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7 Gründe, warum München im Schnee noch schöner ist

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So prächtig sieht der Pavillon im Hofgarten aus. Auch im Winter zählt er zu unseren Lieblingsplätzen in München.

München - Englischer Garten, Schloss Nymphenburg, Isar: München ist schön. Es gibt sieben persönliche Gründe, warum wir die Stadt im Schnee sogar noch schöner finden.

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Wir sind ziemlich verknallt in unsere Stadt. Und noch ein bisschen mehr, wenn Schnee gefallen ist: Wir schwimmen draußen im dampfenden Westbad in Pasing und beobachten im Englischen Garten die Surfer auf der Eisbachwelle. 

Es gibt sieben weitere, sehr persönliche Gründe, warum wir München im Schnee lieben.

Grund 1: Fotoshooting im Hofgarten

Viele Münchner zählen den Hofgarten zu ihren Sommer-Lieblingsplätzen. Dort sitzen sie auf einer Bank zwischen sehr gepflegten, blühenden Blumenbeeten. Sie lesen ein gutes Buch oder schauen den Opas zu, die auf den Kieswegen Boule spielen. Im Schnee gefällt mir der geometrisch angelegte Garten hinter dem Odeonsplatz noch ein bisschen mehr. Während andere Gärten in der kalten Jahreszeit irgendwie deprimierend wirken, sieht der Hofgarten majestätisch aus. 

Das hellgrüne Dach des Dianatempels trägt eine Schneehaube. Darunter spielt jemand Begabtes gratis Geige. Der prächtige Hofgarten neben der Residenz gehört im Winter zu meinen Lieblings-Fotomotiven. Dieses Bild (siehe oben) hängt in Schwarz-Weiß in meinem Wohnzimmer.

 U-Bahn: U3 / U4 / U5 / U6 Odeonsplatz

(Miriam Sahli)

Grund 2: Rodeln in der Stadt

Wenn es mit dem Schneefall doch mal klappen sollte, holen die Münchner sofort die Schlitten aus dem Keller, stauben sie ab und ziehen los zum Rodelberg.

Luitpoldpark 

Mein absoluter Favorit unter den Münchner Schlittenbergen. Hier tummeln sich im Winter Jung und Alt. Bei einer präparierten Tube-Piste und mehreren flacheren Abfahrten ist für jeden etwas dabei. 

U-Bahn: U3 / U2 Scheidplatz

Riemer Park

Auf dem ehemaligen Flughafengelände München-Riem ist heute ein großer Park. Ehemalige Landebahnen erinnern an die Vergangenheit des Geländes. Am Ende der Landebahnen befindet sich ein großer Hügel, an dessen Rückseite man rasant hinabfahren kann. Bevor man den steilen Berg hinunterrast, sollte man einmal gen Süden blicken: Bei guten Sichtverhältnissen kann man von hier aus bis in die Alpen sehen.

U-Bahn: U2 Messestadt Ost

Ostpark

Begeisterten Wintersportlern sollte der Ostpark schon bekannt sein, denn hier gibt es das große Eissportzentrum mit 400-Meter-Eislaufbahn und Schlittschuhverleih. Wer jedoch keine Lust auf Pirouette-Drehen hat und lieber sicher auf einem Schlitten sitzt, kommt hier auch voll auf seine Kosten. Mit einer Snow-Tube und jeder Menge Hügellandschaften verwandelt sich der Ostpark im Winter in ein Rodelparadies.

U-Bahn: U5 Michaelibad

(Johanna Hagenauer)

Grund 3: Afternoon-Tea im Hotel Vier Jahreszeiten

Nicht viele wissen es, doch die Lobby des Hotels Vier Jahreszeiten in der Maximilianstraße steht nicht nur den Hotelgästen offen. Jeden Nachmittag gibt es hier ein spezielles Angebot zum Fünf-Uhr-Tee  – ganz klassisch englisch.

Das Ambiente ist dabei ein ganz besonderes: In der edlen Lobby mit ihrer großen Kuppel aus buntem Glas, Clubsesseln und einem Pianisten, der live für die passende Hintergrundmusik sorgt, fühlt man sich wie zwischen Downton Abbey und dem großen Gatsby.

Im Angebot sind über 30 Sorten edle Tees, ein echter Teemeister und sein Team beraten bei der Auswahl. Im Afternoon-Tea-Angebot sind auch die kulinarischen Genüsse inbegriffen. Liebevoll angerichtet auf einer Etagere kommen kleine, feine Sandwiches, echte Scones mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade sowie feine Patisserie-Kunstwerke daher. Der Patissier des Vier Jahreszeiten, Ian Baker, ist gerade erst als Patissier des Jahres 2015 ausgezeichnet worden. Und wer lieber Kaffee trinkt – den gibt es dort natürlich auch.

