Sammler-Börse zur Kult-Puppe

So sah die erste deutsche Barbie aus

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Mit einem roten Badeanzug war die erste Barbie auf dem deutschen Markt bekleidet. Peggy Gerling ist stolz auf ihre Sammlung - eine der größten in ganz Deutschland. 

München - Barbie-Fans aus ganz Deutschland haben sich am Sonntag in Gräfelfing getroffen. Mit dabei: Eine Sammlerin mit der ersten deutschen Barbie.

Ab 1959 machte sie sich auf zu einem Siegeszug um die Welt: die Barbie der US-Firma Mattel. Vier Jahre später gab es die Puppe auf dem deutschen Markt. Mit der Zeit mehrte sich Kritik am unrealistischen Körperbau. Jetzt gibt’s die Barbie auch in kurvig, klein und groß - und in verschiedenen Ethnien. Warum fliegen Barbie-Sammler so sehr auf die Kult-Puppe? Wir waren am Sonntag auf Spurensuche in Gräfelfing, auf einer der größten Barbie-Börsen Deutschlands. Hier lassen wir die Puppen tanzen! 

Deutsche Premiere 

Diese Grazie im Karton ist die erste Barbie auf dem deutschen Markt (1963, 250 bis 350 Euro). Das Outfit: ein roter Badeanzug. In einem Begleitheft gab’s die passende Kleidung, erklärt Peggy Gerling (66) aus Biburg (Lkr. Fürstenfeldbruck). 

Die gebürtige US-Amerikanerin besitzt alle „Vintage-Barbies“ (1959-1972) - und nennt damit eine der größten Sammlungen Deutschlands ihr Eigen. Von der Diskussion um die Maße der Puppe hält sie wenig: „Ich kenne kein Kind, das mit Barbies gespielt hat und sagt, es will aussehen wie Barbie.“ 

Ebenbild im Mini-Format

Er hat sich kurzerhand selbst als Puppe geschaffen! Rudolf Gleixner (54) zauberte aus drei Fotos eine Mini-Me-Version von sich selbst. Eine klassische Barbie ist das freilich nicht. Zusammen mit seiner Frau Claudia (49) verkauft der Dachauer die barbieähnlichen Puppen mit Vorbild aus dem echten Leben. Per 3D-Drucker werden sie hergestellt. „Mit selbstgenähter Kleidung kosten die Mini-Mes um die 200 Euro“, erzählt das Ehepaar. Herstellungsdauer: Fünf bis sechs Wochen. 

Von Feen und Meerjungfrauen

Amelie (4).

Amelie (4) ist voll im Barbie-Fieber. Kein Wunder: Mama Melanie Korsche (34) sammelt die Puppen. Aus der Oberpfalz sind die beiden zwei Stunden lang nach Gräfelfing gefahren. Amelie hat eine Fee und eine Meerjungfrau bekommen. „Eine zum Spielen, eine zum Sammeln“, so Mama Melanie. Sie hat zuhause ein eigenes Zimmer für ihre 500 Barbies. „Mein Mann sagt, ich spinne - aber mein Gott.“

Zünftig gewandet

Petra Dähne (49) aus Oberaudorf (Lkr. Rosenheim) näht Dirndl für Puppen.

Barbie und Ken als Bayern: Möglicht macht’s Petra Dähne (49) aus Oberaudorf (Lkr. Rosenheim). Sie näht die Dirndl (25 Euro) aus traditionellen Stoffen für die Puppen, auch Mini-Lederhosn gibt’s (14 Euro). Zum Spielen - und nicht nur zum Anschauen seien die Outfits gemacht, betont sie.

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