Sie entkam dem 300.000-Euro-Brand

Flammeninferno im Haus von Harry Valériens Witwe

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Randi Valérien (78) mit ihrem 2012 verstorbenen Ehemann Harry († 88).

Aufhausen - Die Witwe des verstorbenen ehemaligen Sportstudio-Moderators Harry Valérien  konnte sich aus einem brennenden Haus retten. Es entstand ein sehr hoher Schaden.

Dichter Rauch stieg auf, die Flammen loderten aus dem Fenster: Es waren dramatische Minuten, die sich am Dienstagnachmittag am Haus von Sportreporter-Legende Harry Valérien († 88) in Aufhausen (Kreis Starnberg) abgespielt haben. Aus dem Inferno konnte sich Witwe Randi Valérien (78) auf Krücken noch rechtzeitig retten. Tochter Tanja (53) sagte zur tz: „Es geht allen gut. Niemand wurde verletzt.“

Es war 15.35 Uhr, als Randi Valérien beißender Brandgeruch in die Nase stieg. Da spielte sie vermutlich gerade mit ihrem zwölf Jahre alten Enkel Joel. Kurz darauf bemerkte sie die Flammen im Dachgeschoss ihres Hauses im vornehmen Berger Ortsteil Aufhausen. „Man kann von Glück reden, dass jemand zu Hause war“, sagt Tochter Tanja, die da gerade mit Ehemann und Profi-Bergsteiger Stefan Glowacz (51) auf Geschäftsreise war. Das Feuer breitete sich unaufhaltsam aus, steckte den halben Dachstuhl in Brand. Randi Valérien und ihr Enkel fanden bei Nachbarn Zuflucht. Nach knapp 40 Minuten hatten die rund 60 Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Die Löscharbeiten dauerten allerdings bis zum Abend.

Wohnhaus in Aufhausen in Flammen - Bilder

Wohnhaus in Aufhausen in Flammen - Bilder

Randi Valérien musste hilflos mitansehen, wie ein Stück Erinnerung den Flammen zum Opfer fiel. Es sind auch Erinnerungen an ihren geliebten Ehemann, den sie im Oktober 2012 verloren hatte. Harry Valérien lebte mit seiner Frau und ihren beiden Töchtern Laila und Tanja seit 1987 bis zu seinem Tod in dem Haus am Starnberger See. „Jetzt ist auch ein Stückchen Heimat kaputt. Man kann sich so etwas im ersten Moment gar nicht vorstellen“, sagt Tochter Tanja. „Aber es hätte alles schlimmer kommen können.“

Die Brandursache war zunächst unklar. Am Mittwochnachmittag gab die Polizei bekannt: Eine defekte Stehlampe hatte den Brand ausgelöst. Zwar ist die Bausubstanz nicht angegriffen, die Flammen haben aber einen enormen Schaden angerichtet. Es ist von mindestens 300 000 Euro die Rede. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar, die oberen Räume sind stark verrußt und der Dachstuhl zur Hälfte verkohlt. Durch die extreme Hitze gingen die Fensterscheiben zu Bruch.

Die Familie steht vor einer Menge Arbeit, sieht die Dinge aber pragmatisch. „Wir wohnen um die Ecke. Meine Mama kommt jetzt zu uns“, erzählt Tanja Valérien. Platzprobleme? „Wir haben fünf Kinder, da bekommen wir meine Mutter noch locker unter.“

Johannes Heininger

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