Respekt für diesen Abend!

Elke Reichart stellt Buch bei Natalie Schmids Verein vor

Josef Schmid, Natalie Schmid, Prof. Bruno Reichart, Elke Reichart
+
Josef (v.l.) und ­Natalie Schmid, Bruno und Elke Reichart.

München - Die Journalistin Elke Reichart stellte den Gründungsmitgliedern des Vereins Münchner für Münchner ihr neues Buch "Was heißt hier Respekt?!" vor.

Respekt ist eine Haltung, die man jeden Tag trainieren sollte. Das war eine Erkenntnis, die die Gründungsmitglieder des Vereins Münchner für Münchner am Freitagabend bei ihrem Treffen im Gasthaus Insel Mühle gewannen. Dort stellte ihnen die Journalistin Elke Reichart ihr neues Buch Was heißt hier Respekt?! vor. Zu den folgenden Gesprächen gab’s ein feines Menü. Eric Pölzl, Wirt der Insel Mühle, ist Gründungsmitglied von Münchner für Münchner – und er ließ es sich nicht nehmen, die Gäste fürstlich zu bewirten.

„Es ist Ziel unseres Vereins, das wichtige Thema Respekt in die Welt hinauszutragen“, sagte Vereinsgründerin Natalie Schmid, die Gattin von Bürgermeister Josef Schmid (CSU). Die Idee für den Verein stammt aus der Zeit des Wahlkampfs, als sie mit ihrem Mann zusammen immer wieder auf Menschen traf, die unverschuldet in Not geraten waren. Damals beschloss sie, Zeichen zu setzen und Münchnern zu helfen, denen es schlecht geht.

Inzwischen kann sie schon von kleinen Erfolgen berichten: So bekamen ein zwölfjähriger Leukämiekranker und seine Schwester Fahrräder – und ein von Altersarmut betroffenes Paar freut sich über eine Waschmaschine. Nun möchten Natalie Schmid und ihre Mitstreiter Demenzkranke und ihre Angehörigen unterstützen. „Wir wollen verhindern, dass Demenzkranke in der Psychiatrie landen, indem wir Angehörigen die Hilfe geben, die sie brauchen, um der großen Aufgabe der Pflege auch in Ausnahmesituationen gewachsen zu sein. Das gebietet der Respekt vor den Kranken und ihren Familien“, sagte Schmid.

Da ist es wieder: das Wort Re­spekt. Elke Reichart: „Respekt ist der Kitt in unserer Gesellschaft – und zurzeit sehen wir, wie er an den verschiedensten Stellen bröckelt.“

Sie sprach für ihr Buch u. a. mit Religionsführern, Lehrern und Schülern, einem Türsteher und mit FC-Bayern-Star Philipp Lahm. „Ich habe Respekt vor Menschen, die anpacken und gemeinsam Probleme lösen, statt zu jammern“, sagte Elke Reichart. Respekt hat sie insbesondere vor Natalie Schmid, die berufstätig ist, Kinder großzieht, ihren Mann unterstützt und sich sozial engagiert. „Es ist großartig, wie meine Frau das alles schafft“, lobte auch Josef Schmid.

„Gegenseitiger Re­spekt ist einer der wichtigsten Grundsätze für ein gedeihliches Zusammenleben. Wenn Re­spekt nicht erwidert wird, wird es ungemütlich“, sagte Professor Hartmut Kunstmann, der Begleiter von Soo Leng Kuchenreuter. Die jüdische Künstlerin Ilana Lewitan zollt all jenen Respekt, die sich mit Zivilcourage für andere einsetzen. „Ich bin selbst Kind von Flüchtlingen, meine Eltern waren Holocaust-Überlebende. Ich habe die größte Hochachtung davor, dass sie uns den Mut gemacht haben, als Juden wieder nach Deutschland zu gehen und dort neu anzufangen“, sagte Lewitan.

Susanne Sasse

Susanne Sasse

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Video: Dramatische Rettungsaktion an der Amper
Video: Dramatische Rettungsaktion an der Amper
Sex-Überfall in Vaterstetten: Wer kennt diese Männer?
Sex-Überfall in Vaterstetten: Wer kennt diese Männer?
Flughafen-Baby: Mutter muss 5 Jahre ins Gefängnis
Flughafen-Baby: Mutter muss 5 Jahre ins Gefängnis
Was soll das denn? S-Bahn lässt bei Verspätung Stationen aus
Was soll das denn? S-Bahn lässt bei Verspätung Stationen aus

Kommentare