EOS in Taufkirchen

Schwere Vorwürfe nach Festival

Taufkirchen - Es sollte ein Festival der Superlative werden. Das miserable Wetter und die Entscheidung der Einsatzkräfte, das Open-Air-Gelände zu räumen, machten den Veranstaltern beim EOS Musik-Festival in Taufkirchen einen dicken Strich durch die Rechnung.

Am Ende hagelte es aber nicht von oben, sondern massive Anschuldigungen seitens des Hauptveranstalters, der von einer „Retourkutsche“ sprach.

Mit dem DJ-Lineup in diesem Jahr wollte man in Taufkirchen unter dem Motto Motto „Experience of Sound“ (EOS) erstmals richtig an die großen Techno-Festivals heranrücken, in einem kleineren Rahmen freilich im Taufkirchener Waldbad. Allein die Bühne war so groß, wie man es von den etablierten Festivals gewohnt ist. Insgesamt kamen etwa 3000 Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet nach Taufkirchen.

Nachdem am Abend zuvor beim „Rock am Ring“ in der Eifel durch einen Blitzschlag zahlreiche Menschen verletzt worden waren, wollten die Einsatzkräfte beim Elektro-Festival zum Unmut der Veranstalter und Besucher offenbar auf Nummer sicher gehen. Der Deutsche Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen, Hagel und Blitzschlag herausgegeben. So entschieden die Einsatzkräfte, bestehend aus Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und der Gemeinde Taufkirchen, die Veranstaltung auf dem Open-Air-Floor abzubrechen.

Veranstalter Jürgen Ondruschek, Chef von Crazy Event und der Diskothek Crazy Town, unterbrach das Set von DJ Topic und hatte die Aufgabe, die bittere Kunde zu überbringen. Er informierte die zahlreichen Besucher um 20.45 Uhr über die Entscheidung und darüber, dass die Veranstaltung im aufgebauten Zelt sowie in der geöffneten Diskothek Crazy Town weiter geführt werde. Ein schwacher Trost für die Besucher, von denen beileibe nicht alle Platz im Zelt fanden. Ohnehin wurde dann auch der Betrieb dort vorzeitig gegen 23 Uhr eingestellt.

Nicht nur für Veranstalter und Besucher ein schwerer Schlag, auch für die gebuchten DJs. Auf jeder der jeweils drei Bühnen im Außen- und im Innenbereich waren lückenlos teilweise internationale Top-DJs gebucht. Diese mussten sich nun entsprechend arrangieren, ihre Sets auf eine andere Bühne zu verlegen, diese zu verschieben oder sogar ganz absagen.

Die Hintergründe und welche Vorwürfe jetzt erhoben werden, lesen Sie hier auf Merkur.de.

Tobi Fischbeck

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