Große Ausstellung zum Kultfilm

Uschi Glas: So war‘s als Schätzchen

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Der Star am Schätzchen-Schneideplatz in der Pasinger Fabrik. 
Filmklassiker "Zur Sache Schätzchen"
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Der Filmklassiker "Zur Sache Schätzchen".
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„Wir waren beide sehr schüchtern“, sagt Uschi Glas. 
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Am Set war es oft, aber nicht immer lustig.
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Die berühmte Striptease-Szene sorgte für Aufsehen.
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Nach der Szene auf dem Polizeirevier springt Werner Enke aus dem Fenster.
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Improvisation statt Kameraschienen. 

München - Er ist einer der Münchner Kult-Klassiker: May Spils‘ „Zur Sache, Schätzchen“ mit Uschi Glas und Werner Enke. Für uns erinnerst sich Uschi Glas an den eigenwilligen Kultfilm.

Die große Ausstellung Zur Sache, Schätzchen in der Pasinger Fabrik hat begonnen. Zum Abschluss unserer Serie über den Kultfilm von 1969 (Regie: May Spils, Produzent: Peter Schamoni) erinnert sich Uschi Glas (72) für die tz. „Der Film wurde in Schwarz-Weiß aus der Not heraus gedreht, weil kein Geld da war“, erinnert sich der Star. „Als der Film dann durch die Decke ging, hieß es: Ja, clever, dadurch setzt er sich ab von anderen Filmen, und die Ausstrahlung ist ja auch ganz anders. Aber es stimmt ja schließlich auch …“ 

Auf dem Foto oben sitzt die Schauspielerin am originalen Schneidetisch, der für die Schau aus dem Schamoni-Archiv nach Pasing gekarrt wurde. „Ich durfte damals mittüfteln – das wäre auch ein toller Job für mich gewesen.“ Was Uschi Glas zu den Szenen sagt, lesen Sie hier.

Lesen Sie auch: Zur Sache, Chefin! Regisseurin May Spils im Interview und werfen Sie hier einen Blick in die Schätze von Filmguru Peter Schamoni

Die Korsagen-Idee

Ja, die berühmte Striptease-Szene … Ich habe damals Dutzende Drehbücher bekommen, wo garantiert auf irgendeiner Seite stand: „Die Darstellerin zieht sich aus.“ Aber ich konnte die Crew überzeugen, dass eine Korsage hundertmal erotischer ist als nackte Haut. Und das kam so: Ich ging in meiner Not zu meinem Mieder- und Badeanzug-Geschäft, habe mein Herz ausgeschüttet – „helfen Sie mir, ich muss mich gegen ganz viele Menschen wehren!“ – und ließ mir eine attraktive Korsage zurechtschneidern. Es half

Schwabinger Fenstersturz 

Werner springt nach der Szene auf dem Polizeirevier aus dem Fenster – nachdem ich die Beamten mit meinem Strip abgelenkt hatte. Noch heute werde ich auf diese Szene angesprochen, und ich ärgere mich darüber nicht, im Gegenteil: Ich empfinde das nach wie vor als Kompliment.

Der Renault fürs Drehen

Damals gab es noch keine Kameraschienen, und so stand die Kamera – hier in Hellabrunn, ich bin ganz rechts – auf diesem Renault, und wir sind mit dem Kinderwagen hinter dem Auto hergerast. Das hat der Kameramann Klaus König toll hingekriegt

Gaudi? Ja, aber fordernd

Am Set war es nicht immer nur lustig – es wurde ausgiebig diskutiert über jede Szene, aber das durchaus positiv. Der Hauptdarsteller Werner Enke war ja nicht einfach zu nehmen und war sehr aktiv an den Dreharbeiten beteiligt. Aber gerade diese stetigen Auseinandersetzungen zeugen ja davon, wie leidenschaftlich es zuging.

Zeit für Zärtlichkeit

Die Bettszene mit Werner Enke war ganz besonders in einer sehr schönen Atmosphäre. Enke ist sehr behutsam und sensibel, er sprach etwa vom Schlaf als kleinen Bruder des Todes, und wir sind beide sehr schüchtern gewesen. Ich war sehr angetan von ihm in dieser Szene. Aber verlieben (lacht)? Da waren wir dann doch zu unterschiedlich. Wir kamen von zwei unterschiedlichen Sternen und haben uns eher gegenseitig bestaunt.

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