Sex-Skandal

Security-Mann soll Frau in Asylunterkunft sexuell genötigt haben

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Fuad M. (34) soll eine Pädagogin sexuell genötigt haben. Er streitet alles ab, Zeugen belasten ihn aber schwer.

Oberschleißheim - Ein Security-Mitarbeiter soll Angelika P. in einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sexuell genötigt haben. Seit Montag muss er sich vor Gericht verantworten. Der 34-Jährige stürmte am ersten Prozess-Tag zornig aus dem Saal.

Skandal in der Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Oberschleißheim: Seit Montag muss sich Sicherheitsmann Fuad M. vor dem Amtsgericht verantworten. Die Anklage wirft dem 34-Jährigen vor, die pädagogische Hilfskraft Angelika P. (25) sexuell genötigt zu haben. M. streitet alles ab, stürmt zornig aus dem Gerichtssaal. Doch die Zeugen belasten ihn schwer.

Angelika P. leidet auch fast ein Jahr später noch unter dem Vorfall. „Es war gerade am Anfang schlimm“, sagt sie im Zeugenstand. „Ich habe ihn auf der Straße ständig mit fremden Menschen verwechselt, dachte, er würde mir nachstellen.“ An einem Abend im Oktober soll der Security-Mann die junge Pädagogin in der Küche der Unterkunft eingesperrt haben. „Er packte mich am Hintern. Ich hielt das zunächst für eine plumpe Anmache. Als er mich dann festgehalten hat, wurde er aggressiv.“ 

Angelika P. sei laut geworden, habe ihm deutlich zu verstehen gegeben, dass sie kein körperliches Verlangen nach Fuad M. habe. P.: „Er sagte, er hatte schon lange keinen Sex mehr.“ Dann soll M. versucht haben, der Frau unter das T-Shirt zu fassen. Gleichzeitig soll er sie gegen das Waschbecken gedrückt haben. M. selbst streitet die Vorwürfe ab, schaut verbissen in den Gerichtssaal, als Angelika P. den Vorfall schildert. Plötzlich, als er offenbar merkt, dass es eng für ihn wird, stürmt er aus dem Saal und schreit: „Das sind alles Lügen! Dann gehe ich freiwillig in den Knast!“ 

Auch Angelika P.s Kolleginnen belasten Fuad M. schwer. Eine Zeugin: „Dem Ganzen ging ein wirres Gespräch über Frauenbilder voraus. Er sagte, die deutschen Frauen seien so freizügig, dass man sie sich einfach nehmen könne. Doch die Gesetze seien streng.“ Der Prozess wird am 30. September fortgesetzt.

joh

Johannes Heininger

Johannes Heininger

E-Mail:Johannes.Heininger@tz.de

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