Eiltempo im Olympiastadion

Rockavaria-Aufbau: Das wird Eure Doppelbühne

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Projektleiter „Hossi“ überwacht den Aufbau.

München - Der Aufbau im Olympiastadion geht im Eiltempo voran - Rockavaria kann kommen!

Genau 666 Lampen brennen am Sonntag auf der Rockavaria-Doppelbühne im Olympiastadion auf Iron Maiden herab. Über die biblische Zahl werden sich die ­Metaller freuen, schließlich kommt sie in Maidens Album The Number of the Beast vor. Damit die Metal-Stars gesehen und gehört werden können, arbeiten seit Samstag etwa 150 Leute am Bühnenaufbau. Projektleiter Horst „Hossi“ Lol wacht darüber.

Trotz des Regens herrschte Dienstag auf der Baustelle gute Stimmung. Hossi konnte nämlich verkünden, dass man nicht nur im Zeitplan liege, sondern sogar zu schnell sei. Die 350 Tonnen schwere Bühne stand bereits, jetzt wird die Technik reingehängt. Das sind noch ein paar Tonnen Licht und vor allem Sound: 850.000 Watt. Dank der neuen Doppelbühne geben sich die 24 Bands von Freitag bis Sonntag übergangslos die E-Gitarren in die Hand.

Ganz so luxuriös wird’s auf der Seebühne nicht. Die 19 Bands teilen sich eine Bühne. Nachdem sich das Theatron am Olympiasee 2015 als zu klein erwies, zog man nebenan zu den grasüberwucherten Stufen und setzte eine Bühne ins Wasser. Auch hier wird gerade die Technik eingebaut, die 6000 Leute beschallen kann. Im Stadion sind es 45.000.

14 Kilometer Nudeln für die Rockstars

Die wollen versorgt sein. Auf dem Coubertinplatz wird es einen Biergarten geben, dazu überall Getränke- und Snackbuden. Mancher Musiker wird sich da bedienen, allerdings haben die Bands ein eigenes Catering. Und dieser Bereich ist ein ganz heikles Thema. Die Wünsche sind nämlich höchst detailliert. 1800 Mahlzeiten müssen zubereitet werden – vom veganen Pflanzerl bis zur Schweinelende.

Was genau kredenzt wird, ist geheim. Nur so viel: 14 Kilometer Nudeln kocht die Cateringküche während der drei Festivaltage. Spaghetti kommen immer gut an. Gschmackig soll auch die Umgestaltung der Backstageräume in den Katakomben des Stadions werden, um den Wünschen der Stars zu entsprechen. Wie genau? Auch das ein Geheimnis. Aber immerhin wissen wir, dass 1200 Handtücher im Einsatz sind, die rund um die Uhr in der Waschküche vom Bühnenschweiß befreit werden.

Rockavaria 2016: Das komplette Line-Up & der genaue Zeitplan

Ohne frische Handtücher werden selbst Metal-Haudegen wie Iron Maiden unwirsch. Wie die Band um Sänger Bruce Dickinson nach dem Auftritt beim Schwesterfestival in Dortmund und vor dem Sonntagskonzert in München drauf sein wird, weiß dann auch der Hossi. Der Projektleiter darf nämlich in der bandeigenen Maschine, der Ed Force One-Boeing, von Düsseldorf (hier ist sie geparkt, weil der Dortmunder Flughafen zu klein ist) nach München fliegen – mit Bruce Dickinson am Steuerknüppel. Heavy Metal verleiht Flügel.

Antonio Seidemann

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