson Welles als Charakterdarstellerin in anspruchsvollen Filmen anerkannt zu werden.

Romy Schneider 1955 als Sissi. Auch heute werden die Dreiteiler immer noch gerne gesehen.

Schneider (geboren 1938 in Wien), die mit vollem Namen Rosemarie Albach-Schneider heißt, begann bereits mit 15 Jahren an der Seite ihrer Mutter Magda mit der Schauspielerei. Sie spielte zunächst in Heimatfilmen von Hans Deppe, wie "Wenn der weiße Flieder blüht". 1955 bis 1957 folgten die Sissi-Filme, die früher zum Pflichtprogramm an Weihnachten gehörten

Da Schneider aber anspruchsvollere Rollen haben wollte, ging sie 1958 nach Paris. Dort spielte sie erst am Theater. In den USA drehte sie 1963 unter der Regie von Otto Preminger "The Cardinal". Der große Kinoerfolg kam 1969 mit "Der Swimmingpool". In den 1970er-Jahren war Schneider auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt. Fast 30 Jahre lang war sie eine der ganz großen deutschsprachigen Schauspielerinnen. 

Ihr letzter Film "Die Spaziergängerin von Sans-Souci" erschien nur wenige Wochen vor ihrem Tod. Während ihrer Laufbahn wandelte sich ihr Image vom Wiener Mädel über die schicke Pariserin und Femme fatale zur gereiften Dame von Welt

Den Auftakt der Retrospektive am 8. September macht um 19 Uhr die Kino-Erstaufführung eines Kurzfilms über die Dreharbeiten zu dem Film "Monpti", der 1957 in Paris produziert wurde. Eine weitere Premiere ist die digitale Restaurierung des Films "Romy-Portrait eines Gesichts". Der Film "Die Sendung der Lysistrata", der in den 1960er-Jahren höchst umstritten war und in Bayern nur in Kinos gezeigt wurde, wird am 23. September um 18.30 Uhr im Filmmuseum zu sehen sein. Alle fremdsprachigen Filme werden im Original mit deutschen und englischen Untertiteln gezeigt.

Der Eintrittspreis liegt bei 4 Euro, Mitglieder des MFZ zahlen 3 Euro und bei einer Überlänge gibt es einen Aufschlag von 2 Euro. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Münchner Stadtmuseums.

af

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