Mann in VW eingeklemmt

Nach diesem schweren Unfall: Polizei stocksauer

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Folgenschwere Kollision: Laut Polizei hatte der 45 Jahre alte Fahrer eines Volkswagen beim Abbiegen auf die Staatsstraße 2369 einen von links kommenden Lkw übersehen.

Geretsried - Ein schwerer Unfall hat sich am Montag in Geretsried ereignet. Ein Wolfratshauser (45) ist in seinem VW eingeklemmt worden. Die Polizei ist wegen einer anderen Sache stocksauer.

Ein 45 Jahre alter Wolfratshauser ist am Montagmorgen bei einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2369 in Geretsried schwer verletzt worden. Zahlreiche Autofahrer ignorierten die Vollsperrung des Unfallsbereiches. Zehn von ihnen verwarnte die Polizei, die Unbelehrbaren müssen jeweils 20 Euro zahlen. Künftig kann sich Johann Brandhuber, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Geretsried, bei solchen Fällen eine härtere Gangart vorstellen.

Trotz Vollbremsung kommt es zur Kollision

Der 45-Jährige war gegen 9.45 Uhr mit seinem VW auf der Johann-Sebastian-Bach-Straße in Geretsried unterwegs. Beim Abbiegen auf die bevorrechtigte Staatsstraße 2369 übersah er laut Polizei einen von links kommenden Lkw, den ein 31-Jähriger aus Simbach (Landkreis Landkreis Rottal-Inn) steuerte. Trotz Vollbremsung konnte der die Kollision nicht verhindern, der Lkw krachte gegen die linke Frontpartie des Volkswagen. Durch die Wucht der Kollision wurde der VW auf die rechte Straßenseite geschleudert.

Einsatzkräfte der Geretsrieder Feuerwehr mussten den im Pkw eingeklemmten 45-Jährigen befreien. Das BRK brachte den schwer verletzten Mann nach der Erstversorgung in die Wolfratshauser Kreisklinik. „Zur Feststellung der Fahrtüchtigkeit wurde beim 45-Jährigen eine Blutentnahme angeordnet“, berichtet Brandhuber. Der Lkw-Fahrer und sein Beifahrer kamen mit dem Schrecken davon. Der Gesamtsachschaden beträgt rund 40 000 Euro.

Autofahrer ignorieren Sperrung der Staatsstraße

Die Staatsstraße 2369 wurde für die Zeit der Verkehrsunfallaufnahme und der Bergung der Fahrzeuge zwischen dem Kreisverkehr auf der B 11 und der Kreuzung Am Waldfriedhof für drei Stunden gesperrt. „Trotz entsprechender Beschilderung durch die Straßenmeisterei Wolfratshausen fuhren mehrere Pkw-Fahrer in den gesperrten Bereich bis zur Unfallstelle durch, um zu versuchen, den zu passieren“, so Hauptkommissar Brandhuber.

Um dieser „Eigenmacht der Verkehrsteilnehmer zu begegnen“, wurden zehn von ihnen kostenpflichtig verwarnt. Brandhuber ist das „eigensüchtige Verhalten“ einiger Autofahrer, das in jüngster Zeit immer häufiger festzustellen sei, ein Dorn im Auge. Denn: Die Unbelehrbaren „gefährden die Rettungs- und Einsatzkräfte und behindern sowie verzögern die polizeiliche Unfallaufnahme“. Die Missachtung von Absperrbaken -und schildern „geschieht vorsätzlich“, sagt Brandhuber, „denn die kann niemand übersehen“. 

Wie die Polizei künftig durchgreifen möchte, lesen Sie hier auf Merkur.de - dort finden Sie auch mehr Bilder vom Unfallort.

cce

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