BDI macht sich stark

Über 100 Unternehmen fordern dritte Startbahn

München - Die dritte Startbahn am Münchner Flughafen erhitzt in der Regel die Gemüter. Nun haben über 100 Unternehmen den Ausbau gefordert. Für sie ist besonders ein Grund wichtig.

Mehr als 100 Unternehmen haben sich für den raschen Ausbau des Münchner Flughafens stark gemacht. Nach dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und Firmen wie Infineon, Osram, Sixt, Hypovereinsbank oder Kathrein forderten auch Knorr-Bremse und Wacker Chemie eine dritte Startbahn, teilte die Flughafengesellschaft am Montag mit.

Wacker-Chemie-Chef Rudolf Staudigl sagte: „Als Unternehmen mit mehr als 10 000 Beschäftigten in Bayern sind wir auf eine leistungsfähige Infrastruktur zwingend angewiesen.“ Knorr-Bremse-Chef Klaus Deller sagte, sein Unternehmen beschäftige in München 2500 Mitarbeiter, steuere von hier aus mehr als 100 Standorte in 29 Ländern und brauche einen leistungsfähigen Flughafen.

Söder: "Dritte Startbahn ökonomisch notwendig"

Der bayerische Finanzminister und Flughafen-Aufsichtsratschef Markus Söder (CSU) sagte: „Die dritte Startbahn ist ökonomisch notwendig, um Bayern in der internationalen Spitze zu halten.“ Flughafenchef Michael Kerkloh sagte, nach den Anmeldungen der Fluggesellschaften müsse München dieses Jahr 15 000 zusätzliche Flüge abwickeln. Es werde immer schwieriger, noch Zeitfenster für Starts und Landungen zu finden. Die Unterstützung aus der Wirtschaft für einen baldigen Baustart sei daher wichtig.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will seine Entscheidung für oder gegen den Bau einer dritten Startbahn im März verkünden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Archivbild)

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