Landratsamt warnt vor Verzehr von Wienern und Kochschinken

Listerien-Warnung bei Hofmetzgerei: Das sagt die Chefin

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Wiener eines Biburger Hofes sollen mit Listerien befallen sein.

München - Schlimmer Verdacht auf einem Biburger Hof: Wurstwaren einer Hofmetzgerei könnten mit Listerien belastet sein. Jetzt nahm die Chefin dazu Stellung.

Das Landratsamt rät bis auf Weiteres davon ab, Wiener und Kochschinken der Hofmetzgerei Braumiller aus Biburg im Landkreis Fürstenfeldbruck zu konsumieren. Laut der Behörde sind diese Produkte möglicherweise mit Listerien belastet und gesundheitsgefährdend. Die Waren sind lokal beziehungsweise über den Verkauf ab Hof in den Verkehr gelangt.

Einstweilen hat das Landratsamt der Metzgerei untersagt, verzehrfertige Fleisch- und Wurstwaren auf den Markt zu bringen. Dieses Verbot endet erst, wenn die Ursache geklärt und beseitigt ist. Im Rahmen ihres Qualitätsmanagements hat die Hofmetzgerei Braumiller die Listerienbelastung selbst festgestellt und dem Landratsamt gemeldet.

So nimmt die Familie Stellung

Am Donnerstag hat wie angekündigt die betroffene Familie Braumiller zu dem möglichen Fund Stellung für das Fürstenfeldbrucker Tagblatt Stellung genommen:

Man rate selbst aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes bis auf Weiteres davon ab, Wiener und Kochschinken vom Braumiller-Hof zu konsumieren. Diese Produkte seien nur von vom Hof selbst in Verkehr gelangt. Die erhöhten Werte seien durch Eigenkontrolle festgestellt worden.

Weiter heißt es: Wer diese Produkte - verkauft wurden sie am vergangenen Wochenende - noch zu Hause habe, solle sie bitte vorsorglich entsorgen. Selbstverständlich werde der Braumiller-Hof die Kosten erstatten. Bis zur Klärung der Angelegenheit bleibe der Hofladen geschlossen. Fleischwaren, betont Chefin Christine Braumiller, seien nicht betroffen.

Als sie die Nachrichten von der Listerien-Belastung erhalten habe, habe sie als erstes gedacht: „Das kann nicht wahr sein." In ihrem kleinen Betrieb werde immer großer Wert auf Frische gelegt, sagt Braumiller. Daher sei der Befund „für uns unfassbar“.

Eine externe Firma werde nun mit der Überprüfung des ganzen Betriebs beauftragt. Christine Braumiller betont aber auch: „Das alles ist eine reine Vorsichtsmaßnahme.“ Erfreulich sei für sie in dieser höchst unerfreulichen Angelegenheit, dass viele Kunden bereits angekündigt hätten, dem Hof die Treue zu halten.

Was Listerien bewirken

Listerien sind Bakterien und gefährlich für Mensch und Tier. Sie können sich auch bei niedrigen Temperaturen, etwa im Kühlschrank, vermehren. Durch Kochen, Braten, Sterilisieren oder Pasteurisieren werden die Bakterien sicher abgetötet. Bei gesunden Erwachsenen nimmt eine Infektion meistens einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Muskelschmerzen oder Erbrechen oder Durchfall. Für Risikogruppen wie ältere und immungeschwächte Personen sowie Säuglinge und Schwangere stellen Listerien ein besonderes Risiko dar.

mol

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