U-Bahn: U3 / U4 / U5 / U6 Odeonsplatz

(Myriam Siegert

Grund 4: Super Menüs zubereiten - dank Kochhaus

Die Geschäftsidee vom Kochhaus in Schwabing und am Gärtnerplatz wird Sie begeistern, wenn Sie Gastgeber sind, sich minimal stressen, dafür aber Ihren Besuch maximal beeindrucken wollen. Die Berliner Erfinder vom Kochhaus nennen es " das begehbare Rezeptbuch" und das funktioniert so: Die Kunden laufen an Ständen vorbei, auf denen sie Zutaten für eine Vorspeise, Hauptgericht oder Dessert finden. Sie nehmen sich die abgewogenen, verpackten Zutaten mit. So brauchen sie nicht mit einem Einkaufszettel in zig verschiedene Läden zu rennen, um sich dort alle Zutaten zusammenzusuchen.

Die Rezepte klingen köstlich und kompliziert, sind aber nur köstlich: zum Beispiel "Rinderhüftsteak mit Brombeersoße, Wurzelgemüse und Vanille-Kartoffelstampf" und zum Nachtisch "Zitronen-Risotto mit Feigen und Serranoschinken". Die Preise pro Person sind total okay, finde ich: zwischen drei und zehn Euro.

Die beiden Münchner Adressen:

Kochhaus in Schwabing: Hohenzollernstraße 74 (U3 / U6 Münchner Freiheit)

Kochhaus am Gärtnerplatz: Gärtnerplatz 5

U-Bahn: U3 / U6 Fraunhofer Straße  

Tram: Linie 16 und 18 Reichenbachplatz

(Miriam Sahli)

Grund 5: Im Autokino kuscheln

Sie sind vom Aussterben bedroht: Doch vor den Toren Münchens gibt es noch ein altehrwürdiges Autokino. Dabei ist das nicht nur was für laue Sommernächte. In Aschheim im Osten von München gibt's bei kälteren Temperaturen einen Gratis-Heißlüfter zum Ausleihen für die Besucher.

Das Autokino in Aschheim lohnt sich gerade im Winter für einen Besuch.

So ist es im Auto auch bei Frost und Schnee schön kuschelig. Bis zu 600 Wagen passen vor die große Leinwand des Autokinos, 250 Autos haben vor der kleinen Leinwand Platz. Egal wo man parkt, der Ton wird direkt aufs Radio übertragen. Die Besucher fühlen sich im Autokino wie auf einem US-Roadtrip. Der zugehörige Imbiss ist mit seiner rot-weißen Einrichtung im Rockabilly-Style gehalten. Einen Burger bekommen Sie schon ab zwei Euro.

Der Eintritt für das Autokino kostet für einen Film ohne Überlänge acht Euro. Preislich voll in Ordnung! Und der perfekte Ort für ein außergewöhnliches Date.

Adresse: Münchner Straße 60, 85609 Aschheim

(Florian Weiß

Grund 6:  Vor dem Weihnachtsbummel ins Hamam

Einfach mal die Seele baumeln lassen – und Erholung finden. Wer einen Tag einfach mal abschalten möchte, der kann im "Hamam Anatolia" in Giesing vorbeischauen.

So mancher Besucher mag bei bloßer Außenansicht des wenig schmucken Gebäudes umgedreht sein. Doch wer es am McDonald's vorbei und in den Keller des türkischen Bades geschafft hat, der taucht in eine fremde Welt ein. Auf dem heißen Stein wärmen sich die Besucher auf. Mein anschließender Favorit: Eine Seifenschaummassage. Die Haut fühlt sich danach wie die eines Babys an – und auch gestresste Münchner sind gerüstet für den nächsten Shopping-Marathon.

Adresse: Wirtstraße 1b, 81539 München

U-Bahn: U1 Candidplatz

(Ramona Weise)

Grund 7: Echtes Kaffeehaus-Feeling im Café Luitpold

Richtige Kaffeehäuser gehören ja eher nach Wien, das muss der Münchner neidvoll zugestehen. Im Café Luitpold im Luitpoldblock an der Brienner Straße findet man aber immerhin ein Flair, das nahe an ein klassisches Kaffeehaus herankommt. Kein Wunder immerhin wurde das Café Luitpold im 19. Jahrhundert im Zuge des Booms der großen Kaffeehäuser gegründet.

In dem altehrwürdigen Haus wurde vor wenigen Jahren viel neu gemacht, trotzdem erinnern die Räume mit filigranem Stuck oder der Palmengarten noch an die lange Geschichte des früheren "Kaffeepalastes". Die Auswahl an Kuchen, Torten, Nachspeisen und Pralinen dürfte Menschen mit Entscheidungsschwierigkeiten vollends überfordern. Außerdem gibt es hier Spezialitäten wie hausgemachte Limonaden nach Original-Hausrezept aus den 20er-Jahren.

U-Bahn: U3 / U4 / U5 / U6 Odeonsplatz

(Myriam Siegert

Autoren: Ramona Weise, Miriam Sahli, Myriam Siegert, Johanna Hagenauer und Florian Weiß

Ramona Weise

Ramona Weise

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Miriam Sahli-Fülbeck

Miriam Sahli-Fülbeck

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Myriam Siegert

Myriam Siegert

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