Jäger betrieb wohl Handel

Geltendorfer handelt mit toten Greifvögeln

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Auch dieser tote und präparierte Vogel wurde beschlagnahmt. 

Geltendorf - Einen kuriosen Fund haben Zollfahnder auf dem Hof eines Jägers nahe Geltendorf gemacht. Dort entdeckten die Beamten 26 ausgestopfte Greifvögel. Einige von den toten Tieren sind streng geschützt.

Über Jahre hinweg hat ein 48-Jähriger aus Geltendorf mit ausgestopften und streng geschützten Tieren gehandelt. Wie das Brucker Tagblatt berichtet, durchsuchte der Zoll Anfang März nach einem Tipp der US-Behörden das Anwesen des Geltendorfers. Der Bauernhof war vollgestopft mit präparierten Tieren, erklärt Christian Schüttenkopf vom Zollfahndungsamt.

So fanden die Zoll-Mitarbeiter den Panzer einer Landschildkröte sowie einen ausgestopften europäischen Hamster. „Von dem gibt es weltweit nur noch zwei Populationen“, so Schüttenkopf. Insgesamt beschlagnahmte der Zoll 26 Präparate artengeschützter Greifvögel – Habichte und Bussarde, Turmfalken, Waldohreulen, Uhus, Waldkäuze, Sperber und einen Milan. Im Januar 2013 soll der Geltendorfer erstmals Präparate via Internet in die USA verkauft haben. Die toten Tiere hatte er sich auch im Netz besorgt. Seitdem habe er insgesamt 30 ausgestopfte, geschützte Vögel ohne gültige Papiere über den Atlantik verschickt. Um die Dokumentenpflicht zu umgehen, soll er die Präparate als Museumsexemplare deklariert oder gefälschte Zertifikate genutzt haben.

Ob der Mann auch in andere Länder tote Tiere verkauft hat, müssen nun Ermittler des Zollfahndungsamtes herausfinden. Ein präparierter Milan oder Habicht bringt etwa 500 Euro ein. Für ausgestopfte Turmfalken, Waldohreulen, Käuze und Sperber kassiert ein Verkäufer je nach Zustand des Tieres zwischen 200 und 300 Euro, weiß Alexander Heyd vom Komitee gegen den Vogelmord.

C. Nuscheler

 

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