TV-Show zu Steuerverschwendung

Mario Barth mischt sich in Königsdorfer Trinkwasserstreit ein

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Mario Barth will in seiner TV-Show "Mario Barth deckt auf" über den Trinkwasserstreit in Königsdorf berichten.

Königsdorf/Geretsried – Der Trinkwasserstreit zwischen der Gemeinde Königsdorf, der Stadt Geretsried und dem Tölzer Gesundheitsamt wird ein Fall für RTL. Comedy-Star Mario Barth will das Thema für seine Sendung "Mario Barth deckt auf" verwenden.

Wie der Kölner Fernsehsender am Mittwoch auf Nachfrage bestätigte, soll das Trinkwasserproblem in einer der neuen Folgen von „Mario Barth deckt auf“ thematisiert werden.

Mario Barth füllt als Komiker Hallen. 2014 brach der 42-Jährige den Weltrekord für das größte Publikum für einen Komiker in 24 Stunden im Berliner Olympiastadion. In seinen Sketchen witzelt Barth hauptsächlich über die Beziehung zwischen Frauen und Männern. Seit 2009 ist er unter anderem in seiner eigenen Sendung „Willkommen bei Mario Barth“ bei RTL zu sehen. Seit Oktober 2013 deckt der Berliner außerdem in einer laut RTL „investigativen Comedyshow“ neben den „unglaublichsten Steuergeldverschwendungen auch skurrile Fälle von Behördenwahnsinn, falschen Werbeversprechen und miesen Geschäftsgebaren“ auf. Ab 1. April werden sechs neue Folgen von „Mario Barth deckt auf“ ausgestrahlt. Unterstützt wird Barth von prominenten „Spürnasen“, so RTL-Presseredakteurin Yvonne Wagner.

Ein neuer Fall ist der Trinkwasserstreit in Königsdorf und Geretsried. Bereits im Oktober 2014 berichtete das Bayerische Fernsehen in seiner Sendung „Kontrovers“ über die Situation. Hintergrund: Seit mehr als einem Jahr muss das Trinkwasser in Geretsried und Königsdorf – dort sogar noch länger – gechlort und abgekocht werden. Das Tölzer Gesundheitsamt will die Anordnung erst aufheben, wenn an den Trinkwasserbrunnen in Wiesen eine Ultrafiltrationsanlage läuft. Mitte 2016 soll es soweit sein. Stadt und Gemeinde haben dagegen Klage eingelegt. Kommenden Mittwoch beginnt der Prozess vor dem Münchner Verwaltungsgericht.

Das Team von „Mario Barth deckt auf“ hat am Dienstag in Königsdorf für den geplanten TV-Beitrag gedreht. Als prominente „Spürnase“ war Reiner Calmund, ehemaliger Fußballmanager und Fernsehkommentator, mit dabei. Wie Leser unserer Zeitung berichteten, befragte das Team Königsdorfer. Auch den Königsdorfer Bürgermeister hat RTL um ein Statement gebeten. Anton Demmel jedoch lehnte ab. Er wollte sich im Hinblick auf die bevorstehende Gerichtsverhandlung nicht vor die Kamera stellen, wie er unserer Zeitung telefonisch erklärt. Auch Jan Dühring, Leiter der Geretsrieder Stadtwerke, und das Landratsamt verweigerten RTL eine Stellungnahme.

Wann der Beitrag über Königsdorf und Geretsried im Fernsehen zu sehen ist, steht laut RTL noch nicht fest.

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