In der eigenen Wohnung

Ehepaar überfallen: So schildern die Opfer die Tat

Maisach - Mit vorgehaltener Waffe hat ein Räuber am Samstagabend ein Ehepaar in Maisach in dessen Wohnung überfallen. Der Unbekannte erbeutete vor allem Geld und opiathaltige Pflaster. So schildern die Opfer die Tat.  

In der Kandlerstraße in Maisach geht die Angst um. „Da traut man sich gar nicht mehr in den eigenen vier Wänden zu atmen“, sagt eine Anwohnerin. Denn der brutale Räuber, der Samstag am späten Abend ein Rentnerehepaar in seiner Wohnung überfallen hat, ist nicht gefasst.

Am Samstag um 22.26 Uhr klingelte ein Unbekannter an der Wohnungstür eines älteren Ehepaares in einem gepflegten Mehrfamilienhaus in der Kandlerstraße. Als die Frau die Tür öffnete, wurde sie von einem etwa 1,80 Meter großen Mann mit einer schwarzen Maske mit Sehschlitz mit einer Pistole bedroht. Der Räuber hatte einen grauen Jogginganzug oder Overall an und eine Kapuze über den Kopf gezogen.

Mit gezogener Waffe drängte der Maskierte die alte Dame in die Wohnung zu ihrem Ehemann. Weil der Rentner auf ein Sauerstoffgerät angewiesen ist, war er nicht mit seiner Frau zur Haustür gekommen. Auf hochdeutsch bedrohte der Räuber das verängstigte Ehepaar. Er durchwühlte mehrere Zimmer und wurde in der Küche fündig: Drei Geldbörsen mit Bargeld und den EC-Karten des Ehepaares steckte er in seinen roten Rucksack. Außerdem klaute der Mann aus einer Schublade 34 Fentanylpflaster. Der etwa 70-jährige Rentner ist Schmerzpatient und braucht die opiathaltigen, verschreibungspflichtigen Pflaster.

Drogenabhängige kochen die Pflaster aus, um den Wirkstoff heraus zu lösen und ihn sich zu spritzen. Oder sie zerkauen die Pflaster, um die Droge über die Mundschleimhaut aufzunehmen. Der Mann flüchtete zu Fuß Richtung Bahnhof.

Obwohl das Ehepaar unter Schock stand, riefen sie sofort die Polizei. Doch eine sofort von der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck eingeleitete Fahndung in der Nähe der Wohnung verlief ergebnislos.

Unter der Telefonnummer 08141 6120 nimmt die Polizei Hinweise auf den Täter entgegen, Das überfallene Ehepaar und die Nachbarn fürchten nun, dass der Räuber zurück kommt. „Am Abend werden wir immer die Haustür abschließen, dass niemand ins Haus rein kann“, sagt eine Nachbarin. Und die überfallenen Rentner wollen einen Bewegungsmelder am Haus und eine Kette an der Haustür anbringen.

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