Oft reicht schon eine Kleinigkeit

Nach tz-Bericht: Welle der Hilfsbereitschaft für Rentnerin (67)

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Die bedürftige Rentnerin Gisela Neuhoff (67) aus Glonn nach dem Friseurbesuch, den ihr tz-Leser spendiert haben. Nach dem Bericht erhielt sie viel Unterstützung.

München - Einer Rentnerin im Münchner Umland bleiben weniger als 300 Euro im Monat von ihrer Rente. Das berichtete die tz. Es folgte eine Welle der Hilfsbereitschaft. Eine Bitte bleibt noch offen.

Die Haarspitzen sind endlich ab. Die Farbe strahlt wieder in frischem Rotblond. Und Gisela Neuhoff (67) fühlt sich wie neu geboren. Dank eines netten Ehepaares, das der bedürftigen Rentnerin aus Glonn nach dem tz-Bericht Anfang September einen Friseurbesuch geschenkt hat. Sie waren nicht die einzigen, die helfen wollten. „Ich bin überwältigt“, sagt Gisela Neuhoff. „Ich habe so viele nette Worte und tolle Geschenke bekommen!“

Zur Erinnerung: Gisela Neuhoff hatte berichtet, dass ihr mit den 806 Euro Rente gerade einmal 300 Euro zum Leben bleiben. Dass bescheidene Wünsche wie ein Friseurbesuch, ein neuer Personalausweis oder ein Badeanzug für sie unbezahlbar sind. Eine Ungerechtigkeit, die viele Leser nicht hinnehmen wollten. „Es war so aufregend“, strahlt sie. „Ich bin so viele Kontakte gar nicht gewohnt.“ Und plötzlich lief das Telefon heiß: Über 20 Leser wollten Kontakt zu der bedürftigen Dame. „Ich habe tagelang telefoniert.“

Freilich blieb es nicht nur bei Telefonaten: Viele Leser statteten der Rentnerin einen Besuch ab. „Ich habe Blumen bekommen, Süßigkeiten, Obst und natürlich einen Badeanzug.“ Ein Ehepaar habe ihr nach dem Besuch sogar noch drei Balkonstühle liefern lassen – weil sie gesehen hatten, dass Neuhoff keine besaß.

Sogar die Gemeinde schrieb ihr, man käme ihr bei der Finanzierung des neuen Personalausweises entgegen. Ein Friseursalon hat ihr zudem einen Gutschein geschenkt.

Und dann war da noch das nette Ehepaar, das sie gleich zum Friseur Schneidewerk in Glonn begleitete. „Das Schönste war, wieder einmal ein paar Stunden verwöhnt zu werden. Es war herrlich!“

Einige Wochen nach dem tz-Artikel ist Gisela Neuhoff noch immer beseelt. „Ich bedanke mich bei all den netten Menschen. Einige der Kontakte werden bestimmt bestehen bleiben.“ Und dann ihr Appell: „Ich bin nicht der einzige Mensch, der wenig Geld hat. Ich würde mir wünschen, dass auch anderen geholfen wird. Da reicht oft schon eine Kleinigkeit …“

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