Umland sieht sich an der Aufnahmegrenze

Flüchtlinge: Der Bezirk Oberbayern ist am Ende

München - Die Zahl der Flüchtlinge bringt München immer mehr unter Zugzwang. Doch das Umland sieht sich schon längst schon an der Aufnahmegrenze.

Auch OB Dieter Reiter (SPD) fordert mittlerweile „eine spürbare Reduzierung der Flüchtlingszahlen“ (tz berichtete). Reiter forderte, dass anerkannte Asylbewerber in der Provinz untergebracht werden. Auch Bürgermeister Josef Schmid (CSU) sieht den ländlichen Raum in der Pflicht.

Doch das Umland sieht sich längst schon an der Aufnahmegrenze. So erklärt die Sprecherin der Regierung von Oberbayern, Michaela Krem, der tz, „dass die Akquise geeigneter Unterbringungskapazitäten immer schwieriger wird“ und „wir im Sommer an unsere Grenzen kommen werden, entsprechend Kapazitäten für alle bei uns Schutzsuchenden zur Verfügung stellen zu können“. Selbst wenn man ausreichend Unterbringungsplätze zur Verfügung stellen könnte, sei die Integration durch freiwillige Helfer, Hilfsorganisationen, Kindergärten und Schulen, Arbeitgeber und ausreichenden Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge „nach Ansicht eigentlich aller Landräte extrem fordernd und kaum bewältigbar“.

Dabei nimmt Oberbayern derzeit noch relativ wenige Flüchtlinge auf: Ende 2015 lebten im Bezirk 30.277 Asylbewerber. Damit kommen auf einen Flüchtling 146 Einheimische. In Mittelfranken sind es nur 80! München selbst beherbergt derzeit rund 15.000 Flüchtlinge. Es müssten 2100 mehr sein. Als Grund für den Rückstand führt die Stadt vorübergehende „Lieferengpässe, bauliche Verzögerungen und schwierige Vertragsverhandlungen“ auf.

Ska/We

Rubriklistenbild: © dpa

Johannes Welte

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Sascha Karowski

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