David Alaba kämpft vor Gericht

Schimmel-Streit: Bayern-Star beim Hauskauf belogen?

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FCB-Star betrogen? David Alabas Haus hat erhebliche Mängel.

München - Dieser Gegner ist ein richtig harter Brocken. Vor dem Landgericht hat David Alaba (24) kein leichtes Spiel. Es geht um sein neu gekauftes Haus.

Kläger-Anwalt Marco Winterer mit George Alaba, der seinen Sohn David (24) vor Gericht vertrat.

Seit Donnerstag wird dort seine Schadensersatzklage verhandelt. Vom Vorbesitzer seiner Grünwalder Villa fordert der Bayern-Star 137.000 Euro. Grund: Der Keller des Hauses ist feucht. Das hatte Alaba erst nach Einzug im April 2015 bemerkt und sich Sorgen um seine Gesundheit gemacht. Er beauftragte eine Spezial-Firma mit der aufwändigen Sanierung – und will die Kosten nun ersetzt haben.

Alabas Vorwurf: Über die Mängel habe der Vorbesitzer bereits bei Vertragsabschluss im November 2014 Bescheid gewusst, sie bei den Verkaufs-Verhandlungen aber verschwiegen. Ein übles Foul? „Mein Mandant wurde arglistig getäuscht“, sagt Rechtsanwalt Marco Winterer, der David Alaba vertritt. Doch der Vorbesitzer bestreitet hartnäckig.

Richterin prüft Schimmel-Streit genau

Richterin Hanna Schneider nahm den Schimmel-Streit unter die Lupe. „Es liegen massive Feuchtigkeitsschäden im Keller vor“, sagte sie. Im Kaufvertrag sei allerdings kein Gewährleistungsausschluss vereinbart worden. Alaba hat also keine Garantie auf den Kauf – und kann das Haus natürlich auch nicht umtauschen.

Bislang steht es Unentschieden vor Gericht: Aussage gegen Aussage. „Wir sehen deutliche Zeichen dafür, dass der Vorbesitzer Kenntnis von den Mängeln hatte“, sagte Alabas Anwalt. Die Gegenseite weist aber jede Schuld von sich. „Wir haben selbst anderthalb Jahre in dem Haus gewohnt und sind nur ausgezogen, weil die Kinder in Starnberg zur Schule gehen. Uns waren keine Mängel bekannt.“

Schimmel bis heute nicht komplett beseitigt

Das Problem: Bis heute ist der Schimmel im Keller nicht restlos beseitigt. „Die tatsächliche Höhe des Schadens ist deshalb noch gar nicht absehbar“, sagt Winterer. „Für David ist das alles sehr unangenehm“, sagt Vater George, der den Bayern-Star vor dem Landgericht vertrat. Er selbst wohnt, wie die Familie, auch in der Grünwalder Villa.

Eine gütliche Einigung ist noch nicht in Sicht. Eine Zahlung von 20 000 Euro lehnte Alaba ab. Jetzt geht der Schimmel-Streit in die Verlängerung. Richterin Schneider will am 24. Februar nun Zeugen hören: unter anderem George Alaba und den Architekten der Villa. Eventuell muss auch ein Gutachter eingeschaltet werden. Ihre Aussagen sollen wenigstens das Urteil in trockene Tücher bringen.

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