Spaenle informiert im Landtag

Münchner Konzertsaal: Planungen laufen - Baubeginn 2018

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Das neue Werksviertel: An Stelle der Hallen in der Bildmitte soll der neue Konzertsaal entstehen. Diese sind mittlerweile abgerissen. 

München - Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) informiert den Kunstausschuss des Landtags am Mittwochmorgen über den aktuellen Stand in Sachen Münchner Konzertsaal.

Die Planungen für ein neues Konzerthaus in München kommen zügig voran - und nehmen immer konkretere Formen an. Neben einem großen Konzertsaal mit 1800 Plätzen soll auch ein kleinerer Saal entstehen - der soll aber nun 600 Plätze haben statt 300 bis 500 wie ursprünglich geplant. 

Das berichtete Bayerns Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) am Mittwoch im Kunstausschuss des Landtags. Bis Mai 2017 läuft ein Architektenwettbewerb, zudem sollen in Kürze die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer über einen Pachtvertrag abgeschlossen werden. „Ziel ist, dass wir im Frühsommer 2018 mit den Bauarbeiten beginnen“, sagte Spaenle.

Die SPD-Kulturpolitikerin Isabell Zacharias mahnte in dem Zusammenhang ein künstlerisches Gesamtkonzept an. Der neue Konzertsaal müsse „ein spektakulärer Bau werden“, sagte sie. "Das darf kein kreuzbraver Kasten aus Stahl und Glas werden. Wir haben die Chance, hier eine international aufsehenerregende Kulturstätte zu schaffen. Bayern steht auch in Konkurrenz zu anderen Weltstädten und deren Konzerthäusern. Ich erwarte hier Sensationelles." 

Die Münchner Abgeordnete regte außerdem an, den Landtag als Vertreter der Steuerzahler auch an der Entscheidungsfindung im Architektenwettbewerb zu beteiligen. Desweiteren dürfe der neue Saal keine „reine Abspielstätte“ werden, sondern müsse ein Haus mit eigener künstlerischer Ausrichtung und deshalb eigener Intendanz sein.  

Der Konzertsaal soll vor allem dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine Spielstätte auf Weltniveau bieten. Der Bau ist auf dem Gelände der ehemaligen Pfanni-Fabrik hinter dem Ostbahnhof geplant; die Kosten werden auf mehr als 300 Millionen Euro geschätzt.

Unser Reporter Markus Thiel war vor Ort und informierte auch via Twitter: 

dpa/my

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