Hier geht‘s zur Sache

Die Schätze des Filmgurus Peter Schamoni - Bilder

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Filmproduzent und Regisseur Peter Schamoni ist tot
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Filmproduzent und Regisseur Peter Schamoni.
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München - In zwei Tagen eröffnet in der Pasinger Fabrik die Ausstellung Zur Sache, Schätzchen über den Kultfilm der 60er. Wir haben uns umgeschaut und einige Schätze gefunden.

Filmproduzent und Regisseur Peter Schamoni.

Mit Regisseurin May Spils und Hauptdarsteller Werner Enke haben wir schon gesprochen – und heute geht’s in das Haus im Herzogpark, das die Folge von Peter Schamonis († 77) Kinohit war: Denn dank des riesigen Erfolgs mit über 6,5 Millionen Kinogängern konnte sich der Filmregisseur und Produzent im Jahr 1970 ein damals modernes Haus errichten. Hier lebte er, hier wirkte er. Und nicht nur sein Geist weht bis heute durch die Räume.

Dass das so ist, dafür sorgt der Filmemacher und Kameramann Konrad Hirsch (40). Sein Vater war Schamonis Kameramann, und der Sohn, der schon als Bub im Haus ein- und ausging, verwaltet das riesige Filmerbe des Künstlers. Auch er wohnt im Schamoni-Haus. Das übrigens etwa von Filmstudenten oft besucht wird. Konrad Hirsch führt uns durch das Schamoni-Haus.

Das Zentrum des Künstlerhauses

Nachlassverwalter Konrad Hirsch sitzt an seinem Schreibtisch und präsentiert ein einmaliges Filmplakat zum Schätzchen – aus der Feder des Karikaturisten Dieter Klama, der den „Taugenichts“ Martin (Werner Enke) in „Aktion“ zeigt. Links unten, ganz klein: die Ordnungshüter. Mit Autogrammen von Uschi Glas und Werner Enke. In den Regalen meterweise Filmmaterial, darüber etliche Filmplakate von Schamoni-Werken.

Ein Blick ins Drehbuch

Konrad Hirsch zeigt tz-Redakteur Matthias Bieber das Drehbuch zum 68er-Kultfilm, das erstaunlich textlastig ist – was man dem ­federleichten Film nicht anmerkt. Dank der Filmförderungsanstalt und des Filmfonds Bayern konnte Zur Sache, Schätzchen für 20 000 Euro restauriert und digitalisiert werden.

Das Filmarchiv im Keller

„Wenn Sie die Zeit mitbringen, können Sie hier bis zu Ihrem Lebensende rund um die Uhr Filme schauen“, lächelt Konrad Hirsch. Hunderte Filmrollen liegen im Keller. Zu Schamonis bekanntesten Filmen als Regisseur und Produzent gehören u. a. Schonzeit für Füchse, der Schumann-Film Frühlingssinfonie, der Western Potato Fritz und Biografien über u. a. Wilhelm II., Caspar David Friedrich und Max Ernst.

Zwei Foto-Alben mit Uschi & Co.

Rund 2000 Fotos in zwei dicken Alben zeigt uns Konrad Hirsch – allesamt mit Fotos vom Dreh von Zur Sache, Schätzchen – hier sehen Sie die gerade mal 20 Jahre junge Uschi Glas, wie Sie sie ­garantiert noch nie gesehen haben: 1968 im Sommer beim Dreh im Ungererbad. Rechts oben ihr Filmpartner Werner Enke, natürlich mit Zigarette. Links unten die Regisseurin und Nebendarstellerin May Spils, die das Foto nicht gelungen fand...

Die Originalkamera

Konrad Hirsch steht vor der originalen Schätzchen-Kamera, die aus der Münchner Technikschmiede Arri II A (35-Millimeter-Film) stammt und heute im großen Arbeitszimmer thront. Schamoni hat sie noch Jahrzehnte danach eingesetzt, so für seine dokumentarische Biografie des mit ihm befreundeten Malers Max Ernst (1891 – 1976), der 1991 in den Kinos anlief.

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