Tierhasser wütet in Höhenkirchen - Loch so groß wie 2-Euro-Münze

Wer schoss unserem Kater ein Loch ins Bein?

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Kaufmann Heinz Z. (49) und sein Sohn Andreas Andreas (21) mit Katze Josy.

Höhenkirchen - Kater Pepper wurde von einem mit voller Absicht ins Bein geschossen - ein Loch, so groß wie eine 2-Euro-Münze, klafft in seinem linken Vorderbein. Die Familie fragt sich: Wütet hier in Tierhasser?

Kater Pepper (kl. Foto) wurde angeschossen.

Kater Pepper trödelt in lauen Frühlings-Nächten gern mal draußen herum. Darum machte sich Familie Z. aus Höhenkirchen (Landkreis München) am  Donnerstag zunächst auch keine Sorgen, als er abends nicht zum Fressen erschien. Kurz nach Mitternacht schaute der Sohn der Familie trotzdem noch mal hinaus auf die Terrasse. Und da fand er ihn: Blutüberströmt hatte sich Pepper noch nach Hause geschleppt, hatte sich auf seinen Lieblingsplatz im Gartenstuhl verkrochen. Der wunderschöne rote Kater  wurde von einem Sadisten offensichtlich mit voller Absicht angeschossen. Ohne tierärztliche Hilfe hätte er die Nacht nicht überlebt.
Und Pepper ist offenbar nicht das einzige Opfer. Auf dem kürzesten Weg rasten Familienvater Heinz Z. (49), Tochter Christina (20) und Sohn Andreas (21) mit Pepper in die Münchner Universitäts-Tierklinik. Als sie ankamen, war Pepper mehr tot als lebendig. „Er hatte bereits sehr viel Blut verloren.“ Das Leid des Katers traf Sohn Andreas besonders hart. Er war selbst einmal sehr krank gewesen, musste mehrfach operiert werden.  In dieser schweren Zeit war ihm Pepper nicht mehr von der Seite gewichen. Auf dem OP-Tisch begutachteten die Tierärzte die Verletzung: Das linke Vorderbein war in der Größe eines Zwei-Euro-Stücks durchschossen worden. Nicht mit Schrot, sondern mit einem scharfen Projektil, dessen Reste im zerschmetterten Knochen steckten. Die Metall-Späne werden bereits von Kriminaltechnikern analysiert.

Familie darf Kater Pepper nicht besuchen

„Die Wunde war so groß, dass man hindurchschauen konnte.“ Pepper liegt seitdem auf der Intensivstation, wird rund um die Uhr überwacht. Heinz Z.: „Wir hoffen, dass sein Bein gerettet werden kann. Die Wunde heilt recht gut. Wir sind den Tierärzten sehr, sehr dankbar.“ Zwei Wochen muss  der Kater in der Klinik bleiben. Besuchen kann die Familie ihn in dieser Zeit nicht: „Es würde ihm das Herzchen brechen, wenn er uns sähe und wir ihn dann zurücklassen müssten.“

Die Familie Z. hat noch eine zweite Katze: Josy (7), Peppers Weggefährtin: „Sie spürt genau, das was nicht stimmt. Sie sucht den Kater überall.“ Die Z.‘s wollen Josy nicht einsperren: „Sie liebt ihre Freiheit. Aber wir passen im Moment genau auf.“ Zu Recht: Peppers und Josys Revier liegt am südlichen Ortsausgang von Höhenkirchen in Richtung Aying. In den Nachbargemeinden Faistenhaar und Otterloh wurden kürzlich ebenfalls zwei Katzen angeschossen. Eine Katze verlor ein Auge. Die andere wurde zusätzlich massiv geschlagen. Der Kaufmann hält das nicht mehr für  Zufall: „Wir haben Anzeige erstattet bei der Polizei. Wer zu so solch sadistischen Taten fähig ist, muss unbedingt erkannt werden.“

Dorita Plange

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