Sie vergruben die Leiche

Kreissägen-Mord in Haar: Helfer sind schon verurteilt

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Bestatter transportieren die Leiche von Alex H. ab. Sechs Jahre lag sie im Garten vergraben.

München - Die große Anklage gegen die Mörderin aus Haar steht noch aus. Ihre beiden Helfer, die die Leiche im Garten vergruben, sind bereits verurteilt.

Diese Tat hat selbst erfahrene Polizisten geschockt! Sie fanden am 20. Januar die Leiche von Alexander H. († 29) in Haar. Tief vergraben lag der Student seit sechs Jahren im Garten eines Einfamilienhauses in der Zunftstraße. Ex-Freundin Gabriele P. soll ihn ans Bett gefesselt und dann mit einer Handkreissäge brutal ermordet haben.

Ein Verbrechen wie aus dem Horrorfilm! Denn nach dem Mord soll Gabriele P. die blutüberströmte Leiche einfach im Dachgeschoss liegen gelassen haben – wochenlang. Erst als sie ihren neuen Freund, Christian K. (33) kennengelernt hatte, musste sie sich offenbaren. Er hatte die Leiche Ende Mai 2009 entdeckt, als sie im Urlaub war. Später vergrub er den Toten aber selbst im Garten – und muss dafür nun ins Gefängnis. Das Amtsgericht verurteilte ihn zu zwei Jahren und acht Monaten Haft wegen Strafvereitelung.

"Habe es aus Liebe getan"

Christian K. muss für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis.

„Ich habe es aus Liebe zu Gabriele getan“, sagte K. im Prozess. Angeblich hatte er große Angst, dass sie nach dem Mord die Haft nicht übersteht – weil er helfen wollte, wurde er selbst zum Verbrecher. Die Geschichte dahinter ist bizarr. Auf dem Dachboden hatte Christian K. versucht, die Leiche zu zerteilen. Mit einem Beil hackte er auf die Beine – schaffte es aber nicht, sie abzutrennen.

„Ich musste mich zu oft übergeben“, sagt K. Also beschloss er, die Leiche im Garten zu vergraben. Und holte einen gemeinsamen Freund dazu: Bernd M. (35), von Beruf Landschaftsgärtner. Statt die Polizei zu rufen, willigte er ein zu helfen. „Alleine hätte ich es nicht geschafft“, sagte K. „Es war zu schwer.“

Ein Kumpel hilft ebenfalls mit

Auch Bernd M. schickte das Amtsgericht dafür ins Gefängnis: Er erhielt zwei Jahren und drei Monate. Im Sommer 2009 hatten beide die Leiche mit Folie umwickelt und legten sie in ein ausgehobenes Loch im Garten. Die Blutspuren am Dachboden überstrichen sie mit weißer Farbe.

„Wir werden das Urteil überprüfen lassen“, sagt K.s Verteidiger Michael Adams. Er will Bewährung für Christian K., der sich in einer speziellen Situation befunden habe. Gabriele P. muss wohl frühestens Ende des Jahres vor Gericht. Trotz Leiche im Garten hatte sie weiter in Haar gelebt. „Wir haben das verdrängt“, sagt K., „und sind dann wieder zur Tagesordnung übergegangen.“

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