Schockierende Tat

Wer ist der Igel-Quäler von Percha?

Qualvoll musste der Igel unter der Bierbank sterben.

Percha - Eine Spaziergängerin hat die schändliche Tat entdeckt. Sie ist schockiert, nennt gegenüber dem Starnberger Merkur die Tat eine „furchtbare Sache“. Doch man hört heraus, dass selbst das nur ein Bruchteil dessen ist, was sie wirklich empfindet. Was war passiert?

Die Frau spazierte Dienstagmorgen mit ihrer Schwester durch Percha, als sie am Schiffbauerweg einen Igel entdeckte – eingeklemmt unter einer Bierbank. „Wir waren total geschockt und haben ihn aus der Lage befreit. „Zu spät“, sagt die Frau. Unter einer Bank der Seestub’n Percha, einen Meter vom Weg entfernt, wurde das Tier in der Nacht zuvor eingeklemmt.

Direkt nach dem grausigen Fund verständigten die Spaziergänger die Polizei. Diese geht davon aus, dass der Igel lebte, als er unter die Bank gelegt wurde. Bislang sind zwei Anzeigen bei der Polizei eingegangen. „Es sieht im Moment recht mau aus“, gibt Kai Motschmann von der Starnberger Inspektion zu. Er weiß: „Je länger es her ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sich jemand meldet.“ Die Polizei verfolgt die Tat, ist aber auf Hinweise angewiesen. „Weitere Ansätze haben wir nicht“, sagt Motschmann. „Zwei, drei Wochen“ warte man noch, dann gehe die Sache zur Staatsanwaltschaft – und würde das Verfahren wohl eingestellt werden, wenn sich keine neuen Erkenntnisse ergeben.

Die Spaziergängerin stellte ein Bild des toten Idels ins Internet. Die Resonanz im Internet ist groß. Ein Merkur-Leser etwa hofft, dass „der Strafrahmen des Tierschutzgesetz-Paragraphen voll ausgeschöpft“ werde. Auch heftigere Reaktionen gibt es: Nutzer schreiben davon, Selbstjustiz am Täter üben zu wollen, einer ruft eine Belohnung für dessen Namen und Adresse aus. „Davon distanziere ich mich stark. Das hilft dem Tierschutz nicht“, sagt die Spaziergängerin.

Der tote Igel liegt immer noch unweit des Tatorts. Zumindest beerdigen möchte ihn die Frau noch. „Ich werde das Tier nicht vergessen“, sagt sie. Dass nicht jeder so tierlieb ist wie sie, weiß die Frau selbst zu berichten. Ein Bekannter habe den Igel ebenfalls gesehen, ihn allerdings nicht befreit. Doch sie hofft, dass der wahre Täter, der den Igel ohne Aussicht auf Befreiung dem Tod überließ, gefasst wird. Bisher spazierte die Frau gerne auf dieser Strecke mit ihren Hunden in Richtung ihres Elternhauses. Nach diesem Fund hat sich das geändert.

tz

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