Er wollte nicht wieder zurück

Angst vor Polizei: Flüchtling springt bei Tempo 160 aus Zug - tot

Haar - Hinter der Meldung "Notarzteinsatz bei Haar" am Freitagmorgen verbirgt sich eine schreckliche Tragödie: Ein Flüchtling ist vor der Polizei davongelaufen, aus dem Zug gesprungen und gestorben.

+++ Update +++ Laut Polizei ist der Flüchtling bei Tempo 160 aus dem Zug gesprungen und hat sich dabei tödliche Verletzungen zugezogen. Der junge Mann wollte offenbar unter keinen Umständen erneut nach Österreich zurückgeschickt werden. Bereits vor zwei Tagen hatten ihn Beamte der Bundespolizei aufgegriffen. Am Freitagmorgen, kurz vor dem tödlichen Sprung, hatte er bei der Kontrolle nur diese Zurückschiebe-Dokumente bei sich.

Es ist auch nicht gesichert, ob der Migrant tatsächlich aus Ägypten stammt und 17 Jahre alt ist. Das hat er selbst bei der Kontrolle angegeben. Warum der Flüchtling keinesfalls nach Österreich zurückwollte, ist nicht bekannt.

Außerdem ist nach Informationen der tz inzwischen klar, dass sich der Jugendliche vor den Augen zweier Touristinnen aus den USA aus dem Zug stürzte. Das alles ging so schnell, dass niemand mehr den Buben festhalten konnte.  Die Schleierfahnder sind geschockt. „So etwas ist vorher noch nie passiert“, sagte ein Polizeisprecher.

Schlimme Entdeckung: Junger Migrant liegt tot am Bahngleis

+++ Der junge Ägypter ist laut Nachrichtenagentur dpa schon einmal in Deutschland aufgegriffen und zur Ausreise nach Österreich aufgefordert worden.

+++Wie die Polizei mitteilt, hat sich der tragische Unfall folgendermaßen zugetragen: Am Freitagmorgen haben Fahnder den Nachtzug Verona-München kontrolliert. In einem leeren Sitzabteil fanden sie einen jungen Mann vor, der sich zunächst unter der Sitzbank versteckte. Die Polizisten forderten ihn auf, sich auszuweisen und in den Gang herauszutreten. Der Mann übergab ihnen ein ausländerrechtliches Dokument aus Österreich. Während der Kontrolle nutzte er einen Moment der Unaufmerksamkeit und verschwand in ein anderes Abteil.

Die Polizisten waren zunächst ratlos, wo der junge Flüchtling, bei dem es sich laut BR um einen 17-jährigen Ägypter handeln soll, abgeblieben war. Die Strecke nahe des Ortes Haar wurde gesperrt. Dann folgte die schreckliche Entdeckung: Der 17-Jährige lag tot auf dem Gleis. Er war offenbar während der Fahrt aus dem Fenster gesprungen und hat dabei tödliche Verletzungen erlitten. Derzeit werden weitere Ermittlungen, unter anderem zur Identität des Verunglückten, durchgeführt.

Flüchtling aus Zug gesprungen: Das waren die ersten Informationen

+++ Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, handelt es sich beim dem am Freitagmorgen vom Streckenagenten vermeldeten Notarzteinsatz um einen schrecklichen Unfall. Ein 17-jähriger Ägypter ist nach ersten Informationen im Münchner Vorort Haar aus einem fahrenden Zug gesprungen, weil er möglicherweise einer Polizeikontrolle entgehen wollte.

In dem Nightliner-Zug, der aus Rosenheim kam und gegen 7 Uhr in München eintreffen sollte, waren nach noch nicht offiziell bestätigten Informationen Schleierfahnder unterwegs, die die Fahrgäste kontrollierten. Der junge Mann ist wohl aus dem Fenster gesprungen, was zunächst nicht einmal bemerkt worden ist.

Das war die erste Störungsmeldung des Streckenagenten

+++ Seit 6.40 Uhr gab es Störungen bei der S4 in Richtung Osten. Wegen Personen auf dem Gleis sind die Züge zunächst zurückgehalten worden. Ab 7.20 Uhr war der Bahnhof Haar komplett gesperrt. Um 8.00 Uhr hat die Bahn den Zugverkehr wieder freigegeben.

Züge aus Ebersberg hielten in Zorneding, S-Bahnen in Richtung Ebersberg fuhren bis zu den Bahnhöfen Trudering oder Haar und endeten dort vorzeitig. Die Bahn richtete einen provisorischen Schienenersatzverkehr mit Taxis zwischen Zorneding und Trudering ein.

kg/dop

Rubriklistenbild: © Bodmer

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