Hundebesitzer in Ismaning in großer Sorge

War es Gift? Ihr Alfons verendete qualvoll

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Hund Alfons starb unter qualvollen Schmerzen, weil er vermutlich Rattengift gefressen hat.
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Monika Wegerbauer trauert um ihren toten Hund Alfons. Trost spenden ihr ihre beiden anderen Haustiere, Hund Ludwig und Perserkater Giovanni.

Ismaning - Wahrscheinlich war es Rattengift, an dem Monika Wegerbauers (62) Pekinese Alfons (8) qualvoll verendet ist. Erwischt haben muss er das Gift beim Gassigehen in den Isarauen bei Ismaning, wo viele ihre Hunde ausführen. Jetzt geht die Angst um bei den Hundebesitzern. Und Zorn kommt auf.

Monika Wegerbauer ist noch ganz aufgewühlt. Qualvoll ist ihr Pekinese Alfons verendet, einen Tag lang hat er sich gewehrt gegen das Gift in seinem Körper. „Er war ein kleiner Kämpfer“, sagt die Ismaningerin. Aber diesen Kampf hat er verloren. „Für mich ist die Welt zusammengebrochen.“

Am Donnerstag ist Monika Wegerbauer, die in Ismaning in „Jans Bistro“ in der Küche arbeitet, mit ihren beiden Pekinesen Alfons und dem schwarzen Ludwig spazieren gegangen. Sie wohnt in der Lindenstraße in Ismaning, gleich an den Isarauen. Und trifft sich täglich mit anderen Hundebesitzern zum Gassigehen, immer dieselbe Runde. Auch am Donnerstag, nichts war auffällig.

Doch in der Nacht ging es Alfons immer schlechter. Blutiger Durchfall, schwallweise; die Schleimhäute extrem blass. Das deutet ganz stark auf Gift hin, sagt ihr Tierarzt. Er gab ein Gegenmittel. Das schien erst zu wirken, Monika Wegerbauer nahm ihren Alfons wieder nach Hause. Doch sein Zustand verschlechterte sich plötzlich wieder; rapide. Monika Wolferbauer packte ihren Liebling ins Auto, eilte zum Arzt nach Hallbergmoos. „Dann im Auto hat der Alfons noch einen Seufzer gemacht und ist gestorben“, sagt sie. Ihre Augen sind immer noch ganz verweint.

Am Samstag hat ein Nachbar Wurststücke auf der Gassirunde in den Isarauen gefunden. Monika Wolferbauers Tochter Ulrike Geib (32) hat die Brocken zur Polizeiinspektion Ismaning gebracht. Und Anzeige gegen Unbekannt erstattet. In der Wurst, das haben Untersuchungen ergeben, war kein Gift. Das bestätigt auch die Polizei in Ismaning. Ein handfester Beweis fehlt den Beamten aber, dass tatsächlich jemand hier mutwillig Giftköder ausgelegt hat. „Bisher ist kein weiterer Fall aufgetaucht. Giftköder haben wir auch nicht gefunden“, sagt Albert Bauer, Leiter der Polizeiinspektion in Ismaning. Einen derartigen Fall habe es seit vielen Jahren nicht gegeben. Möglich sei es auch, dass eventuell ein Hausmeister-Service oder eine Hausverwaltung Rattengift zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt habe. Denn der Spazierweg an den Isarauen befindet sich direkt hinter den Wohnhäusern. „Das müssen wir aber noch abklären“, sagt Albert Bauer.

Vieles deutet daraufhin, dass Alfons irgendwo in den Israuen auf Rattengift gestoßen ist. Bei so einem kleinen Hund reicht einmal Schlecken, hat der Tierarzt gesagt. „Und der Alfons war sonst immer pumperlgsund“, sagt Monika Wegerbauer. „Ich habe so einen Hass entwickelt...“

Ihren Alfons hat sie am 9. April 2009 im Tierheim Riem das erste mal gesehen und zu sich genommen. Auf den Namen Alfons kam Monika Wegerbauer wegen eines Onkels, der hatte leichte Glubschaugen. Sollte tatsächlich jemand Gift in den Isarauen auslegen, um Hunde zu töten? Monika Wegerbauer ist fassungslos. Sie wünscht sich, dass ein eventueller Täter ermittelt wird. „Das bringt mir zwar meinen Alfons nicht zurück. Aber dann können wir Hundebesitzer wieder ohne schlechtes Gefühl unsere Tiere ausführen.“

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