CSU verärgert

Stadt fordert: Grundschul-Maibaum soll weg!

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Der Maibaum an der Grundschule in der Gänselieselstraße soll weg.

Neubiberg - Der Maibaum an der Grundschule in der Gänselieselstraße soll nach Willen der Stadt abgebaut werden. Dabei hatte die Stadt das Fundament erst vor fünf Jahren gießen lassen. Die CSU ist verärgert.

Viele glauben schon an einen verspäteten Aprilscherz: Die Stadt will den Maibaum in der Grundschule an der Gänselieselstraße abbauen. Markus Blume (CSU) hat eine Tochter, die auf die Schule geht. „Ich konnte es erst gar nicht fassen“, sagt der Landtagsabgeordnete. „Hier wird die Axt an bayerisches Brauchtum gelegt.“ Hintergrund ist laut Blumes Informationen, dass die Stadt davon ausgeht, die Maibäume täglich auf Standsicherheit prüfen zu müssen. Denn passiert etwas auf dem Schulgelände, ist die Stadt in der Haftung. Und diese umfangreichen Sicherungsmaßnahmen seien wohl nicht mehr zu stemmen. 

Die CSU im Stadtrat ist gestern aus allen Wolken gefallen. „Ich halte die Information über die geplanten Maibaumfällungen für einen verspäteten Aprilscherz“, sagt Fraktions-Chef Hans Podiuk. Sämtliche Maibäume im München würden laufend vom so genannten Maibaum-TÜV auf Standsicherheit hin überprüft. Etwa am Viktualienmarkt. „Warum das Schulreferat die kleinen Bäume auf ihrem Gelände angeblich täglich kontrollieren lassen muss, ist nicht nachvollziehbar“, so Podiuk weiter. 

Der CSU-Ärger gipfelte nun in einer Anfrage an die Verwaltung. Denn unklar ist auch, ob der Fall in der Gänselieselstraße ein Einzelfall bleibt. Das Referat für Bildung teilt jedenfalls auf tz-Anfrage nur mit: „An einigen Kitas und Schulen in München sind Maibäume errichtet. Aktuell wurden haftungsrechtliche Fragen thematisiert. Wie das weitere Vorgehen zu den Maibäumen an Kitas und Schulen ist, wird derzeit geprüft.“ 

An der Gänselieselstraße übrigens hat die Stadt erst vor fünf Jahren für viel Geld das Fundament für den Maibaum gießen lassen. Und das zumindest ist kein Scherz. 

Sascha Karowski

Sascha Karowski

Sascha Karowski

E-Mail:sascha.karowski@tz.de

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