Bürgerbegehren

Schlachthof ja oder nein? Aschheim hat entschieden

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Hinter dem XXX-Lutz sollte der Schlachthof entstehen. Daraus wird nichts.

München - Die Chefs der Münchner Schlachthofbetriebe blickten am Sonntag nach Aschheim. Dort haben die Bürger entschieden, ob sich im Gewerbegebiet an der A99 ein moderner Schlachthof ansiedeln darf.

Update vom 9. Oktober: Die Aschheimer haben entschieden: In Münchens Nachbarort soll KEIN neuer Schlachthof gebaut werden. Das ergab der Bürgerentscheid am Sonntag. Die Wahlbeteiligung war rekordverdächtig. Alle Informationen, Ergebnisse und Reaktionen zum Bürgerentscheid über den Schlachthof in Aschheim finden Sie in unserem Live-Ticker bei Merkur.de.

Vorbericht:

Ja, das Schlachthofviertel hat sich seinen Charme bewahrt. Doch Tendenzen der Veränderung – getrieben vom Druck des Wohnungsbaus – gibt es auch hier. Auf der größtenteils brachliegenden Fläche des Viehhofs sollen 400 bis 450 Wohnungen entstehen (wie auch das neue Volkstheater). Unweit davon steht der geplante Neubau der Großmarkthalle auf der Kippe. Die Alternative: Wohnungen? Und nun ist auch die Zukunft des Schlachthofs fraglich. Heißt es. Denn offiziell weiß davon im Rathaus niemand etwas. Fakt ist: Die Stadt hat mit den Händlern langfristige Erbpachtverträge geschlossen, teilweise bis in die 2040er-Jahre. Die Fleischereibetriebe besitzen eine einseitige Verlängerungsoption. So sieht die Stadt der Entscheidung in Aschheim „relativ gelassen“ entgegen. Man besitze ja zwei Optionen: Entweder die Verträge würden erfüllt und es laufe so weiter wie bisher. Falls die Betriebe jedoch abwandern wollten, bestünde für die Stadt die Möglichkeit, das Areal neu zu überplanen. „Auch gut.“ Man gehe aber davon aus, dass der Schlachthof bleibe.

Großhändler wie die Münchner Schlachthof Betriebs GmbH halten es indes durchaus für eine Option, nach Aschheim zu ziehen, sollten die Bürger dort Ja sagen. Der Bürgermeister der Gemeinde, Thomas Glashauser (CSU), hatte erklärt: „Einige Firmen aus dem Münchner Schlachthof haben bereits Vorverträge unterzeichnet.“ Auch vom Investor, der Opus Munich GmbH & Co. aus Nordrhein-Westfalen, war zu hören, Betriebe planten, ihren Sitz nach Aschheim zu verlegen. Das Unternehmen möchte auf dem Elf-Hektar-Gelände an der Klausnerstraße ein zweistöckiges Zentrum für regionale Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe errichten. Wöchentlich sollen 7000 Schweine und 1500 Rinder geschlachtet werden.

Bleiben Sie auf dem Laufenden: Auf Merkur.de können Sie alles nachlesen, was Sie zum Bürgerentscheid in Aschheim wissen müssen.

kv

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